Belegschaft

Mit 50 gehören Mitarbeiter noch nicht zum alten Eisen  

Die Generation 50 plus arbeitet laut einer Befragung der „Initiative Neue Qualität“ (INQA), einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern, Sozialpartnern und Unternehmen, hoch motiviert. Diese Erkenntnisse sollten Firmen bei ihrer Personalplanung nutzen. VDI nachrichten, Heidelberg, 10. 7. 09, Fr

Ältere Beschäftigte kommen in der Mehrheit nicht nur hoch motiviert zur Arbeit, sie scheinen ihrem Arbeitgeber auch stärker die Treue zu halten. Rund 55 % der über 50-Jährigen fühlen sich ihrem Unternehmen „besonders verbunden“. Bei den unter 30-Jährigen sind es nur 43 %. Eine Umfrage des Bundesverbandes Junger Unternehmer zeigte zudem, dass Arbeitgeber ältere Beschäftigte nicht grundsätzlich ablehnen. So gaben 70 % der befragten Chefs an, keine Einwände gegen deren Einstellung zu haben. Allerdings antworteten nur 44 %, sie seien der Auffassung, dass über 50-Jährige genauso viel leisten wie Jüngere.

Ältere Beschäftigte haben meist weniger mit den Tücken des Alters als mit den Vorurteilen gegenüber ihrer Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Dabei ist die Annahme, dass Altern generell und schicksalhaft mit dem Verlust von Fähigkeiten auf allen Ebenen verbunden ist, ebenso falsch wie weit verbreitet. Viele Fähigkeiten bleiben nach der INQA-Broschüre „Alt und jung – gemeinsam in die Arbeitswelt von morgen!“ vom Alterungsprozess nahezu unberührt, reifen sogar erst im fortgeschrittenen Alter. Soziale und kommunikative Fähigkeiten gehören dazu ebenso wie ein großes Erfahrungswissen im Umgang mit komplexen Problemen.

Personal verantwortliche, die noch Erfahrungen mit älteren Beschäftigten machen – bei einer Beschäftigtenquote von knapp 48,4 % (Eurostat 2006) bei den 55- bis 64-Jährigen ist das leider nicht mehr die Regel – bestätigen und ergänzen die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sie attestierten bei einer Befragung den älteren Mitarbeitern mehr Erfahrungswissen und eine größere Arbeitsdisziplin, eine bessere Einstellung zur Qualität, mehr Zuverlässigkeit, Loyalität und eine ausgeprägtere Führungsfähigkeit. Demgegenüber hatten jüngere Beschäftigte bei der Kreativität, der Lernbereitschaft, der Lernfähigkeit, der Flexibilität, der körperlichen Belastbarkeit und beim beruflichen Ehrgeiz die Nase vorn. Insofern spricht vieles für eine altersgemischte Belegschaft, in der sich die Stärken der verschiedenen Gruppen ergänzen und die Schwächen ausgleichen. Die Realität in den Betrieben sieht jedoch anders aus: Dank der kreativen Nutzung von Altersteilzeit und Frühverrentungsprogrammen finden sich hier häufig altershomogene Belegschaften. Das ist jetzt nicht weiter schlimm, wird sich aber in ein paar Jahren dramatisch auswirken, wenn diese dann kollektiv in Rente gehen.

Ausbildung und Weiterbildung sind wichtige Voraussetzungen für Arbeitsfähigkeit und Gesundheit. Mangelhafte Qualifikation führt zu Überforderung, Stress, Unsicherheit, nicht selten auch zu Krankheit und Arbeitsunfähigkeit. Darum sollte das Prinzip des lebenslangen Lernens allseits geübte Praxis werden. Die Realität ist eine andere: Ältere sind in Sachen Weiterbildung deutlich unterrepräsentiert.

Das ist genau der falsche Ansatz, denn Beschäftigte sollten ihr ganzes Berufsleben so eingesetzt werden, dass sie ihre Potenziale ausschöpfen können. Damit das Lernen nicht verlernt wird, bieten sich z. B. folgende Maßnahmen an:

– allen Mitarbeiter während des gesamten Arbeitslebens Zugang zu Fort- und Weiterbildungsangeboten ermöglichen

– altersgemischte Teams bilden

– Ältere vorurteilsfrei auch in Innovationsprojekten einsetzen

– horizontale Karrieren ermöglichen und damit die Veränderungs- und Lernfähigkeit durch Wechsel von Positionen und Tätigkeiten fördern.

Leben ist Altern. Sich einen „ewigen Jungbrunnen“ vorzugaukeln, führt in eine Scheinwelt. Im Laufe des Lebens ändern sich beim Menschen physiologische und psychische Gegebenheiten. Sie wirken sich auf die Arbeitsleistung aus. Die Arbeitswissenschaft befasst sich seit langem mit der Erforschung von Leistungsänderungen beim älteren Arbeitnehmer. Allgemeine Aussagen können nur allgemeine Hinweise geben, im konkreten Fall kommt es immer darauf an, wie der einzelne sich dieser Entwicklung stellt. Ob und wie sich die Leistungsfähigkeit eines Menschen verändert, ist nicht schicksalhaft, sondern durchaus beeinflussbar. ROLF LEICHER/Fr

http://www.inqa.de

Von Rolf Leicher/Gregor Frechen

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