Management

Manager loben deutsche Innovationskraft  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 6. 6. 08, mav – Der Standort Deutschland kann im Urteil ausländischer Manager vor allem mit Innovationskraft und Infrastruktur punkten. Die deutsche Industrie fürchtet um diesen Vorteil und fordert Milliardeninvestitionen.

Gute Verkehrswege und Telekommunikationsnetze sowie qualifizierte Arbeitskräfte – mit diesen Pluspunkten landet Deutschland in der Wertung ausländischer Manager 2008 auf Rang 6 der weltweit attraktivsten Standorte. China wird mit 47 % der Nennungen erstmals als attraktivstes Zielland für Investitionen angesehen, gefolgt von Indien und Russland. Die USA kommen 2008 nur noch auf Rang vier, Polen auf Platz 5.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa. Befragt wurden Entscheider von 834 internationalen Unternehmen. Vertiefende Fragen zum Standort Deutschland richteten sich an weitere 205 ausländische Unternehmen.

„Angesichts der enormen wirtschaftlichen Dynamik von Ländern wie China, Indien und Russland verliert Deutschland relativ gesehen an Attraktivität“, stellt Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young, fest. „Dennoch: Aus Sicht der Investoren ist Deutschland das einzige westeuropäische Land, das im weltweiten Standortwettbewerb in der ersten Liga mitspielt. Die Unternehmen honorieren, dass Deutschland sich wieder als Wachstumslokomotive in Europa etabliert hat“, so Englisch.

In der Rangliste der innovativsten Länder steht Deutschland hinter den USA und China auf dem dritten Rang – 31 % der Befragten bezeichneten Deutschland als einen von drei besonders innovativen Standorten. Dicht hinter Deutschland rangieren Japan und Indien. „Deutschland wird als Innovationsstandort gesehen – aber in erster Linie im industriellen Bereich“, schränkt der Autor der Studie ein.

Als weitere Stärken des Standorts Deutschland heben die ausländischen Manager die Qualität der Verkehrswege und der Telekommunikationsnetze hervor.

Erhärtet wird dieser subjektive Eindruck der Befragten von den Ergebnissen des World Competitiveness Yearbook 2008 der renommierten IMD Business School in Lausanne. Im jüngsten Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit der 55 wichtigsten Volkswirtschaften kommt Deutschland in der Kategorie Infrastruktur auf Platz 6.

Doch die deutsche Industrie fürchtet um diesen Standortvorteil. „Andere Staaten holen auf, während sich in Deutschland zunehmend Widerstände gegen wichtige Infrastrukturprojekte formieren“, warnte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) anlässlich seiner Konferenz zu diesem Thema Ende Mai in Berlin.

Eine Studie, die das Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster für den BDI erstellt hat, beziffert die volkswirtschaftlichen Schäden, die allein durch die Staus auf deutschen Straßen entstehen, auf jährlich bis zu 102 Mrd. €. Studienautor Karl-Hans Hartwig rechnete vor, dass die Verkehrswege dem zunehmenden Aufkommen von Pkw, Lkw und Zügen bald nicht mehr gewachsen sein dürften. Bereits 2004/05 wiesen 41,5 % der Bundesstraßen und 19,6 % der Autobahnfahrstreifen Mängel auf.

Auch bei der Stromversorgung machen die Autoren der Studie eine „sehr bedenkliche Entwicklung“ aus. Bis 2020 müssten in Deutschland 40 000 MW Kraftwerks-kapazität ersetzt werden. Die notwendigen Investitionen würden jedoch von der Politik blockiert. Für die Zukunft des Standorts sei zudem die flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Internet wichtig, also auch in den ländlichen Gebieten.

Der BDI forderte in diesem Zusammenhang eine Infrastruktur-Offensive und mindestens 2 Mrd. € pro Jahr zusätzlich für die Verkehrswege. Die Investitionen würden sich auszahlen, ist der Verband überzeugt. 10 % zusätzliche staatliche Investitionen in die Infrastruktur würden das Wirtschaftswachstum langfristig um einen Prozentpunkt erhöhen. Seite 4 mav

„Dringende Investitionen in Kraftwerksparks werden von der Politik blockiert“

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