Personalmanagement

Manager mit hauseigenem Feinschliff  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 11. 1. 08, ws – Auf den Mangel an Nachwuchskräften reagieren Unternehmen unterschiedlich. Der Automobilzulieferer Mann + Hummel entwickelte ein Management Development Programm und betreibt seitdem Nachwuchsförderung im eigenen Haus.

Weiterbildung bedeutet Karrieremöglichkeiten. Deshalb haben Firmen mit guter Nachwuchsförderung beim Wettlauf um qualifizierte Mitarbeiter die besseren Chancen. Angesichts der wenigen Bewerber und der vielen offenen Stellen, setzen die Unternehmen inzwischen aber auch immer mehr auf Kräfte aus dem eigenen Haus.

Schon vor zehn Jahren hat der Automobilzulieferer Mann + Hummel aus Ludwigsburg diesen Weg eingeschlagen. Der Filtrationsspezialist entwickelte ein auf das Unternehmen zugeschnittenes Management Development Programm. „Wir hatten damals offene Stellen, die wir nur mit Mühe durch qualifiziertes Personal besetzen konnten“, erläutert Thomas Batsching, der weltweit für die Personalbetreuung von Mann + Hummel zuständig ist. Rund 500 Mitarbeiter haben mittlerweile dieses Programm durchlaufen.

Über drei Jahre erstreckt sich das Management Development Programm. Ausgewählt werden Mitarbeiter, die durch gute Leistung auffallen und denen man weiterführende Aufgaben zutraut. Es ist Sache der einzelnen Standorte zu entscheiden, wen sie als geeignet dafür halten. Diese Informationen werden an die Konzernzentrale in Ludwigsburg weitergeleitet und dort nochmals ausgewertet.

Über jeden Programmteilnehmer wird ein kurzes Mitarbeiterprofil erstellt und in einer Datenbank hinterlegt, auf die alle Führungskräfte Zugriff haben. Darin sind neben dem Lebenslauf Merkmale wie besondere Kenntnisse oder spezielle Erfahrungen erfasst. „Wir erhalten so einen schnellen Überblick, wer uns als potenzielle Führungskraft zur Verfügung steht und wie wir sie optimal einsetzen können“, erklärt Thomas Batsching.

Spätestens in drei Jahren sollen sie für weiterführende Aufgaben zur Verfügung stehen. Rund 70 % der so geförderten Mitarbeiter kommen aus den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Vertrieb. Gefördert wird der kaufmännische Mitarbeiter genauso wie der Produktionsleiter und der Entwicklungsingenieur.

Zur dreijährigen Ausbildung gehört ein jeweils über fünf Tage stattfindendes Fachtraining. Dazu kommen die potenziellen Führungskräfte in der Unternehmenszentrale in Ludwigsburg zusammen.

Thema des ersten Treffens sind die Teilnehmer selbst. Sie sollen herausarbeiten, welche persönlichen Ziele sie haben und wie die umgesetzt werden sollen. Das Seminar im darauffolgenden Jahr beleuchtet die beruflichen Aufgabenstellungen des Einzelnen, zu denen er oder sie konkret Stellung beziehen soll. Das Fachtraining im dritten Jahr schließlich beschäftigt sich mit Führungsaufgaben und dem Umgang des Mitarbeiters damit.

Im Rahmen dieser Schulungen erhalten die Seminarteilnehmer einen Einblick über die Grundpfeiler internationaler Finanzgeschäfte. Sie lernen, wie finanzpolitische Entscheidungen getroffen werden, was für die Markteinführung von Produkten getan werden kann und welche Investitionen getätigt werden müssen.

Neben dem Fachtraining sind Seminare, die der Entwicklung von Sozial- und Persönlichkeitskompetenz dienen, wichtiger Teil der Förderung. Die Teilnehmer testen, wie sie auf ihre Umgebung wirken und sie erleben Lernsituationen, die ihnen Führungsstärke und Teamfähigkeit abverlangen.

Wie führe ich ein Gespräch in Indien? Welche Mentalitäten muss ich berücksichtigen? Wo trifft sich meine Mentalität mit der meines Geschäftspartners? Auch solche Fragen gehören zum Trainingsprogramm. Anhand von Rollenspielen werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen herausgearbeitet und Verhaltensmuster trainiert. Unterstützt wird dieses Trainingsprogramm durch Vorträge von Führungskräften des eigenen Unternehmens.

Um die Nachhaltigkeit dieses einwöchigen Schulungsmarathons sicherzustellen, erhalten die Kandidaten zusätzlich eine individuelle Förderung an ihrem jeweiligen Standort. Im Rahmen von Mitarbeitergesprächen werden persönliche Stärken und Schwächen analysiert, um dann zu einer gemeinsamen Strategie zu kommen. Konkret kann das ein Englischkurs, eine Schulung über Grundlagen der Kommunikation oder ein Seminar zur Verbesserung der Präsentation sein.

„Die individuelle Förderung ist so wichtig, weil wir gezielt auf die Belange des Mitarbeiters eingehen und ihn bei der Bewältigung seiner Aufgaben unterstützen können“, sagt Batsching. MONIKA ETSPÜLER

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