Porträt 29.05.2009, 19:41 Uhr

Kraft schöpfen aus beiden Welten – aus Arbeit und Familie  

Esther Rüland ist Abteilungsleiterin Module Technology bei der GP Solar in Konstanz. Sie hat sich in der Branche einen Namen gemacht. Mitarbeiter beschreiben sie als „integrativ“ und loben, dass sie immer „gut organisiert“ ist. VDI nachrichten, Hamburg, 29. 5. 09, cha

Sie gilt als Visionärin mit viel Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen und Organisationstalent: Esther Rüland hat es als Ingenieurin weit gebracht. Als Abteilungsleiterin Module Technology bei der GP Solar in Konstanz, einer 100-prozentigen Tochter des Blaubeurener Anlagenbauers Centrotherm Photovoltaics, baut die 41-Jährige gerade einen neuen Geschäftszweig auf: Kristalline Modulfertigung. „Die fehlte in der solaren Wertschöpfungskette im Angebot der Centrotherm-Gruppe bisher“, erläutert die gebürtige Berlinerin trocken. „Für Centrotherm hat das Projekt strategische Bedeutung.“

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Wenn Esther Rüland über ihre Arbeit spricht, klingen komplizierte und komplexe Sachverhalte klar, einleuchtend und einfach. Das kann sie. Und nicht erst seit gestern. Ideen entwickeln, auf Chancen und Risiken abklopfen, sie präsentieren, durchboxen und schließlich umsetzen – das gehört zur Vita der erfolgreichen Managerin wie Benzin zum Motor.

Begonnen hat die Karriere von Ester Rüland nach dem Abitur 1987 in Berlin: Das Studium Energie- und Verfahrenstechnik zur Herstellung von Lebensmitteln an der Technischen Universität Berlin sollte sich später als hervorragende Grundlage für den beruflichen Aufstieg erweisen. Nach dem Examen erwarb sich die junge Frau erste Sporen bei der Firma Atlantis, die auf Projekte der Regenerativen Energien spezialisiert war. „Ich hatte bereits während des Studiums festgestellt, dass mich Themen mit ökologischem Hintergrund besonders interessieren“, erinnert sie sich.

Ihr Ehrgeiz: Durch eine Verbesserung des Wirkungsgrades beweisen, dass die Photovoltaik auch ohne Subventionen wettbewerbsfähige alternative Energie erzeugen kann. Voller Energie stieg sie im Sommer 1995 als Technische Vertriebsleiterin beim kleinen Berliner Solaranlagen-Hersteller PST Solar- und Windenergie ein. Nach nur vier Monaten war sie ernüchtert. „Das Feld war noch nicht bestellt“, sagt Esther Rüland. Der Solaranlagen-Markt erwachte gerade erst, die Nachfrage war noch gering. Kurzerhand übernahm sie die Geschäftsführung. Doch das Geschäft blieb zäh. „Ich habe nach und nach gesehen, dass mit kleinen Solaranlagen fürs Dach noch kein Geld zu verdienen war“, konstatiert sie. 1999 heuerte sie deshalb als Projektleiterin beim Modulhersteller Flabeg Solar Int. in Köln an. Hier initiierte sie Großprojekte, beeinflusste das Moduldesign und verbesserte die Integration von Solaranlagen auf Dächern. In Köln lernte Esther Rüland auch ihren heutigen Ehemann kennen. Die beiden haben mittlerweile drei Kinder.

Nach einem Zwischenspiel bei einer Firma in Krefeld wechselte sie zur GP Solar. Damals zählte die Firma gerade einmal vier Mitarbeiter. „Ich war zunächst Mädchen für alles“, berichtet Esther Rüland. Sie baute zusammen mit ihren Kollegen einen Geschäftsbereich nach dem anderen auf. Mit Erfolg: Heute beschäftigt GP Solar 100 Mitarbeiter. „Die Entwicklung, die die Photovoltaik-Branche in den letzten zehn Jahren genommen hat, ist immens. Engagierte Menschen wie Esther Rüland leisten mit Vision und Tatkraft einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir uns nicht auf einmal Erreichtem ausruhen, sondern uns kontinuierlich weiterentwickeln“, lobt Peter Fath, Technologievorstand der Centrotherm Photovoltaics AG und Geschäftsführer der GP Solar. Die Ingenieurin ist stolz darauf „einige Dinge bewegt zu haben“ und sich über die Jahre einen Namen in der Photovoltaik-Branche gemacht zu haben. Doch es gehe weiter: „Ich habe die Idee, Modulproduzenten miteinander zu vernetzen“, erzählt sie. Es mache logistisch und wirtschaftlich Sinn, nicht nur auf riesige Giga-Fabs zu setzen, sondern mit kleineren, auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten zugeschnittenen Fabriken den politischen Boden vorzubereiten, um neue Märkte zu erschließen.

Die Visionärin stellt bei der Centrotherm-Tochter keinen Alleinherrschaftsanspruch: „Ich verstehe uns sehr stark als Team.“ Ihr Führungsstil wird von Mitarbeitern als „integrativ“ beschrieben. Außerdem wird gelobt, die Managerin sei „immer gut organisiert“. Esther Rüland lächelt: „Mit einer Familie und drei Kindern zwischen drei und sieben Jahren und einer verantwortungsvollen beruflichen Führungsposition muss man schon ein sehr gutes Organisationsnetz haben.“ Ihr Mann und eine Kinderfrau helfen ihr, „den Wechsel zwischen den Welten“, wie sie sagt, reibungslos zu schaffen: „Job und Familie sind für mich gleichermaßen wichtig. Ich ziehe aus jeder dieser beiden Welten Kraft.“ JÜRGEN P. HOFFMANN

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