Personalmanagement

Jobs für Allrounder mit Lust zum Tapetenwechsel  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 1. 6. 07, ws – Sie besitzen ein großes Know-how in ihren Fachgebieten. Sie sind flexibel einsetzbar und wenn das Projekt beendet ist, gehen sie, ohne zu murren. Das sind die Vorteile von Ingenieurdienstleistern. Einige von mehreren Gründen, weshalb sie am Arbeitsmarkt zurzeit so sehr gefragt sind.

Bei Premiumfahrzeugen ist der Spritverbrauch höher als bei Kleinwagen. Das liegt in der Natur der Sache. Leistung fordert ihren Tribut. „Um weiterhin am Markt bestehen zu können, wollen die Hersteller von Nobelfahrzeugen das Energiemanagement ihrer Autos verbessern“, weiß Martin Mühlmann.

Der 33-jährige Ingenieur der Elektrotechnik arbeitet seit vier Jahren bei Altran, einem Ingenieurdienstleister, der Unternehmen in Hightech-Fragen berät und die Konzepte umsetzt. „In dem aktuellen Projekt wollen wir erreichen, dass der Verbrauch der Motoren im Stadtverkehr um bis zu 15 % gesenkt wird“, sagt Martin Mühlmann.

Dahinter steckt ein Bündel an Maßnahmen, an dem Altran-Ingenieure arbeiten. Martin Mühlmann leitet das Teilprojekt Motorabschaltung im Fahrzeugstillstand. „Unser Kunde hat das Projekt extern vergeben, um rasch mit einer innovativen Technologie in Serie gehen zu können, ohne selbst über einen längeren Zeitraum eigenes Know-how und Expertenteams aufzubauen“, begründet Elektroingenieur Mühlmann den Auftrag.

Die aktuelle Diskussion um den Klimawandel und um die gesetzlichen Regelungen des CO2-Ausstoßes hätten dazu wohl kaum Zeit gelassen.

Hinter den Aufträgen an Ingenieurdienstleister stecken häufig strategische Gründe. Die Auftragslage in der Wirtschaft ist zurzeit sehr gut und die Unternehmen versuchen Teile der Arbeit an externe Firmen auszulagern, ohne eigenes Personal aufbauen zu müssen. Das schafft Flexibilität.

Denn sollten wieder andere Zeiten anbrechen, muss kein Personal entlassen werden. Dann genügt es, Projektaufträge einfach auslaufen zu lassen.

Mühlmann ist überzeugt von seinem Job bei Altran. „Wo sonst habe ich die Möglichkeit, in kurzer Zeit in verschiedenen Branchen unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichsten Technologien kennenzulernen, ohne dass gleich der fade Beigeschmack entsteht, dass ich häufig den Job gewechselt habe?“, stellt er sich selbst die Frage.

Und gibt sich postwendend die Antwort: „Nur bei einem Dienstleister ist es möglich, in kurzen Zeitabständen große Sprünge zwischen Technologien und Unternehmen zu machen.“ Dazu seien Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Lernbereitschaft notwendig. „Schließlich ist jedes neue Projekt wie ein kleiner Jobwechsel.“

„Gerade für junge Ingenieure ist es wichtig, Erfahrung zu sammeln, vielfältige Projektumgebungen kennenzulernen und so die eigenen Interessen und Stärken zu entdecken und zu schärfen“, meint Judith Wallner, Personalchefin der Altran GmbH.

Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1300 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurden 250 neue Consultants mit Ingenieur- oder Informatik-Studium in Deutschland eingestellt. Ingenieurdienstleistungen sind in der Wirtschaft begehrt.

Das belegt auch Ferchau Engineering. „In diesem Jahr wollen wir 200 Hochschulabsolventen und 300 Young Professionals sowie Professionals einstellen“, sagt Frank Ferchau, geschäftsführender Gesellschafter der Ferchau Engineering GmbH.

„Um kurzfristig ausreichend kompetentes Personal zu bekommen, greifen derzeit zahlreiche technische Unternehmen aller Größen immer stärker auf externe Engineering-Dienstleister zurück“, beschreibt Ferchau das Business. Dabei handele es sich aber nicht nur um kurzfristige Projekte. Die Unternehmen würden zunehmend dazu übergehen, ganze Bereiche, die nicht die Kernkompetenzen berühren, komplett auszulagern.

Die Kunden von Ferchau können auf unterschiedlichen Wegen das Know-how der Engineering-Spezialisten nutzen: im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung verstärken Ferchau-Mitarbeiter die Kundenteams vor Ort und auf Zeit während einer Projektarbeit.

Beim Werkvertrag delegieren die Kunden einen fest definierten Projektauftrag an eines der technischen Büros von Ferchau oder die Mitarbeiter erbringen ihre Leistung in den Projektbüros beim Kunden vor Ort. Beide Angebote werden zu gleichen Teilen genutzt.

Jürgen Fritz rückt einer weitverbreiteten Meinung entgegen: „Bei Airbus verdienen Zeitarbeiter gleich viel wie die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens.“ Der 26-jährige Ingenieur der Luft- und Raumfahrt kommt aus Österreich und arbeitet seit 18 Monaten bei Hays. Das Unternehmen rekrutiert weltweit Spezialisten, zur Festanstellung aber auch für Zeitarbeit. Fritz ist seit seiner Einstellung bei Hays ununterbrochen bei Airbus in Hamburg eingesetzt. Sein erster Job war im Change-Management, sein zweiter im Configuration-Management.

„Wir haben die Zahl der Ingenieure innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt“, sagt Markus Ley, Bereichsleiter bei Hays und zuständig für Zeitarbeit. Zurzeit werden 185 Ingenieure beschäftigt, die Nachfrage nach Ingenieuren des Maschinenbaus und der Elektrotechnik sei am stärksten.

Auch die euro engineering AG baut aus. Der Ingenieurdienstleister hat vor kurzem zwei neue Niederlassungen in Erfurt und Suhl eröffnet. Mit den neuen Standorten sollen in den nächsten zwei Jahren noch einmal vierzig neue Arbeitsplätze für Ingenieure entstehen.

Die Zeiten scheinen vorbei, als Zeitarbeitsunternehmen lediglich das Sprungbrett für einen Job beim Kunden waren. Jürgen Fritz von Hays: „Ich habe mich ganz bewusst für ein Zeitarbeitsunternehmen entschieden, weil es mir die Möglichkeit bietet, unterschiedliche Projekte und Aufgaben kennenzulernen ohne gleich den Arbeitgeber wechseln zu müssen.“ PETER ILG

Von Peter Ilg

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