Personalmanagement

Imagekampagne und Abenteuerspiel

Die Firmen haben ein dickes Problem: den „war of talents“.

Das zeigte sich auch kürzlich auf einem Kongress im Rahmen der Interworld. Trotz Krise vieler IT-Unternehmen mit Entlassungen gibt es auf dem Personalmarkt für IT-Fachkräfte keine Entwarnung. Daran ändert sich in Zukunft auch wenig. Denn der Nachschub hierzulande mit höheren Absolventenzahlen durch neue Studiengänge mit kürzeren Studienzeiten, durch mehr Fachkräfte wegen neuer Ausbildungsberufe oder durch die Green Card, reicht nicht aus. „Nach meinen Berechnungen fehlen Ende 2003 in Deutschland immer noch 250 000 Fach- und Führungskräfte“. So Jürgen Rohrmeyer von der New Economy: Advanced Technologies (NE:AT), einer Geschäftseinheit des Personalberaters Kienbaum, die gerade stark ausgebaut wird, um weltweit Spezialisten für Telekommunikation, IT und Neue Medien zu rekrutieren. Das Ende des „war of talents“ ist nicht abzusehen. Grund genug für viele Unternehmen, über neue Formen der Personalbeschaffung und gleichzeitig der Personalbindung nachzudenken. Recruitention heißt diese untrennbare Zweifaltigkeit auf neudeutsch.
Doch davor steht für viele Personalexperten die Positionierung von Firmen als faszinierende, attraktive Unternehmen. Originelles Verkaufen des Unternehmens ist unabdingbare Voraussetzung, um danach mit kreativer Ansprache neue Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Not macht erfinderisch: Vergangenes Jahr bekamen die Flugzeugwerke Fairchild Dornier in München den Auftrag, 48 Flugzeuge bis 2004 zu entwickeln und zu liefern. Innerhalb kürzester Zeit wurden mehrere tausend Mitarbeiter gesucht. Die Personalmarketingfirma Terra, eine Tochter von Kienbaum, entwickelte schnell eine Imagekampagne mit großformatigen Anzeigenmotiven, auf denen nicht viel mehr als Papierflieger oder Modellbausätze für Flugzeuge aus Plastik und eine Telefonnummer zu sehen waren. Der Traum und die Begeisterung vom Fliegen sollten transportiert und in Begeisterung für Fairchild Dornier umgemünzt werden. Durchaus erfolgreich war die Kampagne laut Udo Sterzenbach, Geschäftsführer der Terra. „Allein dadurch gingen mehrere 100 Bewerbungen, hauptsächlich von Ingenieuren, ein“. Flankiert wurde die Kampagne durch einen Medienmix für verschiedene Zielgruppen. Z.B. gab es für „besonders schwierige Zielgruppe der Hochschulabsolventen“ Anzeigen mit sehr wenig Text und eine Internetseite.
Womit das eRecruitment, die Online-Personalbeschaffung beginnt. Nicht jeder auf IT spezialisierte Personalberater räumt dieser Maßnahme größere Erfolgschancen ein als traditionelle Mittel wie Stellenmarkt, Direktansprache und Mitarbeiter-werben-neue-Mitarbeiter-Programme. Dennoch gibt es Unternehmen, wie z.B. Infineon, die sehr stark auf eRecruiting setzen. „Wir shiften immer mehr Budgets von Print in Richtung Online um“, meint Claus Brauner, Senior Director Human Ressources, Recruiting und Retention bei Infineon. Neben einem ganzen Bündel an Personalmarketing wie Jobfairs in ganz Europa, eigenen Job Centern, Studentenförderung mit dem Motto „Meet Infineon College Program“ und vielem mehr, nennt er als Vorbild Lucent, wenn es um online Recruiting geht. Angereichert werde es bei Lucent durch externe Dienstleister.
Dies kann z.B. jemand wie die Hamburger Cyquest Internet AG sein, die webbasierte Adventurespiele als Werkzeug zur Personalvorauswahl anbietet. Das „Erfolg-Reich-Spiel“ (Juni-Juli 2000) bzw. „Die Karrierejagd durchs Netz“ (Dez. 2000 bis März 2001) basiert auf herkömmlichen Assessment Centern. Spielerisch sollen Kandidaten verschiedene Aufgaben lösen, die eng an das jeweilige Unternehmen angelehnt sind. Wer „durchgespielt“ hat, bekam laut Diercks einiges vom Unternehmen mit. Als Ergebnis erhalten Personalchefs dann detaillierte Bewerberprofile, die sowohl Hard- als auch Softskills der Kandidaten enthalten. Wer glaubt, das sei blanker Unsinn, irrt sich. Auch Siemens und viele andere Kunden der Cyquest wie z.B. Audi oder Nokia haben solche Spiele bereits erfolgreich auf ihrer Webseite eingesetzt. NIKOLA WOHLLAIB

Von Nikola Wohllaib

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