InterimManagement

Häufig besetzen Manager auf Zeit technische Positionen  

Durch steigende Anforderungen im globalisierten Umfeld stellen Experten einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Interimsmanagern fest. Der Manager auf Zeit zeichnet sich im Idealfall durch exzellente Kenntnisse über das Gastland und eine effiziente Arbeitsweise aus. VDI nachrichten, Berlin, 22. 5. 09, Fr

Man könne nicht davon ausgehen, dass ein japanischer Kunde und ein französischer Ingenieur einander auf Anhieb verstünden, meint Jochen Schmitt*, bei der Brainforce AG angestellter Manager auf Zeit. Der Experte ist gerade als Projektleiter auf den Philippinen aktiv, und zwar für einen führenden deutschen Hersteller von Materialien für die Aufbau- und Verbindungstechnik in der Elektroindustrie.

„Es gilt, die verschiedenen Arbeitsweisen zu akzeptieren und zu einem Projekt zusammen zu führen“, betont Schmitt. Mit Managern auf Zeit besetzt werden meist technische Positionen, wie Werksleiter oder Spezialisten in der Optimierung von Produktionsabläufen oder der Logistikkette. In der Industrie ist das Aufgabenspektrum breit gefächert.

Beim Dienstleister ZMM Zeitmanager München GmbH (ZMM) machte der Anteil der Auslandprojekte im vergangenen Jahr rund 15 % des Gesamtprojektgeschäftes aus. „Ausnahmslos werden unsere Experten von deutschen Firmen geholt, die im Ausland ihre Standorte oder Tochtergesellschaften aufgebaut haben, und bei denen Optimierungsbedarf besteht – egal, ob es um Aufbau- oder Abbauaufgaben geht“, erläutert Kerstin Beyreis, bei ZMM verantwortlich für den Vertrieb und Kundenprojekte.

Der Münchner Dienstleister hat im vergangenen Jahr etwa einen Claimmanager nach Finnland vermittelt, einen mit Sanierungsaufgaben erfahrenen Vertriebsmanager nach Frankreich entsandt, sowie einen Logistikoptimierer in die Tschechei und einen Controller nach Mexiko geschickt. Die Kunden von ZMM rekrutieren sich zum großen Teil aus dem mittelständisch geprägten produzierenden Maschinen- und Anlagenbau sowie aus den Reihen der KFZ-Zulieferer. „In diesen Branchen bewegen sich auch unsere Auslandsprojekte“, so Beyreis weiter.

Häufig geht es dabei um den Aufbau eines neuen Werks oder dessen Verlagerung, auch im Zuge von neuen Joint Ventures. Als Exportweltmeister habe Deutschland einen starken Fokus im Ausland, weshalb Auslandsprojekte auch in Zukunft eher zu- als abnehmen, bestätigt auch Björn Bandemer, Prokurist bei der Management Angels GmbH in Hamburg. Das Unternehmen benötigt vor allem im Mittleren und Fernen Osten, insbesondere im arabischen und russischen Raum, hoch qualifizierte und erfahrene Interim Manager.

Neben fundierten fachlichen Kenntnissen gehören ausgeprägte Sprachkenntnisse in 90 % aller Fälle zur Grundvoraussetzung. „Meistens wird auch ein entsprechender kultureller Background gefordert“, ergänzt Kerstin Beyreis. Im Klartext: Der Interim Manager zeichnet sich im Idealfall auch durch detailreiche Kenntnisse, etwa in der japanischen Kultur und Sprache aus, selbst wenn dieser dort „nur“ in einer deutschen Niederlassung zum Einsatz kommt.

Als zusätzliche Fähigkeiten sollten Bewerber laut Björn Bandemer von den Management Angels neben Empathie, kulturellem Verständnis und Sprachkenntnissen auch konkrete Erfahrungen in einem Unternehmen vergleichbarer Größenordnung mitbringen. „Am liebsten werden natürlich Kandidaten bevorzugt, die in dem Land schon ähnliche Aufgaben wahr genommen haben, oder sogar aus ihm kommen“, bekräftigt Bandemer.

Immerhin trachten die Kunden der auf Zeitverträge spezialisierten Dienstleister danach, sich mit einem Interimmanager zusätzliche Kompetenz und Sicherheit einzukaufen, ohne sich dabei neue Probleme einzuhandeln. Dennoch gehören gerade bei internationalen Großprojekten zwischen völlig unterschiedlich geprägten Unternehmenswelten große kulturelle Unterschiede zur Tagesordnung. Gerade wenn eine „mobile Task Force mit Stallgeruch in der Branche“ von außen nur zeitlich begrenzt zum Einsatz kommt, liegt die Messlatte besonders hoch.

Der oder die auserwählte Führungskraft sollte also schnell das Vertrauen der einzelnen Partner und Mitarbeiter gewinnen, um möglichst rasch eine breite Akzeptanz zu gewinnen und anerkannt zu sein, bilanziert Interimmanager Jochen Schmitt seine bisherigen Erfahrungen in Asien: „Verträge müssen abgeschlossen, Entscheidungen getroffen, verlässliche Partner gefunden und die richtigen Mitarbeiter eingestellt werden.“ LOTHAR LOCHMAIER

* Name von der Redaktion geändert.

www.zmm.de

www.brainforce-ag.com

www.managementangels.com

Von Lothar Lochmaier

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