Management

Geschwindigkeit ist Pflicht

Die Wirtschaftsflaute zwingt Unternehmen zum Umdenken. Wer sich nicht schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann, gerät unter die Räder. Geschwindigkeit ist deshalb Pflicht. Das Real-Time Enterprise war eines der auf der CeBIT diskutierten Themen.

Schnell soll es gehen. Nicht zuletzt das Internet hat die Wirtschaft enorm beschleunigt und die Ansprüche an die Zeit massiv erhöht. Doch in vielen Unternehmen sieht es heute noch anders aus: E-Mails von Kunden bleiben unbeantwortet, die geänderten Liefertermine des Zulieferers werden nicht an die Produktion weitergegeben, der Vertriebsmitarbeiter weiß nichts über die Beschwerde des Kunden.
Die Gründe: Mangelhaft organisierte Arbeitsabläufe und nicht harmonisierte Daten behindern Mitarbeiter in der Erfüllung ihrer Aufgaben. Handeln ist laut der Gartner Group dringend geboten. Denn Zeit ist für deren Analysten neben Qualität und Preis der entscheidende Wettbewerbsfaktor geworden. Nur Unternehmen, die sich zum Real-Time Enterprise (RTE) bekennen, könnten in der serviceorientierten „Jetzt-Wirtschaft“ gedeihen, glauben die Gartner-Analysten. Beim RTE handelt es sich um eine Organisation, die die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens verbessert, indem sie durch den Einsatz von aktuellen Informationen mögliche Verzögerungen im Management und in der Ausführung kritischer Geschäftsprozesse ausmerzt, erklären Gartners Analysten. Damit treffen sie auch den Nerv von Anbietern und IT-Dienstleistern. „Mangelhaft integrierte Geschäftsprozesse und Informationsflüsse sorgen immer wieder für unnötige Liegezeiten, Verzögerungen oder Ausfälle, die zu erheblichen Mehrkosten oder Umsatzverlusten führen“, so Wolfgang Bosch, Vorstand des auf Geschäftsprozessmanagement spezialisierten Saarbrücker Unternehmens IDS Scheer. „Die Integration der Geschäftsprozesse über alle Systemgrenzen hinweg ist der einzig passende Schlüssel zum Real-Time Enterprise.“
Neben der Kostenfrage ist die Kundenzufriedenheit ein Argument für das Real-Time Enterprise: „Der Online-Konsument, der schon nach einem Tag Wartezeit ungeduldig wird, ist hier nur die Spitze des Eisbergs“, meint Stefan Höchbauer, Deutschland-Geschäftsführer des US-amerikanischen Softwareherstellers PeopleSoft. So ist es essenziell, dass die Einbindung eines Customer-Relationship-Management-Systems (CRM) in alle kundenbezogenen Prozesse erfolgt. Verlässliche Antwortzeiten, so Höchbauer, müssen durch die direkte Verfügbarkeit von Informationen „zu jeder Zeit und an jedem Ort“ extrem verkürzt werden. „Wenn die Technologie eine Anbindung mobiler Endgeräte in Echtzeit ermöglicht, wird sich der Kunde nicht mit dem Verweis auf eine Geschäftsreise seines Ansprechpartners abspeisen lassen“, ist sich Höchbauer sicher. So wird die Möglichkeit der unmittelbaren Ansprache durch Kunden zum Basiselement eines Real-Time Enterprise werden.
Wegen der vielfältigen Anforderungen ordnen Hersteller aus den Segmenten Hardware, Standardsoftware, Portal-Software, EAI, Content- und Knowledge-Management, Data Warehouse/BI-Tools und Prozessdesign ihre Produkte dem Real-Time-Ansatz zu. Für ein stimmiges Gesamtbild des RTE ist es nötig, die Informationen, Daten, Anwendungen und Systeme in Einklang zu bringen. So hat etwa PeopleSoft seine Anwendungssoftware konsequent auf einen reinen Internetansatz ausgerichtet. Die Schnittstellenproblematik wird so erheblich erleichtert.
Vergleichbares gilt, wenn an die Stelle einer ausufernden Hardware-Landschaft moderne System- und Server- Konsolidierungskonzepte durch Partitionierung treten, die, wie beispielsweise der PRM (Process Resource Manager) von Hewlett Packard, darüber hinaus eine dynamische Zuordnung von Rechenleistung für ausgewählte Prozesse erlauben. Wie die unterschiedlichen Komponenten eines RTE in der Realität entlang einer kompletten Wertschöpfungskette zusammenwirken, haben IDS Scheer und HP gemeinsam auf Basis der mySAP.com-Plattform in einem Live-Szenario realisiert.
Wer Real-Time-Information einführen will, muss mitunter gewachsene Routineverfahren zum Datenaustausch zwischen Unternehmenssparten oder mit Geschäftspartnern durch prozessorientierte Middleware ablösen. Auch braucht man eine konsistente Informationsbasis, etwa bei den Stammdaten. Gartner, IDS Scheer, PeopleSoft oder die Information Management Group (IMG) haben bereits Leitfäden formuliert, um Unternehmen eine Orientierung für die Transformation hin zum RTE zu geben. gv/mg

Von Gv/Manfred Grotelüschen

Stellenangebote im Bereich Technische Leitung

Infraserv GmbH & Co. Höchst KG-Firmenlogo
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Ingenieure (m/w/d) Fachrichtung Bau und Architektur Elektrotechnik Versorgungstechnik Frankfurt am Main
Knauf Insulation GmbH-Firmenlogo
Knauf Insulation GmbH Leiter (m/w/d) Instandhaltung Simbach am Inn
TÜV SÜD Gruppe-Firmenlogo
TÜV SÜD Gruppe Leiter (w/m/d) im Bereich Software and System Quality Automatisiertes Fahren Garching bei München
Parker Hannifin Manufacturing Germany GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Parker Hannifin Manufacturing Germany GmbH & Co. KG Ingenieur / Techniker als Teamleiter Produktion – CNC-Fertigung (m/w/d) Schloß Holte-Stukenbrock
FICHTNER GmbH & Co. KG-Firmenlogo
FICHTNER GmbH & Co. KG Elektroingenieur als Abteilungsleiter (m/w/d) des Fachbereichs Stromübertragung Stuttgart
Abwasserbetrieb TEO AöR-Firmenlogo
Abwasserbetrieb TEO AöR Technischer Leiter (m/w/d) Telgte
Stadt Bochum-Firmenlogo
Stadt Bochum Sachgebietsleitung für das Energiemanagement (w/m/d) Bochum
DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.-Firmenlogo
DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Wirtschaftsingenieur/in, Physiker/in, Ingenieur/in Energietechnik, Maschinenbau Stuttgart
Schaeffer Holding GmbH-Firmenlogo
Schaeffer Holding GmbH Geschäftsführer (m/w/d) Berlin
Schaaf Peemöller + Partner Top Executive Consultants-Firmenlogo
Schaaf Peemöller + Partner Top Executive Consultants Bereichsleiter Sondermaschinenbau (m/w/d) Entwicklung und Produktion – Umfassende Gestaltungs- und Führungsaufgabe Niedersachsen

Alle Technische Leitung Jobs

Top 5 Führung