Management

Geschulter Wille setzt enorme Kräfte frei

Man muß seinen Weg zu Ende gehen, darf nicht auf halber Strecke stehenbleiben“, ist die Devise von Hubert Schwarz. Um Managern auf dem Weg zum Erfolg die nötige körperliche und mentale Fitneß zu vermitteln, steht ihnen der Extremsportler als kompetenter Trainer mit Rat und natürlich auch mit Tat zur Seite.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wer Hubert Schwarz aufmerksam zuhört, bemerkt schnell, wie gut dieses Sprichwort zu ihm paßt. „Jeder Körper ist trainierbar – wenn der Geist es will“, behauptet der 44jährige Franke aus Spalt bei Nürnberg.
Eine Aussage, die jahrelanger Erfahrung entspringt. Ende der 80er Jahre machte Schwarz zusammen mit Detlef Kühnel aus dem sogenannten „Ironman“ in Roth das herausragende Triathlon-Ereignis in Europa. Doch die Doppelbelastung Wettkampf und Organisation wurde ihm zuviel. Er entschied sich für den Sport und gab die gesicherte Existenz als Sozialpädagoge in der Jugendpflege auf. Mittlerweile hat Hubert Schwarz auf dem Rad fast alle Kontinente dieser Erde durchquert.
Die eigenen physischen und psychischen Grenzen lernen auch Manager kennen. Selten sind sie aber in der Lage, diese zu überwinden. Seine zahlreichen Erfahrungen gibt Schwarz seit 1991 an Führungskräfte aus der Wirtschaft weiter, bei Vorträgen und Seminaren, als Trainer und persönlicher Coach. „Jede Führungskraft in einem Unternehmen hat die Möglichkeit, weiterzugehen, als er bisher gegangen ist. Vorausgesetzt, er ist mit dem Herzen dabei. Wer sich seiner inneren Stärke bewußt wird, kann fast alles erreichen. Es kommt allein auf den Willen an. Der Mensch kann Kräfte freisetzen, über die er sich häufig gar nicht im klaren ist.“
Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu entwickeln, sein Selbstwertgefühl zu steigern und dabei gleichzeitig alte Rollen- und Verhaltensmuster aufzubrechen – das alles vermittelt Schwarz Managern, die zu ihm kommen. Sie alle machen, egal, ob sie per Fahrrad auf Kreta einen Marathon absolvieren, den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo, besteigen oder in Honolulu einen Marathon laufen, eine entscheidende Erfahrung. „Man muß seinen Weg zu Ende gehen, darf nicht auf halber Strecke stehenbleiben. Wer sich aufgibt, verliert.“
Um erfolgreich zu sein, reiche natürlich ein ausgeprägter Wille allein nicht. Nicht nur der Geist, auch der Körper muß den vielfachen Belastungen Paroli bieten können. Beim Personal Coaching, das Schwarz speziell Managern anbietet, arbeitet er hin und wieder auch mit sanfter Gewalt. „Da muß ich am Anfang eines Kurses den einen oder anderen Teilnehmer frühmorgens aus dem Bett jagen, damit er mich beim Laufen begleitet“, sagt Schwarz, wobei ihm ein Lächeln über die Lippen huscht. „Doch er merkt schnell, wie gut das für Seele und Körper ist. Meist geht es dann wie von selbst.“
Aktuelle Untersuchungen belegen, daß erfolgreiche Unternehmer 25 % ihrer Freizeit damit verbringen, über sich und ihre Firma zu grübeln. „Zeit, die sie besser nutzen können, indem sie morgens einen Waldlauf machen oder einen ausgiebigen Spaziergang. Währenddessen besteht immer noch die Zeit, über alles Mögliche nachzudenken.“ Die sportliche Betätigung seiner Kursteilnehmer sieht Schwarz dennoch „nur als Mittel zum Zweck. Denn die big points werden auch im Berufsleben nicht mit Muskeln oder Müsli gemacht, sondern mit dem Kopf.“
Ein exakt vorgefertigtes, bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Konzept für seine Schulungen und Seminare hat er nicht. „Sicher gibt es ein grobes Raster. Viel wichtiger ist jedoch, daß ich das Programm auf die jeweilige Gruppe, den einzelnen Menschen abstimme. Wenn ich mit Managern zum Klettern gehe, muß ich erst einmal herausfinden, was ich dem einzelnen zumuten kann. Nur so ist es möglich, ihm den richtigen Denkanstoß zu geben.“
Daß Schwarz mit seinem Ansatz, dem Menschen seine innere Stärke über körperliche Betätigung bewußt zu machen, richtig liegt, zeigen eine Reihe Beispiele. Joey Kelly etwa, Mitglied der berühmten Kelly-Family, kam über ihn zum Triathlon und profitierte privat wie beruflich. „Immer wieder erzählen mir Leute, wie sehr er sich verändert hat“, sagt Schwarz. „Er ist viel ruhiger und ausgeglichener als früher, setzt sich musikalisch höhere Maßstäbe und hat sich mit seinen erst 25 Jahren zum Kopf der Familie entwickelt, obwohl zwei seiner Geschwister älter sind als er.“
Als Referent und Trainer genießt Schwarz den Vorteil, daß „ich von mir und meinen Erlebnissen erzählen kann“. Fast alles, wovon der 45jährige berichtet, hat er am eigenen Körper erfahren. Daß er die freie Rede bevorzugt – Versprecher nicht ausgeschlossen -, sieht er nicht als Nachteil: „Würde ich es anders machen, wäre es nicht mehr der wahre Hubert Schwarz, der da vorne steht.“ Authentizität ist wichtiger als perfekte Präsentation.
In diesem Monat eröffnet Hubert Schwarz im Ungerthal, in der Nähe von Roth, sein eigenes Seminarhaus – das „Hubert Schwarz Zentrum“ (Tel. 09122/93070). Um den Bau, die Organisation und die Logistik hat sich seine Frau Renate gekümmert, die ihn bei seinen Extremtouren begleitet. Ab September finden dort die ersten Schulungen statt. Eine neue Herausforderung, „denn ich bin ja kein Hotelfachmann.“
Mit dem eigenen Seminarzentrum kann Schwarz seinen Kursteilnehmern alles aus einer Hand anbieten – von der Unterkunft über die Verpflegung bis zum ausgeklügelten Fitneßprogramm gleich vor der Haustür.
Das nächste Großprojekt hat Hubert Schwarz schon in Planung. Am 1. April 2000 macht er sich mit dem Fahrrad auf zu einer viermonatigen Tour auf den alten Handelsstraßen rund um die Welt. Start und Ziel ist Hannover, die Stadt der Expo. Respekt bringt er dem Vorhaben entgegen, mehr nicht. „Angst lähmt, verhindert, daß man im Kopf wach bleibt. Aber genau darauf kommt es bei so einer Tour an. Immer hellwach zu sein, schlaucht viel mehr als die körperliche Belastung.“ N. GSTATTENBAUER
Allein mit sich und der glühenden Hitze. Häufig hat Hubert Schwarz daran gedacht, aus dem Sattel zu steigen. Letztlich siegte aber immer wieder sein Wille.

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