Personalmanagement

Frühe Jagd nach wertvoller Beute  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 2. 11. 07, ws – Gutes Personal zu rekrutieren ist aufwändig, teuer und kommt für mittelständische Unternehmen in Zeiten des Fachkräfteengpasses häufig zu spät. Zwei Gründe, warum Unternehmen immer früher an die Hochschulen gehen, um bindende Kontakte zu knüpfen.

Unternehmen suchen vor allem Maschinenbauer und Elektrotechniker“, weiß Anne Rouette, Personalberaterin bei Recruitingdienstleister access. Besonders gefragt seien junge Ingenieure, „die nicht nur fachlich qualifiziert sind, sondern auch Softskills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit oder den Umgang mit modernen Präsentationstechniken vorweisen können“. Wer zudem während des Studiums einige Zeit im Ausland gewesen sei, hätte gute Chancen auf eine attraktive Führungsposition, ergänzt Rouette.

Das wissen die meisten Arbeitgeber, sie suchen nur häufig zu spät.

Noch Mitte der 90er Jahre war es kein Problem, Ingenieure direkt von den Hochschulen zu rekrutieren. Heute ist die Kluft zwischen angebotenen Stellen und verfügbaren Absolventen tief und stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. „Oft stehen sie hilflos vor dem Moloch Hochschule, wenn sie versuchen, junge Talente zu rekrutieren“, sagt Anja Robert, Leiterin des Career Centers der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH).

Vor allem kleine Unternehmen hätten oft Schwierigkeiten. Sie würden zum Teil sehr anspruchsvolle Projekte oder Positionen offerieren, doch die Angebote würden von den meisten Studenten nicht registriert. Die Firmen hätten nicht das Geld für teures Hochschulmarketing. Gerade vor diesem Hintergrund sei eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen sehr wichtig.

Je früher ein Unternehmen sich engagiere und bereit sei, Sonderwege einzuschlagen, um so schneller käme es an die besten Experten und Führungskräfte, rät Valerie Lorenz vom Karrierepool der RWTH, der zwischen den Doktoranden der beiden Maschinenbauinstitute und der Industrie vermittelt.

Vor zehn Jahren war das noch anders. Da gab es mehr Ingenieur-Absolventen als zu besetzende Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Heute lassen sich vor allem große Unternehmen einiges einfallen, um vor allem die Einserkandidaten für sich zu gewinnen.

Sie schließen Kooperationsverträge mit den Bildungseinrichtungen, tauschen wissenschaftliche Ergebnisse aus, bieten außeruniversitäre Seminare und Praktika an, optimieren die Lehre, fördern die internationale Zusammenarbeit und binden so die Studenten an das Unternehmen. All das sind „strategische Rekrutierungsinstrumente, die wichtig sind und gut funktionieren“, sagt Sascha Giel vom Zentralbereich Human Resources bei ThyssenKrupp.

Seit Jahren arbeitet der Konzern mit der RWTH zusammen und bietet unter anderem Maschinenbauern, Wirtschaftsingenieuren und Verfahrens- und Elektrotechnikern Stipendien an. 250 € erhalten die Studenten im Monat als zinsloses Darlehn. Wer später bei ThyssenKrupp einsteigt, braucht das Geld nicht zurückzuzahlen. Eine Chance, die viele junge Leute nutzen. Helena Schmidt beispielsweise. Sie ist Maschinenbaustudentin an der RWTH und erhält die ThyssenKrupp Förderung.

Helena Schmidt führt mehrere Argumente für eine Kooperation an: die finanzielle Hilfe, die interessanten Seminare, die praktische Tätigkeit bei ThyssenKrupp und den Mentor, der ihr während ihres Studiums zur Seite steht. Das Engagement eines Unternehmens, von dem alle Parteien profitieren: ThyssenKrupp, Helena Schmidt und nicht zuletzt die Hochschulen.

Eberhard Abele von der TU Darmstadt: „Bei uns gehen die besten Studenten nach dem Abschluss oft zu den Firmen, zu denen sie bereits während ihres Studiums Kontakt hatten“, sagt der Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen.

Er rät nicht nur den großen Unternehmen, sich schon früh um ihren Nachwuchs zu kümmern. Denn nur so könnten sie Studenten rechtzeitig an sich binden und die Chancen für eine spätere berufliche Zusammenarbeit steigern. SVEN KULKA

Von Sven Kulka

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