Management

Frauen auf dem Weg in die Führungsetagen

Starthilfen für den weiblichen Führungsnachwuchs hat sich das EU-Projekt „Preparing Women to lead“ auf die Fahne geschrieben. Zielgruppe sind Hochschulabsolventinnen aller Studienrichtungen – vor allem auch Ingenieurinnen, Technikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen.

Wir wollen Frauen Mut machen, Führungsverantwortung zu übernehmen.“ Nach diesem Motto wurde von der „Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft“ in Berlin das Programm „Preparing women to lead“ entwickelt. Finanziell unterstützt wird das internationale Projekt von der Europäischen Kommission und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Kooperationspartner sind das Bundesministerium für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz in Österreich, der Steunpunt Women s Studies der Limburgs Universitair Centrum/Belgien und das Department for political Sciences der katholischen Universität Nijmwegen/Niederlande. Das Konzept ist auch denkbar einfach: Persönlicher und unmittelbarer Kontakt mit den Führungsetagen und gezieltes Training. Ein Sprungbrett für hochqualifizierte Hochschulabsolventinnen Zwei Wochen dauern die Vorbereitungsseminare in Berlin. Dort werden die 25 bis 35jährigen Nachwuchskräfte intensiv in Präsentations-, Moderations- und Verhandlungstechniken geschult. Danach hospitieren die bundesdeutschen Teilnehmerinnen drei Monate lang bei Spitzenmanagerinnen wie Magrit Bauer von der Bosch GmbH, Direktorin Querschnittsbereich Informationsverarbeitung, bei Dr. Inge Bauer-Spindler, Geschäftsführerin der TÜV-Akademie, bei Juliane Kutter, stellvertretende Direktorin der Allianz-Versicherung in Hamburg, oder bei Gerda Holunder, Programmdirektorin des Deutschlandradios in Berlin. Parallel finden Trainingskurse und Schulungseminare statt. Eine Vielzahl von Mentorinnen aus Technik, Politik, Wirtschaft und Verwaltung konnte gewonnen werden. Nur spärlich laufen allerdings Bewerbungen von Ingenieurinnen und Technikerinnen ein. Gesucht werden vor allem Hochschulabsolventinnen, die sich zutrauen, Spitzenpositionen zu besetzen. Voraussetzung für die Teilnahme sind gute Englischkenntnisse, politisches oder soziales Engagement und Sensibilität für geschlechterbezogene gesellschaftliche Probleme. Das Programm versteht sich nicht als Jobvermittlung, betonen Barbara Schaeffer-Hegel und Helga Lukoschat von der Technischen Universität Berlin, beide Urheberinnen des Projektes. Die Veranstaltungen, die von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft in Berlin erstmalig im Sommer diesen Jahres durchgeführt wurden, sollen auch in dieser zweiten Runde Sprungbrett für besonders qualifizierte Hochschulabsolventinnen sein: „Die jungen Frauen sollen sich, trotz der angespannten Arbeitsmarktlage, hohe Ziele stecken – so, wie es ihrer Qualifikation entspricht“, betont Barbara Schaeffer-Hegel, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Mit Hilfe der Mentorinnen wird ein Netzwerk aufgebaut, das weiblichem Nachwuchs den Einstieg in qualifizierte Positionen erleichtert. Ziel: Eine Art weiblicher Seilschaft. Die jungen Frauen sind selbstbewußter geworden, resümierte Barbara Schaeffer-Hegel nach dem ersten Durchlauf, und haben eine klarere Vorstellung von ihrer weiteren beruflichen Karriere. Wie beispielsweise Sibylle Müller-Garnn, Sinologin aus Berlin, die nach ihrem Uniabschluß nur kleinere Jobs hatte. Bei ihrer Mentorin Barbara Assmann vom Vorstand des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg wurde sie gleich in die Arbeit einbezogen: Ansätze für ein künftiges Qualitätsmanagement in der kirchlichen Sozialarbeit waren von ihr gefragt. Organisationsentwicklung, das weiß Sibylle Müller-Garnn heute, ist ihr Bereich, in dem sie sich fortbilden und spezialisieren möchte. Normalerweise sind solche Programme nicht kostenlos. Die Teilnehmerinnen von „Preparing Women to lead“ müssen aber lediglich für ihren Unterhalt aufkommen. „Eine gute Investition in meine Zukunft“, findet Sibylle Müller-Garnn. Zur Jahrtausendwende soll das Projekt evaluiert werden. Dann wird sich zeigen, ob mit Hilfe dieser „Frauenseilschaft“ in stärkerem Maß als bisher mehr hochqualifizierte Frauen den Sprung in die Führungsetagen geschafft haben. Obwohl das erste Programm auf allgemeine Begeisterung stieß, hinterließ der Start einen Wermutstropfen. „Es wäre schön, könnten sich diesmal mehr Technikerinnen zur Teilnahme durchringen“, hofft Helga Lukoschat. Am 13. November ist Bewerbungsschluß. Interessentinnen können die Unterlagen bei Prof. Dr. Barbara Schaeffer-Hegel an der TU Berlin anfordern, das Stichwort lautet „Preparing Women to lead“, CR 8, Jebenstr. 1/Herzallee, 10623 Berlin (Fax:030/31473398, Email: eat@tu-berlin.de). NIKOLA WOHLLAIB

Von Nikola Wohllaib

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