Management

Fahrplan beschleunigt Hightech-Produkte  

VDI nachrichten, Hannover, 2. 5. 08, wop – Roadmaps sind wichtig zum Erreichen von Zielen für die Wirtschaft und die Politik. Utz Claassen, Vorsitzender der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“ erläuterte dies anlässlich eines Symposiums zum Thema auf der Hannover Messe. Roadmaps seien eine „schrittweise umzusetzende Strategie, ein Maßnahmenpaket, mit dem man sich entfalten und strategisch entwickeln kann“.

Technologie-Roadmaps und Wissenstransfer“ hieß das Symposium, das der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die 2006 gegründete BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“ sowie das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) am 22. April auf der Hannover Messe veranstalteten. Konkrete Beispiele aus beiden Ländern sollten erfolgreiche Umsetzungen von Innovationen durch Roadmaps vordeutlichen.

Eine Technologie-Roadmap ist laut Utz Claassen, Vorsitzender der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“, nichts anderes, als eine Anleitung, „wie ich mich auf einer Technologie-Landkarte bewegen muss, um schnell, intelligent und erfolgreich zum Ziel zu kommen“. Dazu seien zunächst durch die Akteure aus Politik, Wissenschaft und Forschung sowie von den teilnehmende Unternehmen und dem BDI Potenzialanalyse zu erarbeiten. Denn es habe sich gezeigt, so Claassen, dass „die Vernetzung innovativer Anstrengungen und die Entwicklung hin zur Wissensgesellschaft nicht dem Zufall überlassen werden darf“.

Neu ist laut Claassen bei der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“ die Tatsache, dass „erstmalig unternehmensübergreifende konkrete Projekte eingerichtet worden sind, bei denen sich die Unternehmen anderen gegenüber öffnen und Hemmschwellen überwinden müssen – also Querschnitt-Arbeitsgruppen zu ganz neuen Themenstellungen“. Damit habe man in Deutschland Wissensmanagement auch zum ersten Mal als betriebs- und volkswirtschaftliche Aufgabe begriffen. Mittlerweile wären über 100 Firmen einbezogen worden.

Am erfolgreichsten arbeiten, wie Claassen einschätzte, jene „Arbeitsgruppen, die Themen behandeln, die so komplex sind, dass einzelne alleine das nicht mehr schaffen können“. Als Beispiele nannte er u.a. die innovativen Forschungsfelder Zentralnervensystem, Neue Werkstoffe und Informationstechnologien für die Energiemärkte der Zukunft. Dafür habe die Bundesregierung im Rahmen ihrer „Hightech-Strategie“ die Forschungsunion als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft eingerichtet.

In Japan agieren Regierung und Wirtschaft bei Innovationen traditionell sehr eng zusammen, erklärte Kenichi Fukuda, Direktor Forschung und Entwicklung am staatlichen Bureau of Industrial Science and Technology Policy and Environment. Dass geschehe oft wohl intensiver als es momentan noch in Deutschland der Fall sei. So sitze in Japan der Unternehmerverband Keidanren bei der Formulierung der Langfristziele der Forschungsförderung und der Mittelbereitstellung stets mit am Tisch des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI).

Sehr frühzeitig, so Fukuda, entwickelte sich in Japan zudem eine hohe Informationskultur. Dieses Informationsmanagement habe dem Grundgedanken von „Roadmaps“ schon entsprochen, bevor in anderen Ländern überhaupt darüber gesprochen wurde. Ziel dieses abgestimmten Planens und Wirkens sei es, die Organisation des Wissenstransfers weiter zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit Japans zu optimieren. Derzeit, so Fukuda, sind in Japan 472 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in diesen Prozess einbezogen, der sich in 29 thematische Bereiche gliedere. Das Ziel ist, Hightech-Forschung in konkrete Produkte umzusetzen und hierfür die Marktlage richtig zu ermessen.

Ein maßgeblicher Unterschied zwischen Japan und Deutschland verdeutlichte die Diskussion in den Workshops und der Podiumsdiskussion: In japanischen Unternehmen ordnet sich der Einzelne stärker den Zielen der Firma unter und diese wiederum dem nationalen Interesse. Um zu verhindern, dass dadurch Kreativität auf der Strecke bleibt, werden Koordinationsprozesse oft effizienter und zügiger gesteuert, so Fukuda. Töchter ausländischer Firmen in Japan würden allerdings nicht einbezogen. Eine Barriere sieht Fukuda darin, dass in diese Roadmap-Prozesse maßgeblich nationale Steuergelder einfließen. H. LACHMANN/WOP

Von H. Lachmann/Wolfgang Pester

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