Management

Ein Manager gibt richtig Gas

VDI nachrichten, Düsseldorf, 30. 4. 04 –
Kleine, aber wichtige Bauteile für Pkw-Fahrwerke bereiten Wolfram Mörsdorf Probleme: Schraubenfedern. Der frisch gebackene Chef des Automobilzulieferers ThyssenKrupp Automotive bemüht sich, immer größere Baugruppen für den Automobilbau zu fertigen, zu montieren und komplett an die Bänder zu liefern. Und jetzt hat ihm das Bundeskartellamt zur Auflage gemacht, die eigenen Federnwerke zu verkaufen – aus Wettbewerbsgründen.
Mörsdorf weiß, dass ein Autozulieferer eine kritische Größe erreichen muss, um mit den Boschs und Delphis dieser Welt mithalten zu können. Der 55-Jährige weiß auch, dass ThyssenKrupp Automotive Nachholbedarf hat: Das Unternehmen ist relativ jung im alten Montankonzern ThyssenKrupp. Vieles wurde da über die Fusionen Krupp-Hoesch und dann ThyssenKrupp zusammengefügt, dass passend gemacht werden muss.
Und Mörsdorf weiß um die ehrgeizigen Wachstums- und Ertragsziele, die er erreichen soll: Der Automotive-Umsatz von 6,3 Mrd. € (2002/03) soll binnen 4 Jahren auf bis zu 10 Mrd. € steigen – hier lautet das Stichwort erneut: „Kritische Größe“. Und schließlich soll die Produktivität um jährlich 5 % steigen, die Gesamtkapitalrendite bald 12 % erreichen.
Macher Mörsdorf will das anpacken: Den Bereich „Chassis“ leitete er bereits bei den Bochumern. In den USA führte er bis Mitte April die Automotive-Tochter Budd Company in Troy/Michigan – als Chairman, President und Chief Executive Officer. Dort machte er das im Kleinen, was die „Mutter“ im großen Maßstab durchführt.
Jetzt also steigt der promovierte Ingenieur, der auch schon einmal für den Chefposten beim Stahlkonzern Saarstahl im Gespräch war, in die großen Fußstapfen von Jürgen Harnisch, dem bisherigen Automotive-Chef. 130 Produktionsstätten in 17 Ländern gilt es zu koordinieren und umzuschichten. Von DaimlerChrysler wurden die Lenksysteme gekauft, von Opel das Presswerk in Kaiserslautern verschmäht. So ist das Geschäft. Und da sind dann auch noch die Federnwerke, die Mörsdorf laut Kartellamt abgeben muss.
Die Techniker geben ab sofort in Bochum kräftig Gas – bei Automotive, aber auch auf der Autobahn. Er freut sich, dass es dort – anders als in den USA – kein Tempolimit gibt. Leider gibt es auch weniger Parkraum für seinen Dodge Viper, den sich der gebürtige Saarländer und zweifache Familienvater aus den Staaten mitgebracht hat. MARTIN ROTHENBERG

Von Martin Rothenberg

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