Personalmanagement

Disability Manager – Mittler zwischen den Sozialpartnern

den Disability Manager. Dieser kümmert sich um die berufliche Reintegration von Menschen mit Behinderungen.

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich auf ein neues Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen geeinigt. Das Gesetz tritt rückwirkend zum 1. Januar 2004 in Kraft. Ein Schwerpunkt sind die Maßnahmen zur Beseitigung von Einstellungshemmnissen und zur Sicherung von Beschäftigung. „Vielen Betrieben sind die Förderinstrumente nicht hinreichend bekannt und viele Betriebe wissen nicht, welcher Träger für welche Leistung zuständig ist“, nennt der Staatssekretär im Bundessozialministerium Franz Thönnes als Gründe für die Gesetzesnovelle. Deshalb werden künftig die Aufgaben der Integrationsfachdienste ausgebaut. „Die Fachdienste sollen den Arbeitgebern zur Verfügung stehen, ihnen helfen, sie beraten und informieren.“
Primäres Ziel des neuen Gesetzes ist es, behinderte Menschen zu einer Arbeit zu verhelfen. Andererseits schafft das Gesetz Arbeitsplätze in den Betrieben. „Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr 50, im nächsten Jahr 200 und in zehn Jahren etwa 2000 so genannte ,Disability Manager“ gebraucht werden“, meint Friedrich Mehrhoff. Denn mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes werden Arbeitgeber verpflichtet, spätestens nach sechs Wochen für kranke Mitarbeiter eine betriebliche Eingliederung zu organisieren. Mehrhoff leitet im Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) den Stabsbereich Rehabilitationsstrategien und -grundsätze.
Disability Management ist in Deutschland weitgehend unbekannt. „Im Wesentlichen geht es darum, Menschen mit Behinderungen gesund und arbeitsfähig zu halten, damit der Arbeitsplatz nicht verloren geht“, klärt Mehrhoff auf. Im Juni letzten Jahres ist der erste Disability Manager in Deutschland bei Ford in Köln zertifiziert worden. Dieser und drei weitere legten ihre Prüfung in Kanada ab.
So sind die Nordamerikaner auch Vorreiter in Sachen Disability Management. „An unseren Akademien in Hennef an der Sieg und in Dresden, an denen wir Sozialversicherungsfachangestellte für die Unfallversicherung ausbilden, werden wir ein Weiterbildungsprogramm zum Disability Manager auflegen, das speziell auf die betriebsnahe Wiedereingliederung ausgerichtet ist“, verrät Friedrich Mehrhoff. Im November diesen Jahres beginnen die ersten Kurse.
Dabei ist der Kreis der Teilnehmer an den Ausbildungsprogrammen nicht beschränkt auf Mitarbeiter der Berufsgenossenschaften. „Wir öffnen den Kreis für all diejenigen, die sich mit der Wiedereingliederung von Behinderten ins Berufsleben beschäftigen“, so Mehrhoff. Dazu zählen Mitarbeiter von Integrationsämtern, Integrationsfachdiensten sowie von privaten und öffentlichen Versicherern. Zudem seien viele private Anbieter von Leistungen zur sozialen Sicherung wie die Job-Center der Bundesagentur für Arbeit daran interessiert, sich in diesem Themengebiet weiter zu qualifizieren.
Vor allem geht es in der Ausbildung zum Disability Manager um die Vermittlung sozialpartnerorientierten Denkens und Handelns. „Für ein Eingliederungsmanagement zu sorgen, heißt, sozial und wirtschaftlich zu denken, den Arbeitgeber zu überzeugen, dass es sich lohnt, einen Menschen an den Arbeitsplatz zurückzubekommen, weil die Arbeitsunfähigkeit gesenkt, die Einsatzfähigkeit gestützt und damit die soziale Kommunikation im Betrieb gewährleistet wird“, erläutert Mehrhoff. Ganz wichtig sei auch ein ausgeprägtes psychologisches und pädagogisches Einfühlungsvermögen des angehenden Disability Managers, das darauf ausgerichtet ist, den Betroffenen selbst zu motivieren, wieder an den Arbeitsplatz zurückzukommen.PETER ILG

Von Ilg

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