Management

Deutschlands Top-Manager: die neuen Gesundheitsapostel

Manager erleiden häufiger einen Herzinfarkt, so die landläufige Meinung. Das liege am ungesunden Lebenswandel, den ihnen die gehobene Stellung in der Firma aufzwingt. Doch ganz so ist es nicht, denn Deutschlands Führungskräfte achten sehr auf ihre Gesundheit und haben sogar Vorbildcharakter für die Kollegen.

Auf Herz und Nieren geprüft! So fühlt sich wohl manch ein Top-Manager, der im Auftrag seines Chefs am großen Gesundheits-Check-up „Prevent“ teilgenommen hat. „Noch werden hauptsächlich Männer zu uns geschickt“, berichtet Dr. Wolfram Pfeiffer vom Institut für Arbeits- und Sozialhygiene (IAS), „nur etwa ein Zehntel unserer Probanden sind Frauen.“ Das IAS ist derzeit Marktführer für präventiv-medizinische Beratung in Deutschland und unterhält Untersuchungszentren in Baden-Baden, Berlin, Düsseldorf, Karlsruhe und demnächst auch in München.

„Rund 40 % aller im DAX-30 notierten Unternehmen gehören inzwischen zu unseren Kunden“, freut sich Pfeiffer. Beinahe die gesamte Führungsriege von SAP, Siemens, der Allianz oder der Hugo Boss AG gibt sich hier alle zwei Jahre ein Stelldichein. Und die wird dann natürlich auch – wie sich“s gehört – ganz exklusiv behandelt. Nicht mehr als zwei Probanden pro Tag absolvieren den individuellen Marathon durch die Labore. „Manager wollen schließlich auch einen solchen Check-up optimal organisiert haben“, hat Pfeiffer die Wünsche seiner Kunden erkannt.

Modernste Praxisausstattung macht es möglich, dass trotz umfassender Diagnostik noch genügend Zeit für intensive Beratung bleibt. Gemeinsam entwickeln Arzt und Patient dann eine Strategie für die Zukunft. „Es geht uns nicht um Askese, sondern um Aufklärung“, sagt der Internist, der im Rahmen seiner Untersuchungen übrigens schon so manchen Krebsfall frühzeitig hat entdecken können.

Natürlich wollen viele Manager auch wissen, wie „gesund“ sie sind – und zwar im Vergleich zu anderen Probanden. Deshalb pflegen die Mitarbeiter von Prevent die bislang größte Datenbank über das Gesundheitsverhalten von Führungskräften in Deutschland. Und die dort gespeicherten Daten versprechen überwiegend Gutes.

Im Vergleich zur deutschen Allgemeinbevölkerung finden die Prevent-Internisten bei den Managern in vielen Bereichen nämlich meist ein günstigeres „organisches“ Risikoprofil. Für die Führungskräfte sollte dies aber dennoch kein Grund sein, sich in Sicherheit zu wiegen.

„Die meisten von ihnen ernähren sich gut und rauchen auch wenig. Aber beim Sport hapert“s noch gewaltig“, resümiert Pfeiffer. Gerade die ungünstige Kombination Fitnessmangel und erhöhte Cholesterinwerte ist für viele Vorstände und Vorstandsmitglieder sehr riskant. Dabei könnten sie das brachliegende Potenzial relativ leicht zur Gesundheitssteigerung nutzen.

„Spazierengehen, walken oder wandern sind doch ganz angenehme Möglichkeiten, den Kreislauf auf Trab zu bringen“, ermuntert Pfeiffer. Es muss ja nicht immer gleich schweißtreibendes Jogging sein – obwohl der zeitliche Aufwand für ein Ründchen durch den Wald mit etwa einer halben Stunde pro Tag selbst bei einem Top-Manager nicht allzu schwer ins Gewicht fallen sollte. Und vielleicht befindet sich ja der ein oder andere Abteilungsleiter in der beneidenswerten Lage, mal zwischen zwei Geschäftsterminen für ein sportliches Date auf dem Tennisplatz auszuscheren. Das ist der Gesundheit förderlich und macht den Kopf frei für den nächsten Sitzungsmarathon.

Erfreulicherweise hat sich das Ernährungsverhalten von Deutschlands Top-Verdienern im Laufe der letzten Jahre stark gewandelt. Gehörte es früher noch durchaus zum guten Ton, einen edlen Wein zum schweren Geschäftsessen zu trinken, so bestellen sich die „Kopfarbeiter“ heute doch lieber nur ein Mineralwasser zum bunten Salatteller. Und in puncto Rauchen nehmen die Führungskräfte sogar eine echte Vorbildfunktion ein. Der Anteil der Raucher liegt deutlich niedriger als in der übrigen Bevölkerung.

Alle gesund und zufrieden? Nicht ganz! Denn die Probanden in der Altersklasse zwischen 46 und 50 Jahren schnitten in der Querschnittsstudie nicht so günstig ab. Ihr Risikoprofil ist deutlich schlechter als das der anderen Gruppen. Offensichtlich wird hier beruflich noch einmal richtig Gas gegeben – auf Kosten der Gesundheit.

Kosten eines solchen Wellness-Tages in einer Prevent-Klinik: ca. 2000 DM. Den meisten Firmen ist es das wert, ihre Spitzenkräfte einmal gründlich durchchecken zu lassen. „Sie schicken ihre Mitarbeiter alle zwei Jahre zum Test – wie beim Auto-TÜV“, schmunzelt Pfeiffer. BETTINA RECKTER

www.prevent.de

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