Management

Belastungsprobe bei VW  

Zu beneiden ist Bernd Osterloh, der neue Betriebsratsvorsitzende bei VW, nicht. Er tritt sein Amt nach dem Rücktritt seines Vorgängers Klaus Volkert in einem denkbar ungünstigen Moment an. Volkert wird vorgeworfen, in eine Schmiergeldaffäre verwickelt zu sein.

Mittlerweile ist auch der Betriebsrat selbst in die Kritik geraten. Nach einer unbestätigten Zeitungsmeldung sollen sich die Arbeitnehmervertreter die Unterstützung des Vorstandes durch Vergünstigungen erworben haben. „Ich übernehme das Amt in einer Zeit, die vermutlich die härteste Belastungsprobe für Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit bei VW bedeutet“, erklärte er nach seiner Wahl am Dienstag.

Osterloh muss das Vertrauen der Belegschaft zurückgewinnen. Über die Fähigkeiten dazu soll er durchaus verfügen, so ein Insider. Er war als Betriebsrat zuständig für die Auto 5000 GmbH, einer neuen Fabrik, in der überwiegend Mitarbeiter beschäftigt sind, die zuvor arbeitslos waren und die vielfach noch nie in der Industrie gearbeitet hatten. Dort musste sich die Kooperation zwischen Beschäftigten, Betriebsrat und Geschäftsleitung erst einspielen. Das, so Kenner des Werks, soll auch ein Erfolg von Osterloh sein.

Osterloh, Jahrgang 1956, hat zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert, bevor er 1977 in Wolfsburg als Produktionsarbeiter eingestellt wurde. Anfang der 80er Jahre begann seine Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit. Seit dem vergangenen Jahr ist er Mitglied im Europäischen und im Welt-Konzernbetriebsrat von Volkswagen. Er gilt als Betriebsrat mit ausgesprochenem Gestaltungswillen, mit großem Interesse auch an technischen und organisatorischen Fragen.

In der internationalen Arbeit dürfte einer der Schwerpunkte seiner Arbeit liegen. VW verfügt über mehr als 40 Produktionsstätten weltweit, und nicht immer sind die Kapazitäten ausgelastet.

Die größten Probleme, die in den nächsten Jahren auf Osterloh zukommen, liegen in der Tarif- und Arbeitspolitik. Die Arbeitskosten bei VW liegen deutlich über denen der Konkurrenz. Für den neuen Chef der Markengruppe Volkswagen, Wolfgang Bernhard, steht Europas größter Autohersteller „am Scheideweg“. Außerdem muss VW Ideen entwickeln, um mit den Problemen fertig zu werden, die sich aus der demografisch bedingten Alterung der Belegschaft ergeben.

Und auch der Druck aus der Politik wächst. Schon stellen Politiker das VW-Gesetz, das den Konzern vor feindlicher Übernahme schützt, in Frage, wie auch die Mitbestimmung überhaupt. Darin sieht Osterloh den Versuch, „die Arbeitnehmervertretung bei Volkswagen zu schwächen“. has

Von Hartmut Steiger

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