Gesundheit

Wenn das Leben im Trüben versinkt

Es kann jeden treffen. Oft wird die Krankheit nicht erkannt, doch sie ist gut behandelbar.

Angst, Niedergeschlagenheit, Antriebsstörungen, Schuldgefühle, ständiges Grübeln: Wer an Depressionen leidet, hat keine Freude am Leben. Geschätzte 4 Mio. Menschen sind in Deutschland zurzeit an Depressionen erkrankt, glauben Experten. Größer ist die Zahl derjenigen, die irgendwann im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. Und es werden immer mehr: Die Untersuchungen der Krankenkassen zeigen eine erhebliche Zunahme von psychischen Erkrankungen. „Grund hierfür sind unter anderem Angst um den Job und die ständig steigenden Belastungen am Arbeitsplatz“, heißt es etwa im Gesundheitsreport der Techniker-Krankenkasse (TK).
Auch die DAK stellt in ihrem Gesundheitsreport fest, dass Depressionen zunehmen. Und sorgt sich aus gutem Grund. Denn abgesehen davon, dass Depressionen für die Betroffenen geradezu unerträglich sind, was in schweren Fällen zu Selbstmord führen kann, verursacht die Krankheit auch erhebliche Kosten. „Depressionen sind die Ursache für etwa drei Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage bei psychischen Erkrankungen“, stellt die DAK fest. Auch Neurosen wie Angsterkrankungen, Zwangsstörungen sowie psychosomatische Erkrankungen spielen eine große Rolle. Die meisten Krankschreibungen entfallen aber laut DAK auf die Belastungsreaktion. Besonders betroffen sind hier Frauen. Bei 100 Frauen kam es nach Ergebnissen des Gesundheitsreports zu 21,3 Fehltagen aufgrund einer Belastungsreaktion. Männer blieben deshalb 11,7 Tage der Arbeit fern.
„Diese Daten machen deutlich, dass dringend Handlungsbedarf besteht“, sagt der stellvertretende DAK-Vorstand Herbert Rebscher. Vor allem eine interdisziplinäre medizinische Versorgung sei gefordert.
„Depressionen sind eine Art Volkskrankheit. Von 100 Personen zwischen 18 und 64 Jahren leiden einmal im Jahr 12 % an einer Depression. Das heißt, jeder achte Patient zwischen 18 und 64 Jahren hat im Jahr einmal eine Depression“, weiß Diplom-Psychololge Frank Meiners. „Vielfach kommen die Patienten mit anderen Symptomen in die hausärztliche Praxis. Sie berichten dort von Schlafstörungen zum Beispiel. Und dann wird nicht erkannt, dass dahinter häufig Depressionen stecken“, macht der DAK-Psychologe klar.
Die Diagnose „Depression“ ist nicht leicht zu stellen und psychische Erkrankungen werden auch heute noch tabuisiert. Experten gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus.
Depressionen en meist in Form von Krankheitsphasen (Episoden), die Wochen bis Monate, manchmal auch Jahre anhalten können. Vor allem wenn die Krankheit nicht behandelt wird, können diese Phasen erneut auftreten und in manchen Fällen auch einen chronischen Verlauf nehmen.
Verzweiflung, Resignation, Angst – depressive Menschen sind nicht einfach nur traurig. Sie empfinden eine innere Leere und haben oft das „Gefühl der Gefühllosigkeit“. Emotionen sind selten weder Freude noch Trauer werden wahrgenommen.
Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sind Empfindungen, die alle Menschen im Laufe ihres Lebens erleben. Oft sind Verluste, private oder berufliche Enttäuschungen oder Misserfolge so belastend, dass sie alle Bereiche des Lebens negativ beeinflussen. Doch diese Gefühle gehen in der Regel vorbei, machen neuen Empfindungen Platz und die Stimmung hellt sich wieder auf. Aus medizinischer Sicht handelt es sich dabei nicht um eine Depression, sondern um eine „normale“ Reaktion der Psyche auf bestimmte Lebensphasen.
Als Depression im medizinischen Sinne wird eine behandlungsbedürftige psychiatrische Erkrankung bezeichnet, die hauptsächlich durch gedrückte Stimmung, den Verlust von Interesse und Freude und einer erhöhten Ermüdbarkeit geprägt ist. Typisch ist eine „Trauer ohne Grund“ oder auch ein „Gefühl der Gefühllosigkeit“.
Anders als bei „normaler“ Traurigkeit ist der an einer Depression Erkrankte nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft von der gedrückten Stimmung zu befreien. Ohne professionelle Hilfe gibt es kaum eine Chance, die Depressionen zu überwinden. Denn durch den Willen sind sie nicht zu beeinflussen.
Der private und berufliche Alltag der Erkrankten wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Die Depression beeinflusst das gesamte körperliche Empfinden, das Denken, die Gefühle und das Verhalten des Erkrankten sowie die Bezüge zur eigenen Person, zum Umfeld und zur eigenen Zukunft. Dies kann bis zur Unfähigkeit, den eigenen Lebensverpflichtungen nachzukommen, führen. So schaffen es schwerst depressive Menschen manchmal kaum, morgens aus dem Bett aufzustehen.
An einer Depression zu erkranken bedeutet aber weder „irre“ oder „verrückt“ zu sein, noch mit einer anderen psychiatrischen Erkrankung wie einer Schizophrenie oder einer Demenz zu enden. Das heißt, der Realitätsbezug und die Orientierung zur eigenen Person bleiben der Depression erhalten. Die Depression ist eine Erkrankung der Stimmung und Gefühle, die dank moderner Therapiemethoden gut zu behandeln ist.  J. KLEIN

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