Gesundheit

Weltweite Sprechstunde für überlastete Manager

Arztbesuch ist Vertrauenssache. Doch wem sollen sich Manager anvertrauen, wenn sie im Ausland krank werden? Zwei Existenzgründerinnen bieten hier eine Antwort auf diese Frage.

Dieter A. hält sich vor Schmerzen den Bauch. Die Magenkrämpfe, die ihn plagen, hatte er schon des öfteren. Jetzt möchte er endlich ins Krankenhaus. Doch wo soll der deutsche Geschäftsmann in der mexikanischen Provinz so schnell einen guten Arzt auftreiben?
Die Sorge, auf einem Auslandstrip krank zu werden, reist ständig mit. Catharina Maulbecker und Barbara Staehelin wollen das mit ihrer McWellness AG ändern. Die beiden ehemaligen McKinsey-Beraterinnen managen mit ihrem Ärzte-Team weltweit die Gesundheit der Vielreisenden. Pro Jahr kostet die umfangreiche medizinische Betreuung 2800 Schweizer Franken (3360 DM).
Manager oder Managerinnen, die im In- oder Ausland krank werden oder sich im Urlaub verletzen, können rund um die Uhr die kostenlose McWellness-Hotline anrufen. Mit ihrem persönlichen Arzt in Basel besprechen sie dann, wo die Gründe für die Schmerzen liegen könnten. Der McWellness-Arzt kennt die Leiden seiner Patienten gut.
Denn die Firma McWellness hat die gesamte Krankengeschichte der letzten 15 Jahre von den verschiedenen behandelnden Ärzten gesammelt. Gespeichert werden die Daten in einem Zentralrechner. Mit den zusammengetragenen Informationen kann der Doktor am Telefon sofort nach den Gründen der Erkrankung und möglichen Ursachen in der Vergangenheit forschen. Röntgenbilder, Blutuntersuchungen, EEGs oder auch EKGs sind auf Mouseklick schnell abrufbar.
„So ist eine schnelle medizinische Behandlung möglich, unnötige Untersuchungen beim Doktor im Ausland können vermieden werden“, erklärt Existenzgründerin Staehelin.
Bedarf die Erkrankung des McWellness-Mitglieds einer sofortigen Behandlung, sucht der persönliche Arzt einen Spezialisten in der Nähe des Leidenden. Weltweit gibt es ausgewählte 3000 Ärzte, die sofort von McWellness angesprochen werden können. Sollte kein Mediziner in der Nähe aufgelistet sein, organisiert McWellness die Ausreise zur nächsten Klinik. Damit der behandelnde Arzt im Ausland sofort mit der Untersuchung beginnen kann, erhält er per E-Mail oder Fax die nötigen Informationen aus der Krankenakte.
Mit der Abrechnung der Behandlungskosten hat McWellness nichts zu tun. Das regeln dann Arzt und Krankenversicherung untereinander.
Doch sehen die beiden Existenzgründerinnen ihre Aufgabe nicht nur in der Soforthilfe. Auch die Vorsorge sei wichtig. „Viele unserer Mitglieder sind im Jahr mehr als 100 Tage unterwegs und haben wenig Zeit, sich um ihre Gesundheit zu kümmern“, betont Maulbecker. Deshalb meldet sich der persönliche Arzt vier Mal im Jahr beim Mitglied und macht eine Sprechstunde. Dann wird über die gesundheitliche Verfassung gesprochen, an Impfungen erinnert. Außerdem gibt der persönliche Doktor Tips für eine ausgewogene Ernährung und zur Streßbewältigung.
Finanziert wird das globale Gesundheitsmanagement ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge. „So garantieren wir unsere Unabhängigkeit gegenüber Ärzten und Krankenkassen“, betont Maulbecker. Wie bei jedem Arztbesuch, hat bei der Dienstleistung von McWellness Diskretion oberste Priorität. Die Daten der Mitglieder sind auf der abgeschirmten Festplatte eines PC gespeichert. Nur McWellness hat Zugriff. Auskünfte über Mitglieder werden nicht an Krankenkassen oder Versicherungen weitergegeben.
Und was ist, wenn ein Patient mit der Leistung des Mediziners im In- und Ausland unzufrieden ist? „Wenn einer der weltweit 3000 Ärzte unzureichende Arbeit macht, wird er sofort aus der Kartei gestrichen“, betont Maulbecker.
Vor allem international agierende Konzerne sind am Gesundheitsmanagement von McWellness interessiert. Derzeit gibt es mehrere Pilotprojekte mit Großunternehmen, die ihre Entscheidungsträger medizinisch gut versorgt sehen wollen. „Mit gezielter Betreuung läßt sich der Krankenstand und der Kostenaufwand durch Krankheit der Führungskräfte um 30 % senken“, erklärt Staehelin.
Was es kostet, wenn ein wichtiger Termin ausfällt, das weiß auch der Schweizer Unternehmensberater Georg H. Wiebecke. „Wird ein Unternehmensvertreter auf einer wichtigen Geschäftsreise krank, kann das schon zwischen 3000 DM bis 5000 DM kosten.“ Der Termin fällt aus, ein wichtiges Geschäft kann nicht abgeschlossen werden. Die Vorbereitungen waren auch vergebens. Für das Unternehmen natürlich eine teure Angelegenheit.
Nach Angaben von Cytharina Maulbecker und Barbara Staehelin gibt es allein im deutschsprachigen Raum ein Potential von 300 000 Führungskräften. Derzeit hat McWellness 500 Mitglieder.
Das Interesse scheint wirklich groß zu sein. Es gibt mehrere Pilotprojekte mit Unternehmen, die die medizinische Rundumversorgung testen wollen. „Ab 1000 Kunden haben wir die Gewinnschwelle erreicht“, erklärt Maulbecker. Doch ist McWellness nicht nur etwas für Unternehmenslenker. Eine Zielgruppe, die die beiden Geschäftsführerinnen anfangs nicht auf der Liste hatten, sind Privatleute. Sie machen mittlerweile rund die Hälfte der Mitglieder aus. Vielen Familien scheint es ein Bedürfnis zu sein, daß ihre Angehörigen im Notfall auch in Ausland an einen geeigneten Arzt überwiesen werden.
HERO WARRINGS
Im Ausland Pech gehabt? Sollte kein Mediziner in der Nähe sein, organisiert das Baseler Frauen-Team die Ausreise zur nächsten Klinik.
Barbara Staehelin und Catharina Maulbecker managen mit ihrem Ärzteteam weltweit die Gesundheit der Vielreisenden.

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