CeBIT 2010

Telemedizin braucht ein Erfolgsprojekt  

Auf der Fachkonferenz Telehealth unterstrichen Bundesgesundheitsminister Rösler und Bundeswirtschaftsminister Brüderle die Bedeutung von Telemedizin und Gesundheitskarte. Branchenvertreter kritisierten Zeitverzögerungen und einen wenig konkreten Nutzen. VDI nachrichten, Hannover, 5. 3. 10, ber

Telemedizin und die Umsetzung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) stocken. „Wir brauchen ein greifbares Erfolgsprojekt, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Wir brauchen einige wenige Bausteine, die funktionieren“, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auf der Eröffnungsveranstaltung der Fachkonferenz Telehealth auf der CeBIT in Hannover.

Dieses Erfolgsprojekt soll die eGK sein. Die Regierung habe die Gesundheitskarte nicht gestoppt, sondern nur die elektronische Patientenakte wegen der Datensicherheit mit einem Moratorium belegt. Wie wichtig die Datensicherheit sei, habe das Urteil des Verfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung gerade gezeigt, so Rösler: „Alle anderen Funktionen bleiben.“

Zurzeit läuft der Rollout der eGK weiter mit drei Grundfunktionen: Stammdatenpflege, Notfalldatensatz und eine sichere Kommunikation für den Austausch des elektronischen Arztbriefs.

Wichtig seien die Chancen, die entstehen, wenn man Telehealth nutzen kann. „Für uns als gesamte Regierung steht fest: Gesundheit ist nicht nur ein Kostenfaktor“, betonte Rösler.

Telehealth fördere zum einen die Lebensqualität der Patienten, zum anderen die Wirtschaftskraft der Branchen Gesundheit und IT. Darauf verwies Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Zum aktuellen Urteil des Verfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung sagte Brüderle: „Es ist ein wichtiges rechtliches Datum, das gesetzt wurde.“ Eine der Voraussetzungen für Telemedizin in der Fläche sei die Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung, die bis zum Jahr 2014 75 % der Haushalte mit 50-Mbit/s-Internetzugängen versorgen will. „Wer heute nicht im Internet arbeiten kann, ist ein moderner Analphabet“, so Brüderle.

Aber: Die Umsetzung der eGK und anderer telemedizinischer Anwendungen dauert viel zu lange, und es fehlen nach wie vor zeitliche Vorgaben. „Auf dem Gebiet der elektronischen Gesundheitskarte haben wir genug diskutiert“, kritisierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. IT-Unternehmen hätten genug Vorleistungen gebracht und andere Länder seien viel weiter, zum Beispiel das CeBIT-Partnerland Spanien.

Aus seiner Sicht seien die Daten mehr als ausreichend verschlüsselt und die Datenhoheit liege bei den Patienten. Scheers Kritikpunkt: „Der Nutzen der Gesundheitskarte kommt bei der Umsetzung der drei Grundfunktionen gar nicht zum Tragen.“ Das könnte aber die Akzeptanz bei den Ärzten erhöhen, betonte Franz-Joseph Bartmann, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer. BARBARA LANGE

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