Gesundheit

Sparpotentiale im Krankenhaus

Contracting und Fernüberwachung. Ein Leitfaden soll hier jetzt erste Hilfe leisten. Es gibt aber bereits praktische Beispiele gebäude- technischer Dienstleistung im Krankenhausbereich.

Die durchschnittlichen Kosten der Energieversorgung von Krankenhäusern liegen inklusive der notwendigen Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung im mehrstelligen Millionenbereich. Das stellte unlängst die Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen (NRW) fest. Entsprechend konsultieren die Betreiber dieser Liegenschaften – nicht zuletzt auch kirchliche Träger – vermehrt einen Dienstleister, der Energieberatung, Contracting oder Gebäude-Fernüberwachung offeriert. Ein neues, von der NRW-Landesregierung initiiertes Handbuch mit dem Titel „Rationelle Energienutzung in Krankenhäusern – Ein Leitfaden für Verwaltung und Betriebstechnik“ soll jetzt bei Entscheidungsträgern von Klinikverwaltungen Überzeugungsarbeit leisten. Es gibt aber bereits praktische Fälle von Contracting und Fernüberwachung im Krankenhausbereich – so unlängst in Paderborn.
Bereits vor Jahren nutzte in Kiel das dortige Klinikum der Christian-Albrecht-Universität einen Dienstleister und erhielt so eine zentrale Leittechnik, die jetzt ein effizientes Gebäudemanagement erlaubt. Rund 2000 ha groß sind die Liegenschaften des Klinikums, das außer den Krankenstationen 28 Gebäude mit medizinischen Forschungsstätten sowie Studienplätze für die Allgemein- und Zahnmedizin beherbergt. Die Haus- und Versorgungstechnik war zuvor nicht zentralisiert. Die einzelnen Regelsysteme – obgleich zum Teil digitalisiert – arbeiteten vielmehr autark, erinnert sich Dipl.-Ing. Volker Gebhardt, Sprecher der beauftragten Ingenieurgesellschaft für Gebäudeautomation (Inga) in Hameln. Das habe einen hohen Personal-, Programmier- und Wartungsaufwand für die Überwachung und Betriebsführung der angeschlossenen Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen bedeutet.
Im Sinne der Rationalisierung und der Energieeinsparung erhielt die Klinik eine zentrale Leittechnik auf der Basis der zunehmend verbreiteten LON-Works-Technologie. Aufgeschaltet wurden aus den 28 Gebäuden bislang 6800 Datenpunkte aus den unterschiedlichen Anlagen, die fortan von drei zentralen Bedienplätzen aus fernüberwacht und ferngesteuert werden können. Möglich ist dies durch die „offene“, sprich gewerke- und fabrikationsübergreifende Gebäudeleittechnik-Software IBS der Hamelner Ingenieurgesellschaft. Die Software wirkt gleichsam als „Dolmetscher“, der die Protokolle der unterschiedlichen Reglerfabrikate versteht und so deren Kommunikation ermöglicht.
Der zentrale Server in der Energiezentrale hat den Zugriff auf sämtliche Liegenschaften. Die Informationen der aufgeschalteten Gebäudetechnik stehen dem Bedienungspersonal als graphische Bedienoberfläche mit Tabellen und Anlageschemen sowie Lageplänen im Window-Standard zur Verfügung.
Im Sinne der gebäudetechnischen Modernisierung und des Contractings wandten sich unlängst die Barmherzige Brüder Trier an ein Service-Unternehmen, und zwar an den Dienstleister Niewels aus Bad Lippspringe. Es ging um das katholische Krankenhaus St. Josef in Paderborn (850 Mitarbeiter, 395 Betten) und weitere Liegenschaften in Saffig bei Koblenz. Speziell in Kliniken und Behinderteneinrichtungen seien ganzheitliche gebäudetechnische Problemlösungen gefragt, betont Niewels-Entscheidungsträger Alfons Hagemeister. Der externe Dienstleister übernehme Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Haustechnik und sorge für höchste Versorgungssicherheit bei der Belieferung mit dem Endprodukt wie Wärme, Kälte, Dampf oder Druckluft. Der entscheidende Erfolg solcher Modelle resultiere aus dem umfangreichen Know-how des Ingenieurbereichs, des Anlagenbaus und des Betriebs aus einer Hand, so Hagemeister.
Die Unternehmen Inga und Niewels gehören dem Firmenverbund Omnium Technic an, dessen mittelständischen Mitglieder sich als erfahrende Energiedienstleister verstehen und hierbei hohe Qualitätsansprüche anstreben. Etliche Omnium-Mitglieder sind als Systemintegratoren tätig, beispielweise für die Einbindung unterschiedlicher Regelfabrikate in ein Netzwerk zur Fernüberwachung und Fernsteuerung komplexer Liegeschaften.
Weitere Anregungen zur richtigen Verfahrensweise einer gebäudetechnischen Modernisierung gibt der von der NRW-Landesregierung initiierte und von Rainer Tippkötter und Dietmar Schüwer erarbeitete Leitfaden für Verwaltung und Betriebstechnik von Krankenhäusern. Neben Tipps zur Finanzierung energietechnischer Investitionen enthält das Handbuch auch ein Benchmarking von über 400 Krankenhäusern. Dies ermöglicht die Einordnung des eigenen Betriebes im Vergleich zu den Energienutzungserfahrungen vergleichbarer Häuser.
Der in begrenzter Auflage im Vieweg-Verlag erschienene Leitfaden ist bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW zum Preis von 30  € €P. G.
www.energieland.nrw.de
www.inga-hameln.de
www.niewels.de
www.omnium-technik.com

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