Sicherheit

SOS-Taste im Auto kann viele Leben retten  

Im Ernstfall zählt jede Minute: Ob nun ein Autofahrer unterwegs stechende Schmerzen in der Brust verspürt, einen schweren Unfall beobachtet oder selbst verwickelt ist. Doch obwohl der automatische Notruf „eCall“ längst in Serienfahrzeugen realisiert ist und sich in Notfällen bewährt, stockt die Markteinführung. VDI Nachrichten, Düsseldorf, 20. 3. 09, WOP

Um so ärgerlicher findet Koch es, dass eCall nur schleichend in den Markt kommt. Ursprünglich wollte die EU die Markteinführung forcieren und die Systeme ab 2010 für alle Neufahrzeuge zur Pflicht machen. Für Koch „blamabel“, dass erst 14 von 27 Mitgliedsländern die Absichtserklärung unterzeichnet hätten.

Gegen die schnelle Einführung werden vor allem Datenschutzbedenken ins Feld geführt. Die Übermittlung und vorübergehende Speicherung personalisierter GPS-Daten sehen Datenschützer als problematisch an. „Was ist uns wichtiger: Datenschutz oder Leben retten?“, so Koch und regt an, eCall mit minimalen Datensätzen zu starten, und sie dann mit konkreten Erfahrungen auszubauen. Koch: „Der erste Wurf muss noch nicht perfekt sein.“

Franck Batocchi, Leiter des Bereichs Telematik bei PSA, hält das Versenden der letzten Positionsdaten vor dem Unfall für unabdingbar. „Rettungsdienste brauchen diese Information, um auf Autobahnen gleich die richtige Fahrtrichtung anzusteuern und um Unfallorte in Funklöchern, Tunneln oder unter Brücken zu finden“, sagte er.

Für die flächendeckende Einführung von eCall müssen allerdings nicht nur Bürokraten umdenken. Ebenso Autohersteller zieren sich, die circa 2000 € teure SOS-Funktion anzubieten – selbst Hersteller, die gemeinsamen mit PSA Fahrzeuge auf gleichen Plattformen entwickeln. Gerade weil das so ist, drängt Koch auf die EU-Richtlinie: „Eine Pflicht für alle Hersteller würde dank Skaleneffekten und modellübergreifenden Lösungen auch die Kosten senken.“

Der Zulieferer Continental, Hannover, sucht nach Möglichkeiten, die Einführungskosten zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen. „Wir sind dabei, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, erklärte Lutz Breyer, der die eCall-Entwicklung bei Continental verantwortet, kürzlich auf einer Konferenz in Ulm.

Mit der selben Technik ließen sich gestohlene Autos verfolgen und Strecken- sowie Nutzungsprofile erstellen, mit denen Kfz-Versicherer oder Leasinggesellschaften individuelle Tarife anbieten könnten. Als weiteres Nutzungsfeld des eCall-Moduls denke man über Telematikdienste nach. Über die Datenverbindung ins Auto könnten Hersteller nicht nur Software-Updates automatisieren und Serviceinformationen auslesen, sondern auch neue Komfortfunktionen realisieren. Um die Kosten zu stemmen, sei es wichtig, die Technik vielfältig zu nutzen. Breyer: „Mit solchen Geschäftsmodellen ist eCall fast zum Nulltarif möglich.“ PETER TRECHOW/WOP

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