Gesundheit

Pandemie mit „dramatisch globaler Rezession“  

VDI nachrichten, Hongkong, 4. 11. 05 – Welcher wirtschaftliche Schaden eine auf den Menschen übertragene Vogelgrippe-Pandemie anrichten könnte, versuchen jetzt Analysten in Fernost abzuschätzen. Die Weltgesundheits- organisation WHO hält erste Fälle dieser Grippewelle, die Millionen Menschen das Leben kosten und der Welt eine schwere Wirtschaftskrise bescheren könnte, nur für eine Frage der Zeit.

Eine verfügbare Referenz für den Versuch der „Hochrechnung“ einer etwaigen Vogelgrippe-Pandemie ist die Sars-Krise von 2003. Damals fielen die Kurse an der Börse in Hongkong zunächst drastisch. Nachdem sich die Lage normalisiert hatte, konnten sie sich jedoch auch wieder rasch erholen. Zu den deutlichen Verlierern gehörten Airlines, Hotels, Restaurants sowie auf Touristen ausgerichtete Ladenketten wie Gucci, Giordano, Kenzo und Armani sowie Mineralölfirmen. Auch die Immobilienbranche und die Bauwirtschaft sowie Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Logistik hatten heftige Einbußen zu verzeichnen. Dort blieb ein Teil der Beschäftigten zu Hause – zum Teil aus Furcht vor Ansteckung, zum Teil, um erkrankte Familienmitglieder zu pflegen.

Doch es gab auch einige Gewinner der Krise. Die Pharmabranche profitierte kräftig, ebenso der Lebensmittelhandel aufgrund von Hamsterkäufen. Und auch der Pkw-Handel kam in Schwung, denn öffentliche Verkehrsmittel waren in Zeiten der Sars-Krise äußerst unpopulär.

Der wirtschaftliche Gesamtschaden von Sars wird heute von Experten auf rund 40 Mrd. Dollar beziffert. Vor diesem Hintergrund versuchen Krisenmanager in Hongkong, die Folgen einer weltweiten Vogelgrippe-Pandemie abzuschätzen.

„Sehr viel hängt von der Dauer einer Pandemie ab“, meint Jun Ma, Chefökonom für China bei der Deutschen Bank in Hongkong. Die neue Welle sei die elfte in 300 Jahren, und viele ihrer Vorläufer hätten länger als ein Jahr gedauert. Experten des Wirtschaftsforschungsinstituts Canada Conference Board gehen davon aus, dass eine derartige Pandemie die Welt unvermittelt auf den Kurs einer „dramatischen globalen Rezession“ befördern könnte. Betroffen wären vor allem Länder mit starkem Außenhandel wie Deutschland und die Schweiz, aber auch Singapur oder Hongkong. Die niederländische Bank ING hält Abstriche am weltweiten Sozialprodukt von mehr als 10 % für möglich.

Francis Gouten, Direktor der Luxusgütergruppe Richemont Asia, hofft, dass es sich schließlich vielleicht doch um falschen Alarm handeln könnte: „Ich erinnere mich, dass zu Sars-Zeiten hier in den Luxushotels in Hongkong Fußball gespielt werden konnte. Im Mandarin Oriental residierte damals ein einziger Gast. Ganze 813 Menschen waren von Sars betroffen, so die offizielle Bilanz hinter dem größten Teil des wirtschaftlichen Schadens stand nichts anderes als Psychologie, die Angst der Leute. Und das war zum guten Teil der Presse, den Medien zuzuschreiben.“ JAN HÖHN/ber

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