Sicherheit

Mit wenig Bargeld sicher reisen

VDI nachrichten, Düsseldorf, 25. 6. 04 -Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Gut beraten ist jeder, der sich vor Antritt seiner Reise informiert, wie er im Urlaub am günstigsten bezahlt, und welche Zahlungsmittel am Urlaubsziel akzeptiert werden. Mitnehmen sollte der Urlauber mindestens zwei verschiedene Zahlungsmittel, um auch bei unvorhergesehenen Ereignissen liquide zu bleiben.

Eine solide Vorbereitung erspart jedem Reisenden Stress und Ärger. Dazu gehört, dass der Urlauber sich rechtzeitig vor Beginn der Fahrt mit seiner Bank über die nötigen Zahlungsmittel berät. Welche Mischung aus Bargeld, Maestro-Karte, SparCard, Kreditkarten und Reiseschecks schließlich in die Brieftasche gehört, hängt vom Ziel ab. Bei der Auswahl der richtigen Reisezahlungsmittel sind drei Punkte wichtig: Erstens muss das Zahlungsmittel problemlos akzeptiert werden. Zweitens muss es sicher sein, und drittens sollte es möglichst keine zusätzlichen Kosten verursachen.
Reisende im Euroland brauchen sich seit der Einführung des Euros keine Gedanken mehr über Wechselkurse zu machen. Auch die Preise für das Geldabheben am Automaten und das Bezahlen mit der Kreditkarte stehen fest. Bei Reisen außerhalb des Euroraumes spielen die Wechselkurse weiterhin eine wichtige Rolle. Interessant ist für den Reisenden, ob sein Ziel zu den so genannten Schwachwährungsländern gehört. Dann tauscht der Reisende am Urlaubsort günstiger. Er sollte sich vor dem Abflug auf jeden Fall über die Situation in seinem Urlaubsland informieren. Auskünfte zur Akzeptanz verschiedener Zahlungsmittel geben die Banken, allgemeine Reiseempfehlungen bietet das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de).
Reisezahlungsmittel sind Bargeld, Bank- oder Maestro-Karte, SparCard,Kreditkarten, Reiseschecks und im Notfall auch Bargeld-Transfer.
Ein kleiner Handbestand an Bargeld gehört in jedes Urlaubsportemonnaie. Doch mehr als umgerechnet 100 € oder 200 € sollten es auf keinen Fall sein. Diese Reserve reicht, um am Flughafen ein Taxi oder einen Imbiss bezahlen zu können. Mehr Bargeld sollte niemand mit in den Urlaub nehmen, denn von allen Reisezahlungsmitteln ist Bargeld das unsicherste. Wird es gestohlen, gibt es dafür keinen Ersatz.
Nimmt man nun Euro oder schon die Urlaubswährung mit auf die Reise? Und wo tauscht man am günstigsten? Viele der Euro-Teilnehmerländer gehören zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Wer dorthin reist, braucht sich keine Gedanken mehr um Wechselkurse oder Tauschgebühren zu machen. Sind Länder mit schwacher Währung, wie etwa die Türkei, Polen oder Ungarn das Ziel, ist es besser, dort zu tauschen. Auch in Nordafrika, Fernost oder Südamerika tauscht man vor Ort günstiger. Die hohe Inflationsrate in diesen Ländern bringt Kursvorteile. Hier lohnt sich auch der Weg zum Bankschalter oder zu einer offiziellen Wechselstube. Die Kurse sind dort oft günstiger als am Geldautomaten. Im Auge behalten sollte man dabei allerdings die Gebühren. Geht die Reise nach Großbritannien, in die Schweiz oder in ein anderes Land mit so genannter harter Währung, tauscht der Urlauber besser in Deutschland.Doch auch hier heißt es aufgepasst: Viele Banken bitten den Reisenden bei den Tauschgebühren zur Kasse. Deshalb lohnt ein Preisvergleich. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher hat ermittelt, dass die Kosten für den Bargeld-Tausch durchschnittlich zwischen 2 % und 4 % des gewechselten Betrages liegen.
Die Maestro-Karte, Nachfolgerin der ec-Karte und ebenfalls weltweit einsetzbar, bleibt das wichtigste Zahlungsmittel im Urlaub. Mehr als 4,8 Mio. Geschäfte in Europa haben die für das Bezahlen mit der Maestro-Karte nötigen Terminals eingerichtet. Über 300 000 Geldautomaten liefern das nötige Bargeld. Außerhalb Europas findet der Reisende von Australien bis Zaire mehr als 900 000 Geldautomaten mit dem Maestro-Zeichen. Zum Bezahlen etwa in Kaufhäusern oder Tankstellen kann man die Karte weltweit bei 9,8 Mio. Akzeptanzstellen einsetzen. Neben der großen Akzeptanz besticht die Maestro-Karte durch ihre Sicherheit. Neben dem Reisescheck gilt sie als das sicherste Zahlungsmittel überhaupt, denn sie ist nur in Verbindung mit der persönlichen Geheimnummer (PIN) gültig. Geht die Karte aber erloren, zählt beim Sperren jede Minute. Denn erst, wenn die Sperre bei der Bank eingegangen ist, haftet der Kunde nicht mehr für unberechtigte Abhebungen. Die Sperr-Hotline für alle Maestro-Karten von Bankkunden lautet 01805/021021 bzw. 0180/3040500 für Postbank-Kunden.
In den Urlaubsregionen Nordafrikas, wie Tunesien oder Marokko, und in Ländern des ehemaligen Ostblocks können technische Probleme das Bezahlen oder Geldabheben mit der Maestro-Karte erschweren. Deshalb zusätzlichReiseschecks mitnehmen. Für Marokko und Ägypten empfiehlt die Postbank Travellercheques in US-Dollar, in den anderen Ländern werden auch Euro-Reiseschecks akzeptiert.
Preisbewusste sollten ihren Urlaub nicht ohne eine Postbank SparCard antreten. Finanztest (Ausgabe 5/2004) lobt das Sparbuch im Scheckkarten-Format als günstigste Variante, um im Urlaub an Bargeld zu kommen. Weltweit stehen über 870 000 Visa-Plus-Geldautomaten zur Verfügung, an denen der Urlauber rund um die Uhr Geld von seinem Sparguthaben abheben kann. Bis zu 2000 € kann sich der Reisende pro Monat auszahlen lassen. Dabei garantiert die persönliche Geheimzahl noch einmal besonders die Sicherheit. Abhebungen an Postbank Geldautomaten kosten nichts. Im Ausland sind vier Auszahlungen am Automaten im Jahr kostenfrei.
Kreditkarten werden als Reisebegleiter nicht nur in Europa ständig beliebter: Sie werden immer häufiger akzeptiert und sind weltweit einsetzbar. So kann der Urlauber zum Beispiel rund um den Globus bei mehr als 20 Mio. Akzeptanzstellen mit seiner Visa- oder MasterCard bezahlen. Legt er im Euroland beim Einkauf die Kreditkarte auf den Tisch, zahlt er nur den Verkaufspreis. Ein zusätzliches Entgelt für den Einsatz der Karte fällt nicht mehr an. Zudem schont der Urlauber durch das Bezahlen per Kreditkarte seine Bargeldreserven und vermeidet das gebührenpflichtige Abheben am Geldautomaten. Viele Kreditkarten bieten dem Kunden zudem einen Zinsvorteil: Der Betrag wird oft erst bis zu vier Wochen später vom Konto abgebucht.
Auch unter Sicherheitsaspekten sind Kreditkarten ein empfehlenswertes Zahlungsmittel: Wird die Plastikkarte gestohlen, ist beispielsweise bei der Postbank unter der Telefonnummer 0180-30 40 500 eine sofortige Sperre möglich, die den Missbrauch der Kreditkarte verhindert. Nach Meldung des Verlustes haftet der Urlauber überhaupt nicht mehr für einen eventuellen Schaden. Für den Zeitraum zwischen Verlust und Meldung steht er höchstens bis zu 50 € gerade.
Das große Plus von Reiseschecks, auch Traveller-Cheques genannt, ist ihre Sicherheit. Bei Diebstahl oder Verlust erhalten Urlauber innerhalb von 24 Stunden kostenlos Ersatz. Erstattet wird der volle Betrag, ohne dass zusätzliche Entgelte anfallen. Beim Kauf von Reiseschecks berechnen Banken in der Regel eine Gebühr von 1 % des Kaufpreises. Postbank-Girokunden können Traveller-Cheques gegen ein Entgelt von 6,50 € pro Währung per Telefon oder T-Online bestellen. Beim Einlösen des Schecks ist bei Banken, Hotels und Wechselstuben häufig ein weiteres Entgelt fällig. Mehr und mehr Akzeptanzstellen verzichten jedoch darauf. In den USA werden Reiseschecks mittlerweile wie Bargeld akzeptiert: Für das Einlösen fällt kein zusätzliches Entgelt an.
Hat man im Urlaub Pech, wird bestohlen und steht plötzlich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen blank da, hilft der Minuten-Service. Das ist ein Geldtransfer zu 135 000 Auszahlungsstellen in 195 Urlaubsländern weltweit in kürzester Zeit. Das Geld wird in Deutschland bar in einer Filiale der Deutschen Post ein- und im Ausland bar ausgezahlt. Auch Abbuchungen von Postbank Girokonten sind möglich. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich in Landeswährung, vereinzelt auch in US-Dollar. Abfordern kann man den Betrag im Urlaubsland bereits 30 Minuten nach der Einzahlung. pb/elb

Von Pb/Renate Elbers-Lodge

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