Sicherheit

Kein “Herzlich willkommen“ mehr

In der amerikanischen Industrie regt sich offener Widerstand gegen die verschärften Visa-Bestimmungen, die die Regierung nach dem 11. September 2001 verfügte.

Amerikanische Unternehmen verlieren internationale Aufträge und Kunden. Universitäten verlieren Millionen an Studiengebühren, weil Studenten aus dem Ausland wegbleiben, und Forschungsprojekte geraten ins Stocken, weil Wissenschaftler nicht rechtzeitig einreisen können. Das sorgt für Unmut in den Staaten. Ursache für diese Entwicklung sind die neuen Einreiseregelungen mit den „persönlichen Interviews“. Nach Meinung vieler Wirtschaftsvertreter nehmen sie viel zu viel Zeit in Anspruch und führen zu sehr teuren und unnötigen Reisen zu den Konsulaten. Doch selbst wenn die Einreisewilligen sich allen erforderlichen Prozeduren unterziehen, sind viele Konsulate dem Ansturm offensichtlich personell nicht gewachsen. Die anschließende Bearbeitungszeit steigt ins Unerträgliche.
So meldet beispielsweise der Industrieausrüster Ingersoll-Rand, dass seit zwei Monaten ein Kompressor im Wert von 2,5 Mio. $ nicht nach China ausgeliefert werden könne, weil fünf chinesische Ingenieure bislang keine Einreisevisa bekommen haben und folglich bisher keine Werksendabnahme erfolgen konnte. Auch das Handelshaus Amway berichtet, dass man eine für Hawaii geplante Konferenz mit 8000 koreanischen Teilnehmern storniert und kurzfristig nach Tokio verlegt habe. Trotz Intervention von Amway im Außenministerium wurde eine rechtzeitige Ausstellung der US-Visa nämlich nicht garantiert. Lauthals protestierte jüngst auch die Nonprofit-Organisation Mayo-Clinic, nach dem sich die Fälle häuften, in denen Kinder für eine Operation ein Visum bekamen – die Eltern aber nicht.
Randel Johnson, Vice-President der US-Handelskammer, fasst seinen Unmut über die schleppende Bearbeitung bei den Behörden in einem Satz zusammen: „Es ist eine Kultur des Neinsagens entstanden, und ich glaube nicht, dass sich daran vorläufig etwas ändern wird.“ Politische Unterstützung bekommen die protestierenden Einrichtungen inzwischen auch von Abgeordneten. „Unsere Sicherheitsmaßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass wir damit die Früchte unseres weltweiten Wirtschaftslebens verspielen“, sagte der Repräsentant Henry Waxman aus Kalifornien. Doch das Außenministerium weist alle Vorwürfe von sich. „Ich glaube nicht, dass wir uns den Luxus von fehlerhaften Bearbeitungen zu Gunsten einer schnelleren Visa-Ausstellung leisten können“, antwort Janice Jacobs, Chefin der Visa-Abteilung, auf eine diesbezügliche Anfrage des Kongress. HARALD WEISS

Von Harald Weiss

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