Gesundheit

Kassen übernehmen den Großteil der Kosten

VDI nachrichten, Bonn, 13. 8. 04 –
Die Gesundheitskarte kommt – vorläufig ohne digitale Signatur, doch noch nicht alle technischen Details sind geklärt. Nach langem Ringen haben sich aber Krankenkassen und Ärzte auf eine Finanzierung der neuen elektronischen Gesundheitskarte geeinigt.
Die Kassen übernehmen den Großteil der Kosten von 1,6 Mrd. €. Ärzte, Kliniken und Apotheker beteiligen sich mit 600 Mio. €. Die Kassen sollen nach Schätzung des Gesundheitsministeriums die hohen Investitionskosten durch Einsparungen von jährlich mindestens 1 Mrd. € wieder einspielen können. Ärzte hingegen sollen für das Erstellen eines elektronischen Rezepts einen Bonus erhalten. Diese Strategie hatte in Frankreich zu einer erfolgreichen Karteneinführung geführt.
Jährlich sollen rund 890 Mio. elektronische Rezepte ausgestellt werden. Die Marktforschungsfirma Soreon Research, die bereits im Frühjahr ein Finanzierungsgutachten vorlegte, empfiehlt als Anreiz einen Rezeptbonus für eine durchschnittlich große Arztpraxis im ersten Jahr von 0,65 €, in den Folgejahren von 0,10 €. Auf diese Weise würden sich die für die Praxis anfallenden Investitionskosten mehr als amortisieren. Durchschnittlich muss eine Arztpraxis knapp 6000 € in neue Hard- und Software investieren. Eine vergleichbare Planung für Apotheken liegt bislang nicht vor.
Die Gesundheitskarte soll zum 1. Januar 2006 eingeführt werden. Dazu müssen 110 000 Arztpraxen, rund 2200 Krankenhäuser, tausende Apotheken und mehr als 300 gesetzliche und private Krankenversicherungen elektronisch vernetzt werden.
Die Daten soll der Patient an so genannten Kiosken einsehen können, die in Wartezimmern oder Apotheken aufgestellt werden sollen. Wenn der Patient über einen Kartenleser verfügt, kann er die Daten auch zu Hause auf dem PC einsehen. Erfahren Ärzte über den elektronischen Arztbrief und die Patientenakte die Medikationsgeschichte eines Patienten, können sie ihre Behandlung gezielt verbessern. Das ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Heute liegt die Lebenserwartung in Deutschland unter dem Durchschnitt der EU. Denn nur die Hälfte der Patienten wird so behandelt, wie es medizinisch gesichert sinnvoll wäre.
Bis zum 1. Oktober sollen alle Funktionen der Karte feststehen. Noch ist nicht geklärt, was auf der Karte gespeichert wird und über welche Daten die Versicherten selbst bestimmen dürfen. Wenn ein Patient etwa ein Medikament zur Behandlung von Krebs oder HIV sperrt, weil er nicht möchte, dass sein Apotheker vor Ort von seiner Krankheit erfährt, kann dieser ihn nicht mehr umfassend beraten. In Kürze wird das Bit4Health-Konsortium veröffentlichen, wie die Speicher- und Löschprozeduren der Karte aussehen sollen. Vor wenigen Wochen hatte es den ersten Teil des Lösungskonzepts bereits veröffentlicht.
Aus Kosten- wie aus Zeitgründen soll vorerst auf die qualifizierte digitale Signatur für die Patientenkarte verzichtet werden. Der chipkartenbasierte Arztausweis hingegen wird mit einer qualifizierten digitalen Signatur und weiteren Zertifikaten bestückt. Damit können das elektronische Rezept und der elektronische Arztbrief verwirklicht werden. CH. SCHULZKI-HADDOUTI

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