Gesundheit 16.12.2005, 18:41 Uhr

Der Feinstaubsauger  

Die höchste Feinstaubbelastung herrscht in den eigenen vier Wänden. Durch Schließen der Fenster aber lässt sich das Problem nicht aussperren. Konventionelle Staubsauger wirbeln die Partikel sogar noch auf und verteilen sie fein im Raum. Ein neuartiger Luftwäscher jedoch kann den Feinstaub wirksam binden.

Die Diskussion über Feinstaub in den Medien hat in diesem Jahr die Menschen besonders verunsichert. Dabei war der Blick meist einseitig auf Emissionen durch Fahrzeuge mit Dieselmotor gerichtet. Über den Feinstaubgehalt der Raumluft dagegen erfährt man wenig. Dabei wird gerade im Wohnbereich oft eine höhere Belastung mit Feinstaub gemessen als in der Außenluft sie kann in Innenräumen durchaus um das 20fache höher liegen als im Außenbereich.

Ursachen für Feinstaub in der Wohnung sind meist der Abrieb der menschlichen Haut sowie von Stoffen, Polstern oder Teppichen, aber auch Haare und Haarpartikel finden sich dort wieder. Weitere Emissionsquellen im Haushalt bilden Küchendünste sowie Farben und Lacke.

Hausstaub ist mit eine wichtige Ursache für das Auftreten von Allergien, denn die feinen Teilchen sind meist lungengängig. Ein herkömmlicher Staubsauger aber – egal ob mit oder ohne Abluftfilter und Schmutzfangbeutel – kann die Luft nur in begrenztem Umfang von den Teilchen befreien.

Dipl.-Ing. Paul Roth, Mitinhaber der Firma Proair in Argenbühl/Allgäu: „Das ist genau der Punkt. Die luftgetragenen Partikel, englisch air born particles genannt, liegen im µ-Bereich. Konventionelle Staubsauger blasen sie mit der Fortluft gleich wieder heraus.“

Einige Staubsaugerhersteller bauen deshalb direkt hinter dem Staubbeutel einen so genannten HEPA-Abluftfilter (High Efficiency Particulate Air Filter) ein. Dieser benötigt, funktionsbedingt, allerdings viel Platz und setzt sich schnell zu. Folglich steigt der Luftwiderstand stark an. HEPA-Filter sind zudem erheblich teurer als die handelsüblichen Filtertüten.

Alle diese Abscheider arbeiten mechanisch. „Wir haben deshalb den Hausstaubsauger Delphin entwickelt, der das Luftgemisch mit den Schmutzpartikeln direkt in ein Wasserbad einleitet“, so Roth.

Bei dieser „Luftwäsche“ werden die Partikel gebunden, ausschließlich staubfreie Luft tritt wieder aus.

Zudem werden Wassertropfen mechanisch in einem Feinstpartikel-Separator abgeschieden. Es ist also auch kein Staubbeutel zu wechseln. Der Flüssigkeitsbehälter mit den aufgefangenen Schmutz- und Staubteilchen lässt sich einfach unter fließendem Wasser ausspülen. Der im Wasser gebundene Feinstaub kann nun nicht mehr in die Raumluft zurückgelangen.

Delphin arbeitet aufgrund der hohen Abscheideleistung ohne nachgeschaltete oder versteckte Zusatzfilter. Denn diese könnten sich dann zum Problem entwickeln, wenn sie beispielsweise von feuchter Luft durchströmt werden und sich dort Keime oder Schimmelpilze bilden. Der eingebaute Separator behält so seinen gleich bleibenden, geringen Widerstand und ermöglicht dadurch eine konstante, energiesparende und stufenlos verstellbare Saugleistung. Damit kein Abrieb vom Antriebsmotor, etwa Kohlestaub, in die Raumluft gelangt, ist der Motor vollkommen gekapselt. pa/ber

 

Ein Beitrag von:

  • Bettina Reckter

    Bettina-Reckter

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: Forschung, Biotechnologie, Chemie/Verfahrenstechnik, Lebensmitteltechnologie, Medizintechnik, Umwelt, Reportagen

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