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Mittelstand: Attraktiver Arbeitgeber für Ingenieure

Auf der Suche nach einem neuen Job bevorzugen Ingenieure in der Regel Großunternehmen und imagestarke Konzerne. Unternehmen aus dem Mittelstand, unbekannte Unternehmen oder große Handwerksbetriebe werden dagegen oft als vermeintliche „Klitschen“ vernachlässigt.

Mittelstand: Erfordert und fördert ganzheitliches Denken!

Mittelstand: Erfordert und fördert ganzheitliches Denken!

Foto: panthermedia.net/stockasso

Eine ganze Reihe von Vorurteilen steht hinter dem Verhalten gegenüber dem Mittelstand: Großunternehmen bieten bessere Entwicklungsmöglichkeiten, die bessere Bezahlung, den sichereren Arbeitsplatz, die interessanteren Aufgaben, die qualifiziertere Einarbeitung, heißt es.

Mittelstand wird zu unrecht gemieden

Der Mittelstand als Arbeitgeber wird hingegen von vielen Kandidaten gemieden, weil es angeblich kaum möglich ist, aus kleineren Unternehmen in ein Großunternehmen zu wechseln, andererseits würden KMU Ingenieure aus Großunternehmen sofort einstellen.

Bei nüchterner Betrachtung treffen all diese Vorurteile nicht auf den Mittelstand zu – zumindest nicht in der Absolutheit, wie sie in vielen Köpfen zu bestehen scheinen. Die beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten sind in weniger großen Unternehmen häufig besser. Insbesondere besteht in Großunternehmen die Gefahr, dass Arbeitnehmer sehr spezialisiert eingesetzt werden und sehr einseitige Erfahrungen aufbauen. Ganzheitliches Denken wird so nicht gefördert.

Führungskräfte im Mittelstand: Erfahrungen in allen Bereichen

Führungskräfte sammeln im Mittelstand zudem eher Erfahrungen im „politischen“ denn im fachlichen Bereich. Je kleiner das Unternehmen, desto übergreifender müssen Mitarbeiter denken und arbeiten. Sie gewinnen so einen wesentlich besseren Einblick in das gesamte Unternehmensgeschehen. Die Aufgaben sind eher interessanter, abwechslungsreicher, verantwortungsvoller und drehen sich mehr um die „technische Sache“ als solche.

Die angeblich schlechtere Bezahlung im Mittelstand oder in kleineren Unternehmen ist ebenfalls ein Märchen. Ingenieure unterschreiben sicherlich nicht aus reinem Idealismus einen Arbeitsvertrag, dem Mittelstand ist klar, dass beim Gehalt schon mal eine Schippe drauf gelegt werden muss, um mit den Großen mithalten zu können.

Konkurrenz im Mittelstand weniger ausgeprägt

Und was die Arbeitsbedingungen angeht, so werden gerade in großen Unternehmen die Ellenbogenschoner sicher nicht zu Hause gelassen.Die Konkurrenz ist dort für jeden Mitarbeiter ohnehin größer – der vermeintlich sichere Arbeitsplatz ist häufiger in Frage gestellt. Dafür sorgt schon der unbändige Gewinnhunger der börsennotierten Unternehmen. Auch das viel zitierte Mobbing ist keine Spezialität des Mittelstandes.

Das Märchen von der Abwärtskompatibilität sollte auch besser vergessen werden. Welches kleinere Unternehmen wartet schon auf den technischen Manager, der gerade seinen bequemen Platz „auf dem Plüschsofa“ eines Großkonzerns gegen eine hohe Abfindung eingetauscht hat und sich jetzt (nach gelaufener Karriere) dem vorher vernachlässigten Mittelstand zuwendet?

Mittelstand ist mehr als ein Notnagel

Gleiches gilt für hoch spezialisierte Ingenieure, die plötzlich mangels weiterführender beruflicher Möglichkeiten in einer von Stagnation und Langeweile geprägten Karrierephase den Mittelstand für sich entdecken.

Und eines ist auch klar: Bei der gegenwärtigen Situation auf dem Arbeitsmarkt kann es sich kaum ein Großunternehmen leisten, per se auf Bewerber aus dem Mittelstand zu verzichten.

Karriereweg im Mittelstand für Großunternehmen attraktiv

Der dynamische Lebenslauf eines Kandidaten, der sich im Mittelstand einen ordentlichen Karriereweg gebahnt hat, ist sicherlich viel interessanter als der häufig sehr statisch wirkende Werdegang von Ingenieuren, die – manchmal über Jahrzehnte – in ein und demselben Großunternehmen gearbeitet haben.

Letztlich sollte eine Bewerbung also nicht vom Bekanntheitsgrad oder der Größe des Unternehmens abhängig gemacht werden. Eine nüchtere Bewertung
aller Informationen zum Arbeitgeber und der offenen Position sollte den Ausschlag geben, für oder gegen ein Unternehmen aus dem Mittelstand.

 

Von Bernd Andersch, Karrierecoach Düsseldorf

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