Kündigungsmuster Arbeitnehmer

Kündigungsschreiben für Arbeitnehmer: Muster, Vorlagen und Tipps – das sollten Sie unbedingt beachten

Jeder Arbeitnehmer, der sein Arbeitsverhältnis beenden möchte, sollte wissen, wie er die Kündigung korrekt formuliert. Denn Formfehler können unangenehme Folgen haben. Wir bieten Vorlagen für das Kündigungsschreiben und geben Tipps für die Formulierung.

Kündigung schreiben steht auf einem Post-it

Foto: panthermedia.net/Danist

Direkt zu:
Mustern Aufbau

Eine Kündigung ist für jeden Ingenieur ein einschneidender Karriereschritt. Abhängig von der Ausgangssituation kann er mit Vorfreude oder auch Erleichterung verbunden sein. In den meisten Fällen wird der Arbeitnehmer mit positiven Gefühlen nach vorne schauen. Umso wichtiger ist es, das aktuelle Arbeitsverhältnis korrekt zu beenden und das Kündigungsschreiben als Arbeitnehmer sorgfältig zu formulieren. Deshalb haben wir hier eine kleine Anleitung zur Frage: Wie schreibe ich eine Kündigung? Die gute Nachricht vorneweg: Ein Kündigungsschreiben ist kein Hexenwerk. Im Grunde benötigen Arbeitnehmer kaum Text, um ein formell korrektes Kündigungsschreiben aufzusetzen.

Hier wird Ihnen ein externer Inhalt von podigee.com angezeigt.

Mit der Nutzung des Inhalts stimmen Sie der Datenschutzerklärung von podigee.com zu.

Arbeitnehmer wollen kündigen: Wann sollte das Kündigungsschreiben vorbereitet sein?

Eine Kündigung sollte ein Arbeitnehmer nicht bereits als fertiges Schreiben auf seinem Computer gespeichert haben. Denn die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Wer bereits „innerlich gekündigt“ hat und das sogar schriftlich zum Ausdruck bringt, wird seinen Aufgaben höchstwahrscheinlich nicht mehr in angemessener Weise nachkommen. Eine der wichtigsten Regeln bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses lautet jedoch: Geben Sie Ihr Bestes bis zum letzten Tag. Gerade unter Fachkräften spricht sich unkorrektes Verhalten schnell herum. Zudem ist es ratsam, dafür zu sorgen, dass Sie bei Kollegen und Vorgesetzten in guter Erinnerung bleiben, da Ihnen diese nach einem Jobwechsel womöglich wieder begegnen.

Das Kündigungsmuster sollte ein Arbeitnehmer also erst aufsetzen, wenn der neue Arbeitsvertrag unterschrieben ist und er vor der Aufgabe steht, den bisherigen Arbeitgeber über den Wechsel zu informieren. Im Idealfall reicht ein Arbeitnehmer seine Kündigung so früh wie möglich ein, also direkt bei Vorlage des neuen Arbeitsvertrages. Dadurch hat der aktuelle Arbeitgeber unter Umständen etwas mehr Zeit, sich nach einem passenden Ersatz umzuschauen. Als Arbeitnehmer signalisieren Sie mit solch einem frühen Kündigungsschreiben Fairness und Respekt gegenüber dem Arbeitgeber. Zudem vermeiden Sie, dass Sie den Stichtag versäumen, weil Sie sich zum Beispiel bei Ihrer Kündigungsfrist verrechnet haben. Es gibt leider immer wieder Ingenieure, die Ihr Kündigungsschreiben am vermeintlich letzten Tag einreichen wollen – der jedoch bereits vorbei ist.

Wann gilt eine Kündigung durch den Arbeitnehmer als fristgerecht?

Für eine fristgerechte Kündigung müssen Sie als Arbeitnehmer selbstverständlich Ihre Kündigungsfristen kennen. Werfen Sie dafür als Erstes einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag. In den meisten Verträgen sind die Fristen festgelegt. Für Sie als Arbeitnehmer gilt grundsätzlich nur dieser Zeitraum. Ihre Kündigungsfrist verlängert sich nicht mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Das gilt nur für den Arbeitgeber. Die einzige diesbezügliche Ausnahme, die Sie berücksichtigen müssten, wäre eine Klausel, die eine Verlängerung der Kündigungsfrist vorsieht – abhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Dann können Sie natürlich nur fristgerecht kündigen, wenn Sie diesen Zeitraum korrekt berechnen.

Alternativ ist es möglich, dass für Sie ein Tarifvertrag gültig ist, der Kündigungsfristen festlegt. Ist beides vorhanden, gilt in der Regel die Vereinbarung, die für den Arbeitnehmer günstiger ist. Im Zweifel sollten Sie sich mit einem Anwalt beraten, bevor Sie als Arbeitnehmer Ihre Kündigung aufsetzen.

Eine Kündigung sollte sorgfältig geplant werden. Foto: panthermedia.net/thodonal

Eine Kündigung sollte sorgfältig geplant werden.

Foto: panthermedia.net/thodonal

Gibt es keinerlei schriftliche Vereinbarung zu einer fristgerechten Kündigung, gilt automatisch die gesetzliche Kündigungsfrist. Sie beträgt während der Probezeit zwei Wochen und kann jederzeit eingereicht werden. Die Probezeit dauert maximal ein halbes Jahr. Im Anschluss müssen Sie als Arbeitnehmer für ein fristgerechtes Kündigungsschreiben einen Zeitraum von vier Wochen berücksichtigen. Sie können jeweils zum 15. und zum Ende eines Monats kündigen.

Selbstverständlich müssen Sie Ihre Kündigung auch fristgerecht einreichen. Das sollte auf dem Postweg oder persönlich geschehen – lassen Sie es sich bei einer persönlichen Abgabe quittieren. Bedenken Sie dabei, dass das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers erst als abgegeben gilt, wenn der Arbeitgeber die Chance hat, davon Kenntnis zu nehmen. Geht der Brief zum Beispiel am Samstag in der Firma ein, wäre der offizielle Abgabetag erst der Montag. Die Frist startet einen Werktag später. Für ein fristgerechtes Kündigungsschreiben sollten Sie also entsprechend viele Tage einplanen. Noch ein Tipp: Reichen Sie Ihre Kündigung nicht ein, wenn Ihr Chef in Urlaub ist. Es ist zwar seine Aufgabe, für eine Vertretung zu sorgen, das Dokument würde also rechtlich als zugestellt gelten, doch unter Umständen müssten Sie mit unnötigen Diskussionen im Betrieb rechnen.

Kurz zusammengefasst: Kündigung durch den Arbeitnehmer

Die Frist

In der Regel beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Monatsende. In manchen Verträgen sind aber auch Fristen zum Quartalsende vorgesehen. Eine Ausnahme stellt die Probezeit dar. Hier können Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen beenden.

Aufsetzen des Kündigungsschreibens

Das Kündigungsschreiben sollte ein Arbeitnehmer aufsetzen, wenn der neue Arbeitsvertrag unterschrieben ist.

Alternativen zur Kündigung als Arbeitnehmer

Alternativ können sich Arbeitnehmer mit ihrem Vorgesetzten und Arbeitgeber auf einen Aufhebungsvertrag einigen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn oftmals entstehen Nachteile für Arbeitnehmer, zum Beispiel Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld.

Wie sollte das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers aufgebaut sein?

Für ein Kündigungsmuster für Arbeitnehmer müssen Sie einige Formalien beachten. Auch wenn der Text kurz sein darf, wie Sie an unseren kostenlosen Mustern sehen, können Sie leicht Fehler machen, die das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers infrage stellen. Das lässt sich vermeiden, indem Sie eine Vorlage nutzen oder sich zumindest stark an Beispielen orientieren.

Angaben zu Ihrer Person

Das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers beginnt mit seinen eigenen Kontaktdaten, also dem Namen und der Adresse. Denn selbstverständlich muss es möglich sein, das Dokument auch ohne Briefumschlag zuzuordnen.

Persönlichen Angaben des Ansprechpartners

An zweiter Stelle folgen die Kontaktdaten des Ansprechpartners. Neben der vollständigen Anschrift der Firma sollte auch der Name des zuständigen Vorgesetzten oder des Personalleiters genannt sein. Führen Sie in größeren Unternehmen sicherheitshalber auch die genaue Bezeichnung der Abteilung auf, damit Ihr fristgerechtes Kündigungsschreiben ganz sicher bei der richtigen Person landet.

Datum unterhalb der Adressfelder

Als Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, dass Sie zwar das Kündigungsschreiben mit einem Datum versehen müssen, dieses jedoch keine rechtliche Relevanz für eine fristgerechte Kündigung hat. Dafür zählt alleine der Tag, an dem das Schreiben eines Arbeitnehmers den Arbeitgeber erreicht.

Betreffzeile

Das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers enthält eine Betreffzeile. Dabei gilt es übrigens als altmodisch, das Wort „Betreff“ auszuschreiben. Sie nennen lediglich den Inhalt, also zum Beispiel: „Kündigung“ oder „Kündigung des Arbeitsverhältnisses“.

Anrede des Ansprechpartners

Da es sich um ein offizielles Dokument handelt, sollten Sie als Arbeitnehmer im Kündigungsschreiben den Arbeitgeber siezen und förmlich ansprechen, selbst wenn Sie sich im Alltag eventuell duzen.

Inhalt der Kündigung vom Arbeitnehmer

In seinem Kündigungsscheiben muss der Arbeitnehmer klar aussprechen, worum es geht, also die fristgerechte Kündigung. Eine Begründung für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses müssen Sie nicht nennen. Wichtig ist es jedoch, den Ausdruck „fristgerechte Kündigung“ zu verwenden und im Kündigungsschreiben den korrekten Beendigungstermin für das Arbeitsverhältnis zu benennen. Die Frist beginnt am Tag nach der Einreichung der Kündigung. Falls Sie nicht sicher sind, zu welchem Datum Sie fristgerecht kündigen können, sollten Sie die Formulierung „vorsorglich und hilfsweise zum TT.MM.JJJJ“ nutzen. Auf diese Weise ist die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt gültig, ohne dass eine Frist verstreicht.

Bitten Sie darum, dass Ihnen Ihr Arbeitgeber die Kündigung schriftlich bestätigt. Darüber hinaus sollten Sie explizit nach einem qualifizierten Arbeitszeugnis fragen. Sie haben darauf einen gesetzlichen Anspruch. Dennoch ist es sinnvoll, es zu erwähnen, damit es nicht zu zeitlichen Verzögerungen kommt. Darüber hinaus ist es bei einem guten Arbeitsverhältnis durchaus angemessen, sich zum Beispiel zu bedanken oder das Bedauern darüber auszudrücken, dass der nächste Karriereschritt in einem anderen Unternehmen erfolgt.

Persönliche Unterschrift

Das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers muss persönlich unterschrieben werden und zwar handschriftlich. Mit einer eingescannten Unterschrift wäre es rechtlich anfechtbar.

Wie lasse ich meinem Arbeitgeber das Kündigungsschreiben zukommen?

Ein Arbeitnehmer darf seine Kündigung nicht mailen oder faxen. Sie können das Dokument also zum einen auf dem Postweg einreichen. Damit es fristgerecht ankommt, müssen Sie die Dauer der Postzustellung einberechnen. Sicherheitshalber ist es für Arbeitnehmer empfehlenswert, das Kündigungsschreiben zum Beispiel per Einschreiben mit Rückschein abzuschicken. So erhalten Sie einen Nachweis über die fristgerechte Zustellung.

Die 2. Möglichkeit wäre, wenn Sie als Arbeitnehmer das Kündigungsschreiben persönlich abgeben. Ihr Chef ist übrigens nicht verpflichtet, den Erhalt zu quittieren. Im Idealfall sollten Sie das Schreiben daher vor Zeugen überreichen. Eleganter ist es oftmals, das Kündigungsschreiben eines Arbeitnehmers der Sekretärin zu übergeben, die den Empfang vermutlich gerne bestätigen wird.

Kostenlose Kündigungsmuster und Vorlagen für Arbeitnehmer

Das Kündigungsschreiben ist für einen Arbeitnehmer also keine Hexerei. Zur Sicherheit hat  INGENIEUR.de Ihnen verschiedene kostenlose Muster zusammengestellt, die Sie als Vorlage nutzen können. Welches Beispiel Sie nutzen, hängt von Ihrer individuellen Situation und Ihren Vorlieben ab.

 

Kann eine Kündigung zurückgenommen werden?

Eine Kündigung ist endgültig und beendet das Arbeitsverhältnis zur definierten Frist. Sobald Ingenieure formell korrekt und schriftlich gekündigt haben, kann die Kündigung nicht mehr zurückgenommen werden. Bei einer mündlichen Kündigung sieht das anders aus und ein Umkehren ist möglich. Oft wird auch bei Gehaltsverhandlungen mit einer angesprochenen Kündigung gepokert. Arbeitnehmer lassen sich den Empfang der Kündigung am besten bestätigen – zum Beispiel von der Personalabteilung.

Schlechte Gründe für eine Kündigung

Wer im Job Frust schiebt, sollte nicht aus dem Impuls heraus kündigen, sondern sich diesen Schritt gut überlegen. Ein paar Nächte darüber zu schlafen, kann helfen. Diese drei Kündigungsgründe sollten Sie nochmal überdenken.

  • Kündigung aus Frust: Einen Job ohne Frust gibt es nicht. Immer wieder treten Momente auf, die unangenehm oder stressig sind. Nicht jede Idee, wird zum Erfolg. Aus diesem Grund sollten Sie nicht kündigen. Wandeln Sie den Frust lieber in Energie um oder finden Wege damit umzugehen.
  • Kündigung nach Kritik durch den Chef: Kritikfähig zu sein, ist eine der wichtigsten Eigenschaften im Leben und im Job. Natürlich brauchen wir auch alle Lob. Wenn sich beides nicht die Waage hält, sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken. Aber davor nicht.
  • Kündigung wegen des Vorgesetzten: Mitarbeiter mögen ihren Job, kommen aber mit dem Chef nicht klar und gehen dann. Doch denken Sie daran, dass kein Chef perfekt ist und jeder Ecken und Kanten hat. Auch in anderen Jobs können schwierige Vorgesetzte warten.

Kündigungsschreiben eingereicht: Was passiert mit dem Resturlaub?

Der Urlaubsanspruch bleibt auch nach einer Kündigung bestehen. Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch steht Arbeitnehmern zu, wenn die Kündigung frühestens am 1. Juli wirksam wird. Die Voraussetzung: Das Arbeitsverhältnis muss mindestens sechs Monate bestehen. Bei einem kürzeren Arbeitsverhältnis muss der Arbeitgeber den Urlaub anteilig gewähren.

Mehr Informationen zur Beendigung eines Arbeitsverhältnis:

Wann der richtige Zeitpunkt für eine Eigenkündigung ist und wie man das im Kollegenkreis verkündet, lesen Sie im Artikel „Wie Sie Ihren Job richtig kündigen

Sie streben einen Aufhebungsvertrag an?

Informationen zum Arbeitszeugnis

Top Stellenangebote

VDI Verlag GmbH-Firmenlogo
VDI Verlag GmbH Abteilungsleiter Herstellung (m/w/d) Düsseldorf
Technische Universität Kaiserslautern-Firmenlogo
Technische Universität Kaiserslautern Professur (W3) für "Nachrichtentechnik - Bildsignalverarbeitung" Kaiserslautern
Hochschule München University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule München University of Applied Sciences W2-Professur für Produktentwicklung und Flugzeugkonstruktion (m/w/d) München
Hochschule München University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule München University of Applied Sciences W2-Professur für Sachverständigenwesen und Fahrzeugaufbau (m/w/d) München
Hochschule Bremerhaven-Firmenlogo
Hochschule Bremerhaven Professur (W 2) (w/m/d) für das Fachgebiet Medizintechnik Bremen, Bremerhaven
Stadt Mönchengladbach-Firmenlogo
Stadt Mönchengladbach Projektleitung (m/w/d) Gebäudetechnik Mönchengladbach
Technische Hochschule Ulm-Firmenlogo
Technische Hochschule Ulm Professur (W2) "Werkstoffkunde, Fügetechnik" Ulm
Universität Stuttgart-Firmenlogo
Universität Stuttgart W3-Professur "Systemverfahrenstechnik" Stuttgart
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
Hochschule Kaiserslautern Professur (W2) Apparatebau - Fertigungsverfahren in der Prozesstechnik Kaiserslautern
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
Hochschule Kaiserslautern Professur (W2) Embedded Systems und Digitaltechnik Kaiserslautern
Zur Jobbörse

Top 5 Alltag

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.