„Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Aus Dir wird doch eh nichts“

Wie Sie verhindern, dass falsche Glaubenssätze Ihre Karriere stoppen

Wer kennt sie nicht, die Stimme aus dem Unterbewusstsein. Entweder die Stimme, die uns anspornt und motiviert. Die uns sagt: „Ja, das schaffst Du!“, „Hey, das machst Du klasse, weiter so!“, „Nichts ist unmöglich!“ oder „Alles was ich anfasse, wird zu Gold!“. Denn diese Stimmen in Ihnen wirken. Mit diesen Stimmen sind Sie ein Glückskind, sicherlich schon in der Erfolgsspur weit oben, und das mit Leichtigkeit und Souveränität.

Menschen laufen Treppe hoch

Jeder hat seine persönliche Karriereleiter.

Foto: panthermedia.net/denisismagilov

Doch in den meisten von uns wirken Stimmen wie „Das (Berufs-)Leben ist kein Ponyhof“, „Erst die Pflicht, dann die Kür“ bzw. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, „Wer hoch aufsteigt, fällt tief“, und „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Die arbeitenden Eltern zeigten es womöglich tagtäglich in der Kindheit, dass Arbeit ein Übel ist, ärgerlich, anstrengend, erschöpfend. Und nur zum „Brötchen verdienen“ dient.

Was fatale Glaubenssätze zur Arbeit und zur eigenen Person bewirken

Dazu kommen noch die Glaubenssätze auf die eigene Person bezogen: „Das schaffst Du eh nicht“, „Du bist zu langsam / zu dusselig / zu weich / …“, „Das begreifst Du nie“, „Das hat keinen Zweck mit Dir“ oder „Aus Dir wird eh nichts“, usw. Lauter vernichtende Aussagen, die uns glauben lassen, wir seien nicht gut genug. Wir trauen uns nichts zu, wir verstecken uns. Und diese limitieren uns gnadenlos, tagtäglich.

Solche Aussagen treten in der Kindheit, von den Eltern, den Lehrern, weiteren Respektpersonen,dem persönlichen Umfeld oder auch der Gesellschaft auf. Sie sind sicher nicht immer böse gemeint, sollen anspornen, uns mehr anzustrengen. Oder sie spiegeln die eigenen Unzulänglichkeiten und Versagensgefühle der Aussagenden wider. Doch durch solche häufigen Beredungen, zudem von Authoritätspersonen, verknüpft mit einem starken Gefühl der Angst, des Schmerzes, des Leides, brennen sich diese Aussagen und Gefühle in unser Unterbewusstsein fest ein.

Unbemerkt aus dem Unterbewusstsein stärken sie Ängste und Zweifel

Im weiteren Leben verdrängen wir sie mehr und mehr, blenden sie aus, streichen bzw. vergessen sie. Jedoch in der Regel nur aus dem Bewusstsein. Und im Unterbewusstsein wirken sie weiter, tagtäglich, gnadenlos. Sie lassen uns vor allem im Berufsleben scheitern. Wir trauen uns vieles nicht zu, nutzen unsere Potentiale und Ressourcen lange nicht vollumfänglich. Wir haben Angst zu scheitern, zu versagen, uns zu blamieren, gedemütigt zu werden. Denn Fehler machen, so haben wir gelernt, bedeutet zu versagen, zu scheitern, schlecht zu sein.

Und wie gesagt, sie sind uns meist nicht bewusst. Das wirkt sich dann oft so aus, dass wir uns endlos bemühen. Und doch sind wir am Limit. Wir kommen nicht vorwärts, es geht nicht weiter, nicht mit der Karriere, nicht mit den Erfolgen. Wir sind blockiert, treten auf der Stelle, und wissen nicht warum.

Reflektieren Sie Ihre Gedanken und Gefühle aus Ihrem Unterbewusstsein

Dann gilt es, sich sein tiefes Inneres, sein Unterbewusstsein anzunehmen und anzusehen. Welche und wie wirken bei Ihnen die flüsternden Stimmen, oft nur wahrgenommen als Gefühl oder plötzlichen Gedanken? Dann gilt es nicht, den Verstand zu befragen, zu überlegen, was denn da los ist, sondern tief in das Gefühl zu gehen. Sinnvollerweise holen Sie sich professionelle Hilfe, beispielsweise einen zertifizierten Coach. Möglicherweise kann man auch selbst einiges wahrnehmen, hinterfragen oder löschen. Und dann darf man sich gerne wieder mit positiven, förderlichen Glaubenssätzen programmieren. Die Methoden sind vielfältig, so kann man auch Hypnose nutzen oder Meditationen. Probieren Sie gerne aus.

Das Transformieren oder Lösen von negativen, hinderlichen Glaubenssätzen ist in der Regel kein einmaliger, schneller Prozess, sondern kann gut und gerne Monate, sogar Jahre dauern, abhängig davon, wie zahlreich und tiefsitzend die Glaubenssätze abgespeichert sind und wie intensiv und zügig Sie diese bearbeiten können.

Wie positive Glaubenssätze Ihre Karriere beflügeln

Am Ende dieses Prozesses sollten förderliche, bestärkende Glaubenssätze in Ihnen wirken wie „Ich schaffe das, ich kann alles schaffen“, „Ich bin gut, so wie ich bin“, „Fehler sind Möglichkeiten zu lernen“, „Meine Arbeit macht mir Spaß“, „Wenn ich kritisiert werde, gibt mir das die Möglichkeit, mich zu verbessern“ usw. Die Facetten sind vielfältig. Suchen und formulieren Sie sich Ihre eigenen für Sie stimmigen Glaubenssätze, und verankern diese fest in Ihrem Unterbewusstsein.

Dann führen Sie Ihre Standortanalyse durch. Schauen und reflektieren Sie, wo Sie aktuell stehen, und was Sie ab sofort erreichen können und wollen. Was haben Sie alles unterlassen, weil Sie es sich nicht zutrauten, Angst vor den notwendigen Schritten hatten? Was sind Sie nicht angegangen, weil Sie meinten, zu alt oder zu langsam dafür zu sein? Passen Sie Ihr „Sein“ und Ihr „Tun“ an, planen Sie Ihren Weg dorthin, und starten Sie durch. Denken Sie immer an das entsprechende, passende Denken und Fühlen. Seien Sie selbstbewusst und selbstsicher, glauben Sie stets an sich und Ihre Erfolge, und ermöglichen Sie so, dass auch die anderen an Sie glauben können. Nehmen Sie Fehlversuche als Lernmöglichkeiten, und genießen Sie sodann Ihre Erfolge. Denn Erfolg beginnt im Kopf!

Ich wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg gutes Gelingen, durchbrechen Sie Ihre limitierenden Glaubenssätze, und erzielen Sie Ihre Erfolge.

Bodo Ikinger, Business Coach, www.bodo-ikinger.com

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