Büro-Knigge 13.07.2017, 00:00 Uhr

9 Tricks, wie Sie am besten Nein sagen

Wer nur schwer Nein sagen kann, verliert nicht nur Zeit für eigene Projekte, er sabotiert auch die eigenen Karrierechancen. Mit diesen Tipps verschaffen Sie sich mehr Freiheit und bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Sie können oder wollen nicht helfen? Dann diskutieren Sie nicht.

Sie können oder wollen nicht helfen? Dann diskutieren Sie nicht.

Foto: panthermedia.net/pressmaster

Im Privaten wie auch im Berufsleben fällt es vielen Menschen schwer, auf eine Anfrage oder Bitte eines anderen Menschen mit einem „Nein“ zu antworten. Oft steht Unsicherheit dahinter, aber auch Angst vor Ablehnung spielt dabei eine große Rolle. Und nicht zuletzt sehen viele auch ihre Karriere in Gefahr, wenn sie bestimmte Bitten ausschlagen.

Natürlich ist es für ein faires Miteinander im Team wichtig, dass sich die Kollegen untereinander unterstützen. Dennoch sollten Sie Ihre eigenen Ziele und Vorstellungen immer im Blick behalten und darauf den Fokus legen. Wer immer nur den Kollegen zur Hand geht und diese unterstützt, muss sich nicht wundern, wenn die eigenen Projekte liegenbleiben und letztlich der Karrierezug ohne einen selbst abfährt.

Diese Tricks helfen Ihnen, künftig häufiger Nein zu sagen.

1. Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl

Vielen Menschen fällt es deshalb so schwer, ein Nein über die Lippen zu bringen, weil sie Angst vor Ablehnung haben. Insbesondere Personen mit einem geringen Selbstwertgefühl sind davon betroffen. Wer hingegen mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein durchs Leben geht, fürchtet diese Ablehnung nicht, da er weiß, dass es genügend andere Gründe gibt, ihn zu schätzen. Ein erster und sinnvoller Schritt ist daher immer, sich über den Stand des eigenen Selbstwertgefühls klarzuwerden und ggf. daran zu arbeiten.

2. Sehen Sie die positiven Effekte

Wer anderen keine Bitte ausschlagen kann, steht recht schnell vor dem Problem, dass die eigenen Aufgaben in kürzerer Zeit und somit häufig schlechter erledigt werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies der Chef bemerkt und Sie sich so selbst Steine in den Karriereweg legen, ist hoch. Zum anderen fehlt es häufig auch an Freizeit. Denn hat man dem Kollegen zugesagt, ihm bei dessen Projekt zu helfen, werden oft Überstunden nötig, um die eigenen offenen Punkte abzuarbeiten. Machen Sie sich dies bewusst und denken Sie deshalb künftig immer an die Zeit, die Ihnen durch ein Nein für schöne Dinge bleibt: für Hobbys, die Familie, den Sport. Wer sich die positiven Folgen des Neins vor Augen hält, bringt es deutlich leichter über die Lippen.

3. Verschaffen Sie sich Zeit

Nein zu sagen ist dann besonders schwer, wenn die Bitte überraschend kommt, man also keine Zeit hat, sich eine Antwortstrategie zu überlegen. Und Vorsicht: Nicht alle Kollegen spielen fair! Manch einer wird versuchen, genau diese Überrumpelungstaktik für sich zu nutzen. Nehmen Sie solchen Personen den Wind aus den Segeln, indem Sie nicht sofort eine Entscheidung treffen. Antworten Sie stattdessen, dass Sie es sich überlegen werden und zunächst Ihren Aufgabenplan der nächsten Tage prüfen müssen. Alternativ können Sie einen Zeitpunkt nennen, zu dem Sie dem Anfragenden Bescheid geben werden, ohne dies zu begründen. Derjenige wird merken, dass er eher ein Nein kassiert, wenn er jetzt auf einer sofortigen Antwort besteht, und sich deshalb lieber gedulden. Für Sie bedeutet es, dass Sie Zeit gewinnen, um zu prüfen, ob Sie Kapazitäten haben, um den Kollegen zu unterstützen, oder um in Ruhe Ihr Nein vorzubereiten.

4. Beginnen Sie mit einem Teil-Nein

Eine Bitte komplett auszuschlagen, ist besonders am Anfang schwer. Üben Sie Ihr Nein, indem Sie anfangs nur Teilen der Anfrage zustimmen. Bittet Sie z. B. ein Kollege, ihn bei einer Aufgabe zu unterstützen, indem Sie vier Messungen oder Berechnungen übernehmen, sagen Sie lediglich zu, ihm zwei davon abzunehmen. So vermeiden Sie das vollständige Nein, das Ihnen vielleicht noch schwerfällt. Gleichzeitig verschaffen Sie sich so etwas Luft für die eigenen Aufgaben und – noch viel wichtiger – Respekt bei dem Kollegen. Schon beim nächsten Mal wird er wissen, dass Sie nicht zu allem Ja und Amen sagen und sich nicht frei nach seinen Wünschen einsetzen lassen.

5. Bieten Sie Alternativen an

Kommt ein Kollege mit einer wirklich unliebsamen Aufgabe auf Sie zu, die Sie partout nicht übernehmen wollen, können Sie sehr geschickt Nein dazu sagen, indem Sie ein Gegenangebot machen. Fragt er Sie beispielsweise, ob Sie schauen könnten, wo in seinem CAD-Programm der Fehler steckt, lehnen Sie dies ab. Bieten Sie aber gleichzeitig an, eine andere (Ihnen liebere) Aufgabe des Kollegen zu übernehmen, sodass dieser Zeit für die Fehlersuche hat. Diese Taktik ist insofern schlau, dass Ihnen niemand mangelnde Unterstützung der Kollegen vorwerfen kann, Sie gleichzeitig aber verhindern, dass die Kollegen nach Belieben Ihre ärgerlichsten Aufgaben bei Ihnen abladen.

6. Reden Sie Klartext

Wenn Sie Nein sagen, kommt es vor allem darauf an, wie Sie dies tun. Die Wortwahl spielt hier eine entscheidende Rolle. Antworten Sie auf eine Bitte damit, dass Sie nicht aushelfen können, bieten Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, mit Ihnen in eine Diskussion einzusteigen und zu ergründen, ob Sie nicht vielleicht doch könnten. Sagen Sie stattdessen, dass Sie nicht aushelfen werden. Zwar haben Sie nur ein einziges Wort im Satz geändert, aber zum einen klingt Ihre Aussage so deutlich stärker, zum anderen bieten Sie dem Anfragenden keine Chance, mit Ihnen zu diskutieren. Sollte er es dennoch versuchen, reicht es, wenn Sie Ihre Aussage „Ich werde das nicht tun“ wiederholen.

7. Begründen Sie nicht

Eine Weiterführung von Punkt 6 ist die nun beschriebene Taktik beim Neinsagen: Es ist wichtig, dass Sie Ihren Entschluss nicht begründen. Sollte Sie Ihr Chef dazu auffordern, ist dies selbstredend etwas anderes. Aber einem Kollegen gegenüber müssen Sie keine Rechenschaft über Ihre Entschlüsse ablegen. Sie würden so nur Raum für Diskussionen schaffen, die Sie u. U. nicht gewinnen. Auch hier gilt wie im vorherigen Punkt beschrieben: Fragt er nach dem Warum, reicht es vollkommen, wenn Sie Ihre Aussage unbegründet wiederholen.

8. Beschwichtigen Sie nicht

Besonders am Anfang wird die Verlockung groß sein, Ihr Nein mit einem „Es tut mir wirklich leid, aber …“ oder „Bitte nicht böse sein, doch …“ abzufedern. Vor allem Ingenieurinnen neigen zu solchen Höflichkeitszusätzen. Nach und nach sollten Sie diese Beschwichtigungsformeln jedoch unbedingt unterlassen. Sie lassen Sie schwach erscheinen und bringen Ihren Entschluss so zwangsläufig ins Wanken. Gleichzeitig heben Sie das Gespräch mit diesen Formulierungen auf eine emotionale Ebene, die Ihnen nicht weiterhilft. Schließlich laden Sie den Anfragenden so quasi dazu ein, Ihnen nun darzulegen, in welche Probleme Sie ihn mit Ihrem Entschluss stürzen und wie er zu Ihrem Nein steht. Belassen Sie es unbedingt beim Sachlichen. So wird Ihnen das Nein deutlich leichter fallen.

9. Lassen Sie sich nicht einwickeln

Wie bereits erwähnt, gibt es immer auch Personen, die ganz genau kalkulieren, wann Sie wie bei wem am besten Aufgaben abladen können. Hierzu gehört neben der Überrumpelung sehr häufig auch das Prinzip des Einschmeichelns. Fallen Sie nicht darauf herein, wenn Ihnen jemand Honig ums Maul schmiert und Ihnen erzählt, warum Sie viel besser für eine Aufgabe geeignet wären. Kontern Sie mit einem einfach formulierten und eindeutigen Entschluss (s. Punkt 6) und ergänzen Sie ggf. dass dies somit der ideale Moment für den Kollegen wäre, die eigenen Fertigkeiten in dem fraglichen Bereich auszubauen. Und diese Chance wollen Sie ihm doch nicht nehmen, oder?

 

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