So wird das Servicegeschäft zum Umsatztreiber
Das Münchener Jungunternehmen Lytra ermöglicht mit Hilfe von KI-Agenten die Automatisierung von Service-Prozessen, etwa der Bestellung von Ersatzteilen. Startkapital lieferte der Hightech-Gründerfonds.
Servicetechniker sollen sich künftig auf die wahren Problemfälle konzentrieren können. Routineaufgaben übernehmen KI-Agenten. Den Maschinenherstellern will das Unternehmen Lytra so zusätzlichen Umsatz bescheren.
Foto: smarterpix/zorandim
Die Münchener Lytra GmbH startet erfolgreich in das Jahr 2026: Angeführt vom HTGF (Hightech Gründerfonds) und unter Beteiligung von weiteren Investoren, schließt das Start-up seine Pre-Seed-Finanzierungsrunde ab. Mit dem frischen Kapital wollen die Gründer ihre Vision weiter in die Realität umsetzen: das Servicegeschäft von Maschinenbau-Unternehmen zu einem automatisierten, skalierbaren Umsatztreiber zu transformieren.
Das Servicegeschäft gewinnt an Bedeutung
Das Servicegeschäft bietet Maschinenbau-Unternehmen eine große strategische Chance: Es kann bis zu 50 % des Umsatzes beitragen und zeichnet sich zugleich durch deutlich höhere Margen als das Neugeschäft aus. Gleichzeitig gewinnt Service angesichts steigender Komplexität von Maschinen und wachsender Kundenerwartungen immer weiter an Bedeutung. Um dieses Potenzial nachhaltig zu erschließen, sind skalierbare Prozesse und der effektive Einsatz von vorhandenem Produkt- und Prozesswissen entscheidend. Der Mangel an Fachkräften vergrößert diese Herausforderung.
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Genau hier setzt Lytra mit seinem KI-Betriebssystem für den Maschinenbau-Service an: Verschiedene KI-Agenten ermöglichen die Automatisierung von Service-Prozessen wie der Bestellung von Ersatzteilen, der Planung von Vor-Ort-Einsätzen von Servicetechnikern oder der Beantwortung technischer Fragen. Die KI-Agenten sind end-to-end in die IT-Systeme der Kunden integriert und basieren auf dem bereits vorhandenen Expertenwissen, sodass sie ab dem ersten Tag voll einsatzbereit sind. Im Ergebnis heißt das: Servicemitarbeiter können sich auf die wirklich komplexen Fälle fokussieren und für die Kunden verkürzen sich Bearbeitungszeiten erheblich.
Ziel: Führender Partner für den deutschen Mittelstand werden
Etienne Fieg, Co-Founder und CEO von Lytra, erklärt: „Der erfolgreiche Abschluss der Pre-Seed-Finanzierungsrunde markiert einen wichtigen Meilenstein für uns. Das frische Kapital ermöglicht es uns, im Jahr 2026 zum Partner der Wahl für den deutschen Mittelstand im Maschinenbau zu werden, wenn es um die Zukunft des Servicegeschäfts geht.“
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Timo Bertsch, Investment Manager beim HTGF, kommentiert: „Das Servicegeschäft ist einer der größten, bislang ungenutzten Werthebel im Maschinenbau. Lytra adressiert dieses strukturelle Problem mit einem klaren Fokus auf Automatisierung, Skalierbarkeit und die Sicherung von Expertenwissen durch KI. Das Team verbindet tiefes Branchenverständnis mit technologischer Exzellenz und hat in den Pilotprojekten bereits gezeigt, welches Potenzial in ihrem Ansatz steckt. Wir freuen uns sehr, Lytra auf dem Weg zu begleiten, den Maschinenbau-Service nachhaltig zu transformieren.“
Der HTGF ist einer der führenden und aktivsten Frühphaseninvestoren in Deutschland und Europa, der Start-ups in den Bereichen Deep Tech, Industrial Tech, Climate Tech, Digital Tech, Life Sciences und Chemie finanziert. Mit seinem erfahrenen Investmentteam unterstützt der HTGF Start-ups in allen Phasen ihrer Entwicklung hin zu internationalen Marktführern.





