Manufacturing 4.0 01.04.2021, 06:00 Uhr

Cloud – so gelingt der Schritt in die digitale Zukunft

Die disruptive Kraft der Digitalisierung hat die Gesellschaft in wenigen Jahren nachdrücklich beeinflusst. Heute ist klar: An einer digitalen Transformation kommt langfristig kein Unternehmen vorbei, möchte es wirtschaftlich erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben.

Moderne Soft- und Hardware ebnet den Weg für die digitale Produktion, das "Manufacturing 4.0". Foto: Dassault Systèmes

Moderne Soft- und Hardware ebnet den Weg für die digitale Produktion, das "Manufacturing 4.0".

Foto: Dassault Systèmes

Dabei reicht es nicht aus, auf eine digitale Ablage und E-Mail-Kommunikation zu setzen. Nachhaltiger Erfolg bedeutet, eine Digitalstrategie umzusetzen, die alle Bereiche der Unternehmensstruktur umfasst. Plattformbasierte Cloud-Services erlauben es Fertigungs- und Produktionsfirmen, komplette Prozesse über alle Bereiche hinweg in den virtuellen Raum zu übertragen und zukunftssicher zu agieren. Modular aufgebaute Lösungen bieten dabei größtmögliche Agilität – gerade in Zeiten eines immer schneller werdenden Wandels.

Entwicklungszeiten verkürzen und Ressourcen nachhaltig einsetzen

Egal ob Prototypenentwicklung oder Serienprodukt, Fertigungsunternehmen stehen vor der Herausforderung, komplexe Prozesse schnell und kostensparend umsetzen zu müssen. Dabei sollen Entwicklungszeiten so kurz wie möglich sein und Ressourcen nachhaltig sparsam verwendet werden. Von der ersten Idee bis hin zur Logistik ist so nicht nur entsprechend viel Manpower gefragt, sondern vor allem auch eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit aller Stakeholder. Hier setzen ganzheitliche Digitalstrategien an. Durch die Nutzung von digitalen Lösungen lassen sich Ansätze definieren, um auf immer neue Marktlagen und Kundenwünsche reagieren zu können – und dies in kürzester Zeit. Für diese Tools kristallisieren sich dabei drei Anforderungsprofile heraus: Eine hohe Agilität, um schnell auf veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren. Zudem starke Flexibilität für eine rasche Prozessoptimierung, um stets kosteneffizient zu bleiben. Der dritte Baustein stellt die besonders große Widerstandsfähigkeit etablierter Strukturen dar, um auch bei neuen äußeren Einflüssen wie veränderten Standorten stets wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ab in die Cloud: agile Entwicklung

Moderne Soft- und Hardware ebnet den Weg für die digitale Produktion, das Manufacturing 4.0. Dynamische Lösungen bieten Unternehmen die Chance, auf Basis eines einheitlichen Datenmodells zu agieren und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette abzubilden. Der nächste Schritt für Unternehmen ist dabei der Weg in die Cloud: Diese Services lassen Elemente der physischen und digitalen Welt verschmelzen. Sie übertragen komplette Arbeitsabläufe in den virtuellen Raum, welche neue Herangehensweisen möglich machen. Dies betrifft sowohl interne Prozesse als auch die einfache Integration von externen Dienstleistern und Kunden. Gerade für Fertigungsunternehmen stellen Zuliefernetzwerke branchenübergreifend einen zentralen Aspekt des Entwicklungsprozesses dar. In der Cloud haben alle Beteiligten – intern wie extern – einen rollenbasierten Zugriff auf das Gesamtprojekt. So werden Datensilos verhindert und simultane Abstimmungs- und Änderungsprozesse geschaffen. Das reduziert einzelne Arbeitsschritte ebenso wie die komplette Entwicklungszeit. Damit ist es beispielsweise möglich, Materialanpassungen schneller vorzunehmen und Ersatzteile umgehend anzufordern und zu liefern. Ressourcen können somit effizient eingesetzt und gleichzeitig höchste Produktqualität gewährleistet werden. Zudem erreichen Produkte so schneller die nötige Marktreife und der Weg für zusätzliche Serviceangebote ist frei, die die Möglichkeit zur Spezialisierung im Vergleich zum Wettbewerb bieten.

Qualitätssicherung durch Automatisierung

Ein stetiger, transparenter Informationsaustausch fördert den kreativen Schaffensprozess ebenso wie die interne und externe Zusammenarbeit. Die Arbeit in der Cloud verzahnt so beispielsweise technische Anforderungen und Designwünsche miteinander, da die Verantwortlichen an einem gemeinsamen digitalen Modell arbeiten und Anpassungen abteilungsübergreifend direkt umsetzbar sind. Eine einheitlich, intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche vereinfacht zusätzlich den übergreifenden Einsatz. Dassault Systèmes bietet mit der cloudbasierten 3DExperience-Plattform eine teamorientierte, interaktive Umgebung, die Branchenlösungen für Design und Engineering, Fertigung und Produktion, Simulation sowie Governance und Lebenszyklus bereitstellt. Damit sind alle Geschäftsfunktionen abbildbar und ein effektiveres Ressourcenmanagement möglich.

Indem stets ein aktueller Überblick des Gesamtprojektes gegeben ist, können Fertigungskapazitäten jederzeit zuverlässig eingeschätzt und angepasst werden. Dies ist ein großer Vorteil, um schnell auf Kundenfeedback oder geänderte Marktanforderungen zu reagieren. Durch die virtuelle Produktsimulation lässt sich ein Prototyp sogar unter realen Umständen im digitalen Raum testen und eine Vielzahl an Daten gewinnen. So können Vorabberechnungen zu wechselnden äußeren Einflüssen, etwa Temperaturschwankungen, stattfinden. Die Kalkulationsergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung und Optimierung des Produkts ein.

Maximale Flexibilität durch modularen Aufbau

Noch verbinden viele Firmen den digitalen Weg oftmals mit einer umfassenden Umstrukturierung, die mit hohen Kosten sowie starren Lösungen einhergeht und nicht zuletzt eigene – teilweise nicht vorhandene – IT-Ressourcen voraussetzt. Doch diese Bedenken sind unbegründet: Mit der 3DExperience-Plattform in der Cloud vernetzt Dassault Systèmes Unternehmen virtuell, ohne dabei die Infrastruktur eines Unternehmens zusätzlich zu belasten. Dabei profitieren besonders Mittelständler von dem einfachen, modularen Aufbau der zentralen cloudbasierten Plattform. So können in einem ersten Schritt nur einzelne Tools angefordert, ausprobiert und über die Bedienoberfläche genutzt werden.

Anpassungen sind jederzeit unkompliziert möglich, sodass auch zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Software-Bausteine dazukommen können. Je nach momentaner Nutzerbedürfnisse, sind einzelne Komponenten jederzeit individuell und flexibel dazu buchbar, um jederzeit nur die Software zu erwerben, die gerade benötigt wird. Die tatsächlich anfallenden Kosten richten sich damit am Ende nur nach dem eigentlichen Verbrauch. Dies bedeutet einen großen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber starren Softwaremodellen, da Investitionen auch im Hinblick auf einzelne Projektbudgets getätigt werden können. Unternehmen sind so in der Lage, ihre Kostenstruktur nachhaltig zu optimieren.

Vorteile durch bedarfsangepasste Varianten

Bedarfsorientiert kann die Cloud-Lösung sowohl öffentlich als auch im „Private-Mode“ eingesetzt werden. Abgestimmt auf die Sicherheitsanforderungen jedes Unternehmen ist die Cloud damit entweder intern über einen VPN-Zugang erreichbar oder über eine auch von außen zugängliche Internetadresse. Für die offene Variante stellt Dassault Systèmes den Speicherplatz über in Europa gehostete Server zur Verfügung. Ein zusätzliches Plus bietet der umfassende Service-Support. Bei der Etablierung der Cloud-Lösung werden Unternehmen in jedem Schritt „an die Hand genommen“ und können auf fachkundige Experten zurückgreifen. Dies gilt auch für eventuelle Wartungsarbeiten und Anpassungen.

Fazit: So klappt´s mit der Digitalstrategie

Haben sich Unternehmen dazu entschieden, ihr Business zu digitalisieren, bieten flexible Cloud Services wie die 3DExperience-Plattform in der Cloud von Dassault Systèmes zahlreichen Vorteile. Nicht nur lässt sich die komplette Wertschöpfungskette virtuell abbilden – in Zeiten von Home-Office und Remote Work können Mitarbeiter, Partner und Kunden zudem jederzeit und überall partizipieren. Besonders modulare Cloud-Angebote machen den Einstieg leicht, da sich die eingesetzten Tools jederzeit auf die Nutzungsbedürfnisse abstimmen lassen. Kurz gesagt: Der Weg in das digitale Business von morgen wird über die Cloud geebnet.

Das könnte Sie auch interessieren:

Produktionsplanung mit dem digitalen Zwilling optimieren

Blockchain sichert den Lebenszyklus „Digitaler Zwillinge

Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben

Von Christoph Greis

Christoph Greis ist Director Cloud Advocacy EuroCentral bei Dassault Systèmes.
Foto: Dassault Systèmes

Top Stellenangebote

RheinEnergie-Firmenlogo
RheinEnergie Gruppenleiter Maschinentechnik Wasserproduktion (m/w/d) Köln
BASF SE-Firmenlogo
BASF SE Senior Ingenieur_in für Automatisierungstechnik (m/w/d) Ludwigshafen am Rhein
Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften-Firmenlogo
Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften Bauoberinspektor-Anwärter (m/w/d) Hannover
Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften-Firmenlogo
Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften Technische Referendare (m/w/d) Hannover
Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg-Firmenlogo
Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg Professur für Elektrotechnik Friedrichshafen
Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg-Firmenlogo
Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg Professur für Informatik im Studiengang Embedded Systems Friedrichshafen
Bundesagentur für Arbeit-Firmenlogo
Bundesagentur für Arbeit Ingenieur*innen (w/m/d) Ulm, Heilbronn
Hochschule Schmalkalden-Firmenlogo
Hochschule Schmalkalden Professur für Elektrotechnik (W2) Schmalkalden
Hochschule Pforzheim-Firmenlogo
Hochschule Pforzheim Professur (W2) Konstruktion und Entwicklung elektromechanischer Systeme Pforzheim
Zoologisch Botanischer Garten Wilhelma-Firmenlogo
Zoologisch Botanischer Garten Wilhelma Bautechniker*in / Bauzeichner*in (m/w/d) für CAD, Baudokumentation und Bauleitung Stuttgart
Zur Jobbörse