Software-Innovationen auf der SPS 15.11.2021, 08:15 Uhr

Simulation und elektrische Konstruktion in der Cloud

Wie können sich produzierende Unternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer mit intelligenten, software-unterstützten Lösungen bestmöglich für die Herausforderungen der digitalen Zukunft aufstellen? Dies zeigen Softwarespezialisten in Kürze auf der Messe „SPS“.

Das Start-up-Unternehmen sewts zeigt anlässlich der Messe "SPS", wie Roboter mithilfe Künstlicher Intelligenz auch mit form-instabilen Materialen arbeiten können. Foto: sewts GmbH

Das Start-up-Unternehmen sewts zeigt anlässlich der Messe "SPS", wie Roboter mithilfe Künstlicher Intelligenz auch mit form-instabilen Materialen arbeiten können.

Foto: sewts GmbH

Die SPS findet vom 23. bis zum 25. November 2021 in Nürnberg statt. Mit ihrem inhaltlichen Konzept bildet die Messe das komplette Spektrum der smarten und digitalen Automation ab – vom einfachen Sensor bis hin zu intelligenten Komplettlösungen. Das Spektrum reicht vom heute bereits technisch „Machbaren“ bis hin zur Vision einer umfassend digitalisierten Industriewelt. Im Fokus stehen dabei praxisnahe Lösungen für alle erdenklichen spezifischen Arbeitsbereiche.

Einer der für das Trendthema „Digitalisierung“ hoch spezialisierten Anbieter ist die Firma Dassault Systèmes. Sie präsentiert sich auf der SPS 2021 in Halle 6, Stand 110. Im Mittelpunkt des Auftritts steht das 3DExperience-Portfolio für den Maschinen- und Anlagenbau. Der Fokus wird auf der Messe bei den Themen elektrische Konstruktion in der Cloud, Engineering von elektromagnetischen Systemen, Simulation, virtueller Zwilling, Datenverwaltung sowie Start-ups liegen. Wie man mit der Plattform innovativen Lösungen auf der Cloud „Leben einhauchen” kann, zeigt dabei das das Münchner Startup sewts. Das junge Unternehmen arbeitet an einer KI (Künstliche Intelligenz)-Lösung, mit sich die Robotik revolutionieren lässt – so die Erwartungen der Jungunternehmer.

KI beflügelt die Robotik

Das Ziel von sewts lautet: Roboter sollen mithilfe von KI in die Lage versetzt werden, bisher manuell durchgeführte Arbeiten mit form-instabilen Materialien auszuführen. Mit diesem Ansatz kann eine typische Automatisierungslücke im Verarbeitungsprozess geschlossen werden, was enorme Kosteneinsparungen möglich macht. Für den Durchsatz in Fertigungs- und Montageprozessen eröffnen sich damit bisher unerschlossene Maximierungspotenziale.

Das junge Unternehmen setzt bei seinem Projekt auf die die Nutzung der 3DExperience-Plattform in der Cloud und die Applikation „Catia“. Mithilfe dieser Lösungen wird insbesondere die geforderte Schnelligkeit in der Entwicklung und dem Prototyping erreicht, da die interdisziplinäre Zusammenarbeit vereinfacht wird. Simulationen sowie Tests lassen sich bereits im Entwicklungsprozess durchführen und alle Schritte werden dokumentierbar gemacht.

Von Anwendern für Anwender: integrierte mechatronische Konstruktion

Besucher der SPS können sich am Stand von Dassault Systèmes zudem über die Neuerungen von „Solidworks“ 2022 und die Vorteile der „Electrical Suite“ für eine integrierte mechatronische Konstruktion informieren. Diese Softwarelösung ist an die Bedürfnisse interdisziplinär arbeitender Projektteams in einem kollaborativen Umfeld ausgerichtet. Mit integrierten Werkzeugen für die elektrische Konstruktion können Anwender gleichzeitig elektrische Konstruktionen und Schaltpläne innerhalb der mechanischen Konstruktionsumgebung erarbeiten. Anschließend lässt sich die Platzierung der Verkabelung automatisieren, einschließlich der Konfiguration und Positionierung von Kabeln und Kabelbäumen.

Da Solidworks ein ganzheitliches mechatronisches Produktdatenmodell zur Verfügung stellt, ist es möglich, alle Teile, Baugruppen und Produktdaten über die mechatronischen Disziplinen hinweg assoziativ ändern und aktualisieren. Nur so können Entwicklungszyklen bei hoher Produktqualität entsprechend verkürzt werden. In der Version 2022 sind viele Verbesserungen integriert: zum Beispiel die schnellere 3D-Leitungsführung in der elektrischen Baugruppe, eine verbesserte Performance bei großen Elektroprojekten sowie die Erweiterung auf das „Electrical Content Portal“ (ECP), das einen schnelleren Zugriff auf die Produktdaten von Elektrobauteilen zulässt.

Simulation minimiert Risiken

Jedes neue elektrische und elektronische Gerät muss vor Markteinführung zeitaufwendige und kostspielige physikalische Zertifizierungstests durchlaufen. Für diese Tests sind bisher meist mehrere physische Prototypen erforderlich. Dassault Systèmes bietet dafür die cloudfähige Lösung „Works Electromagnetics Engineer“ an. Mit dieser elektromagnetischen 3D-Simulationsanwendung können Teams elektromagnetische Felder in ihren Designs durch virtuelle Testläufe schnell und einfach bewerten. Auswirkungen von Konstruktionsänderungen auf die elektromagnetische Leistung von Designs lassen sich frühzeitig erkennen, optimieren und die Ergebnisse schnell mit allen Beteiligten über die 3DExperience-Plattform teilen.

Die automatisierte Industriewelt der Zukunft

Verschiedene Demos geben auf dem Messestand zudem weitere Einblicke in die automatisierte Industriewelt von morgen. Das Demo-Szenario „3DExperience in Motion“ zeigt die Vorteile der digitalen Transformation für den Anlagen- und Maschinenbau auf und adressiert die Herausforderungen dieser Branche mit einer integrierten, harmonisierten und modellbasierten Gesamtlösung. Der Anbieter Dassault Systèmes, „The 3DExperience Company“, sieht sich als ein Katalysator für menschlichen Fortschritt. Unternehmen und Menschen sollen durch kollaborative und virtuelle 3D-Umgebungen befähigt werden, nachhaltige Innovationen tatsächlich erlebbar zu gestalten. Kunden verschieben die Grenzen von Innovation, Lernen und Produktion durch den Einsatz von virtuellen „Experience Twins“ der realen Welt auf der etablierten Plattform und den dazugehörigen Applikationen. Über 290.000 Kunden jeder Größe, in allen Branchen sowie in mehr als 140 Ländern nutzen die Lösungen bereits (www.3ds.com/de).

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Von Dassault Systèmes / Birgit Etmanski

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