Digital Machining Market Place 19.02.2021, 10:09 Uhr

Auf gutem Weg zum digitalen Zerspanungs-Workflow

Die DiMaP (Digital Machining Market Place) geht vom 16. bis zum 19. März 2021 in die „zweite Runde“. Bei der Neuauflage dieser Online-Konferenz melden sich hochkarätige Experten der Branche zu Wort und stellen die neuesten Trends der digitalen Zerspanung vor.

Sofort-Hilfe in Sekunden: Mit der neuen Support-App "LiveTechPro"  gibt es rasche Hilfestellung, wenn pandemiebedingt kein Vor-Ort-Service möglich ist. Bild: Ceratizit

Sofort-Hilfe in Sekunden: Mit der neuen Support-App "LiveTechPro" gibt es rasche Hilfestellung, wenn pandemiebedingt kein Vor-Ort-Service möglich ist. Bild: Ceratizit

Unternehmen müssen in diesen schwierigen Zeiten erfinderisch sein. Dies betrifft vor allem jene, die bisher hauptsächlich auf „physischen“ Messen neue Kontakte zu potentiellen Kunden geknüpft haben. Online-Veranstaltung lautet das Messeformat der Stunde. Nach einem fulminanten Einstieg im Jahr 2020 geht dieses Jahr die Ausgabe 2.0 der DiMaP (Digital Machining Market Place) „an den Start“.

Messeformat kommt in der Zerspanungsbranche gut an

Das neue Format bietet eine virtuelle Messeplattform mit Konferenzhalle und Ausstellungsständen. Unter der Flagge der digitalen Zerspanung kommen Partner aus der gesamten zerspanenden Wertschöpfungskette zusammen, um gemeinsam die Digitalisierung der Branche voranzutreiben. Mit dabei sind internationale Firmen und Institute aus den Hochschulen sowie von der Fraunhofer-Gesellschaft. Diese decken mit ihren Beiträgen die gesamte zerspanende Wertschöpfungskette ab – vom Forschungsthema aus den Institut bis hin zum Praxisbeitrag vom erfahrenen Maschinenbauer.

Der Fokus der DiMaP 2.0 liegt diesmal auf Anwendungsbeispielen aus der „digitalen Zerspanung“. Neu ist das Format der Themenschwerpunkte – Aerospace & Leichtbau, Werkzeug & Formenbau und Powertrain jeweils am Vormittag der Messetage. Zu Beginn jedes Schwerpunktes gibt es einen Orientierungsvortrag durch die Forschungseinrichtungen. Beim „Director´s Exchange“ debattieren Managementvertreter der Branche über Trends und Auswirkungen der digitalen Zerspanung im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion.

Wie können Interessenten teilnehmen?

Die DiMaP 2.0 bietet Besuchern und Ausstellern eine professionelle Messeplattform. Über die Webseite www.digital-machining.de gelangt der Besucher mit nur einem Klick auf das virtuelle Messegelände. In einer Online Konferenzhalle finden die hochkarätigen Fachvorträge und Live-Präsentationen statt, jeweils auf Deutsch und Englisch. Zusätzlich gibt es Angebote auf Mandarin. Neben der Fachkonferenz hat jeder Aussteller seinen eigenen Stand mit zusätzlichen Informationsangeboten, Videos und Live-Chatmöglichkeiten. Somit wird ein idealer Ort geschaffen, um mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Das Highlight sind die Vorträge, die live aus der Maschine anwendungsnah Lösungen rund um das Thema digitale Zerspanung zeigen. Die Live-Darstellungen werden zum Teil auch gemeinsam – von einem Maschinenbauer und einem Werkzeughersteller – durchgeführt. Der Gedanke dabei ist, digitale Lösungen aufeinander abgestimmt und real aus Sicht des Zerspanungsbetriebs darzustellen sowie Fragen der Teilnehmer live zu beantworten. Initiator und Koordinator ist der drahtlose Sensorsystem-Hersteller für Überwachungs- und Steuerungsaufgaben, die Firma pro-micron aus Kaufbeuren. Mithilfe der sensorischen Lösungen aus dem Allgäu können Partner der zerspanenden Wertschöpfungskette ihre eigenen Angebote weiterentwickeln, neue Geschäftsmodelle einführen und gemeinsam den Standard in der digitalen Zerspanung setzen.

16 Technologieführer aus Wirtschaft und Forschung

Neben dem veranstaltenden Sensorsystem-Hersteller sind Firmen und Institute aus allen relevanten Bereichen mit dabei: die Spanntechnikexperten von Rego-Fix, der Schleifwerkzeughersteller Hermes, der Zerspanwerkzeug-Vollsortimenter Ceratizit und die Präzisionswerkzeugspezialisten Urma, Heule und Hufschmied. Dabei sind weiterhin auch der Kühlschmierstoffhersteller Blaser, Liquidtool mit einer „intelligenten“ Kühlschmierstoffüberwachung und das Industrie-KI-Unternehmen Tvarit. Die Werkzeugmaschinenbauer sind vertreten mit dem Vollsortimenter DMGMori und dem Spezialisten Fooke. Auch die Forschung ist mit dem PTW der Technischen Universität Darmstadt sowie den Fraunhofer Instituten IPT Aachen, IWU Chemnitz und IPA Stuttgart prominent vertreten.

Der Fokus der DiMaP 2.0 liegt auf den „Use-Cases“: Zu den Themenschwerpunkten Aerospace & Leichtbau, Werkzeug & Formenbau sowie Powertrain gibt es jeweils Orientierungsvorträge der beteiligten Forschungseinrichtungen – dem PTW (Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen) der Technischen Universität Darmstadt, den Fraunhofer Instituten IPT (Institut für Produktionstechnologie), Aachen, dem IWU (Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik), Chemnitz, und dem IPA (Institut für Produktionstechnik und Automatisierung), Stuttgart. Zudem berichten Vertreter der Branche über Trends und Auswirkungen der digitalen Zerspanung. Die Praxis kommt ebenfalls nicht zu kurz: Die Aussteller zeigen in kurzen Präsentationen und Live-Demos ihren aktuellen Stand der Digitalisierung.

Perfekt vernetzt für höchste Zerspan-Präzision

Auch der Hartmetall- und Zerspanungwerkzeugspezialist Ceratizit ist mit dabei: In seinen Vorträgen sowie Live-Vorführungen an Maschinen sind Lösungen für einen effizienten „digitalen Zerspan-Workflow“ zu sehen. Der Anbieter beschäftigt sich schon lange mit der digitalen Zerspanungs-Zukunft, unter anderem mit dem Überwachungs- und Regelungssystem „ToolScope“. Es erfasst permanent die im Fertigungsprozess entstehenden Signale aus der Zerspanungsmaschine, visualisiert diese Daten und liefert somit wichtige Informationen zur Prozesskontrolle, zum Maschinenschutz und zur Dokumentation.

Auf der „DiMaP 2.0“ wird unter anderem gezeigt, wie das Assistenz- und Regelungssystem „ToolScope“ in Verbindung mit dem Sensorsystem „spike_mobile“ beim Fräsen, Bohren und Drehen eine Prozessüberwachung bis ins kleinste Detail sicherstellt. Bild: Ceratizit

Hierbei leistet unter anderem auch das Sensorsystem „spike_mobile“ gute Dienste. Entwickelt von pro-micron, den Experten für drahtlose Sensorsysteme, misst die intelligente Werkzeugaufnahme auftretenden Kräfte unmittelbar am Werkzeug. Wie spike_mobile und ToolScope beim Fräsen, Bohren und Drehen eine Prozessüberwachung bis ins kleinste Detail sichern, beleuchtet ein Vortrag mit Live-Darbietung auf dem virtuellen DiMaP-Messestand von Ceratizit.

Mikrometer-genau Bearbeiten, mannlos und im Closed-Loop-Betrieb – funktioniert das? Ein Vortrag zur „KomMflex“-Feinspindel befasst sich mit diesem Thema. Das intelligente System kommuniziert dabei via Blum-Funkschnittstelle „RC66“ mit einem Messtaster. Dadurch wird eine automatische Durchmesserkorrektur bei Präzisionsbohrungen möglich. So werden Fertigungszeiten deutlich verkürzt und Werkstücke hochpräzise und zugleich kostengünstig bearbeitet.

Kompetente Sofort-Hilfe per App

Umfassender Service „liegt in der DNA“ von Ceratizit. Doch wie kann das funktionieren, wenn pandemie-bedingte Zugangsbeschränkungen den Vor-Ort-Support einschränken oder unmöglich machen? Speziell für diesen Fall wurde die neue App „LiveTechPro“ entwickelt. Wenn Hilfe benötigt wird, kann über die App der jeweilige Anwendungstechniker direkt kontaktiert werden. Das läuft fast so ab, als wäre er beim Kunden „vor Ort“: Über Videoaufnahmen von Smartphone oder Tablet lassen sich Details markieren, besprechen und Probleme schnellstens lösen. Sogar eine Anbindung an Virtual-Reality-(VR)-Systeme ist möglich. Anwendungstechniker erläutern das System in einer Live-Vorführung; und via Chat können Messebesucher direkt mit den Referenten ins Gespräch kommen.

Selbstlernendes Prozess- und Qualitätskontrollsystem

Ein weiteres Highlight der DiMaP stammt aus dem Bereich der Inline-Qualitätskontrolle: Das Team vom Hufschmied Zerspanungssysteme präsentiert auf der internationalen Onlinekonferenz als Premiere „SonicShark“. Dabei handelt es sich um ein selbstlernendes Echtzeitsystem, das über akustische Sensoren die Qualität von Bearbeitungsprozessen in Werkzeugmaschinen überwacht. Der Hersteller werkstoffspezifischer Spezialwerkzeuge stellt sein System in mehreren deutschen, englischen und chinesischen Vorträgen vor. Teilnehmer erhalten detaillierte Einblicke, wie Maschinen-, Bauteil- und Werkzeugdaten visualisiert und analysiert werden können.

Inline-Qualitätskontrolle: Anomalitäten werden anhand der geänderten Bearbeitungsgeräusche erkannt und verhindert. Bild: Hufschmied

SonicShark wertet Vibrationen und Akustiksignale im Werkzeugmaschinen-Innenraum aus, um die Prozess- und Werkstückqualität zu überwachen. Bei der Entwicklung hat sich der Anbieter mit Hauptsitz in Bobingen bei Augsburg mit zahlreichen Initiativen vernetzt. Ein gemeinsamer Vortrag mit dem Gastgeber pro-micron stellt das Forschungsprojekt „MultiProm – Multisensorielle Prozess- und Maschinenüberwachung für Faserverbund-Bearbeitungszentren“ vor. Im Rahmen des Projekts wurde ein Überwachungssystem erarbeitet, das Maschinen- und Prozessüberwachung miteinander verbindet, um Nebenzeiten zu minimieren. Möglich wird dies durch die prozessbegleitende Auswertung von Werkzeugbahnen und die Aufzeichnung und Interpretation multisensorieller Datenströme.

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