Internet der Dinge 25.02.2020, 00:00 Uhr

Nur ein paar Klicks entfernt

Maschinen vorausschauend warten, den Fuhrpark tracken oder Transporte überwachen – das Internet der Dinge (IoT) eröffnet Unternehmen viele spannende Möglichkeiten. Vorausgesetzt die Konnektivität stimmt. Wie sich diese einfach, schnell und kostengünstig umsetzen lässt.

Bild 1. Auf Erfolgskurs: Unternehmen sind überwiegend zufrieden mit den Ergebnissen ihrer IoT-Projekte. Bild: Deutsche Telekom

Bild 1. Auf Erfolgskurs: Unternehmen sind überwiegend zufrieden mit den Ergebnissen ihrer IoT-Projekte. Bild: Deutsche Telekom

Eine industrielle Nähmaschine kann heute viel mehr als nur in Höchstgeschwindigkeit Saum auf Saum befestigen. Ausgestattet mit diversen Sensoren und verbunden mit dem Internet der Dinge meldet sie sich, sobald ihre Betriebstemperatur zu stark steigt oder ihr das Maschinenöl auszugehen droht. Zudem zeigt sie an, wann genau die nächste Wartung fällig sein wird, noch bevor Verschleiß sie plötzlich zum Stillstand zwingt. Unvorhersehbare Produktionsausfälle gehören damit der Vergangenheit an. Und Wartungstermine für die Anlagen plant der Werksleiter vorausschauend zum optimalen Zeitpunkt. Möglich wird dies, wenn Geräte und Maschinen mit dem Internet der Dinge vernetzt sind.

IoT-Projekte lohnen sich

Eine in diesem Jahr erschienene Studie im Auftrag von Computerwoche, CIO, TecChannel und ChannelPartner gewährt interessanten Einblick, wie Unternehmen heute ihre IoT-Projekte angehen. 44 % der befragten Firmen haben IoT-Projekte umgesetzt, das sind mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Anzahl der angeschobenen Projekte hat sich erhöht: Knapp 30 % der Unternehmen haben inzwischen sechs bis 20 % Projekte realisiert, 13 % noch fünf Projekte und ein Fünftel der Befragten immerhin noch drei. Die großen Unternehmen haben nach wie vor die Nase vorn, aber der Abstand zu den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) schmilzt. Die Erfahrung nach den ersten umgesetzten Projekten: Selbst mit kleineren Digitalisierungsvorhaben lassen sich positive Ergebnisse erzielen. Fast 69 % der befragten Unternehmen sind sehr zufrieden oder zufrieden mit den Ergebnissen ihrer IoT-Projekte. Als Hemmschuh ihres Digitalisierungsvorhabens sehen die Unternehmen in erster Linie fehlende IoT-Fachkräfte. Immerhin entwickeln 44 % von ihnen ihre Lösung in Eigenregie. Der Vergleich zum Vorjahr verdeutlicht den Trend: 2018 waren es noch 32 %.

IoT? Do it yourself!

Für ihren Einstieg ins Internet der Dinge verlassen sich die Befragten laut Studie auf bewährte Methoden wie Design Thinking und DevOps. Dabei vergehen vom Use Case über die technische Analyse bis zur Konzeption im Schnitt 18 Monate, die Auswahl der IoT-Plattform sowie die technische Realisation benötigen weitere 20. Eine wesentliche Komponente einer IoT-Lösung, über die sich Entwickler früh Gedanken machen müssen, ist die Konnektivität. Denn ohne eine zuverlässige Verbindung von Device zu Plattform taugt die innovativste Anwendung nichts.

Young woman exercising outdoors

Bild 2. Wichtig bei der Umsetzung von IoT-Projekten: die Konnektivität. Bild: Deutsche Telekom

Welches Netz ist das richtige?

Für die passende Mobilfunkanbindung stehen eine Reihe von Techniken zur Verfügung. Bluetooth, WLAN, Machine-to-Machine-Kommunikation via 2G, das LTE-Netz oder NarrowBand IoT (NB-IoT) sind im Angebot. Welche Technologie sich am besten für welche Anwendung eignet, hängt von vielen Faktoren ab: Wieviel Reichweite ist nötig? Wie viele Daten sollen übertragen werden? Wie sieht es mit der Stromversorgung aus? NB-IoT beispielsweise eignet sich als LPWA-Netz (Low Power Wide Area) eher für kleine Datenmengen, hat jedoch eine besonders hohe Reichweite, durchdringt auch die dicksten Kellerwände, verbraucht wenig Strom und hat eine hohe Netzabdeckung. Ein gutes Anwendungsbeispiel sind Wasserzähler (Smart Metering). Sie befinden sich häufig im Keller oder in anderen schwer zugänglichen Räumen und haben keine eigene Stromversorgung. Um hingegen Geräte wie CO-Melder zuverlässig zu vernetzten, eignet sich Bluetooth besonders. Die geringe Reichweite fällt nicht ins Gewicht, denn die Distanz bis zum nächsten Internet-Gateway ist kurz. Und um den Maschinenpark auf einer Baustelle zu tracken und beispielsweise mittels Geofencing vor Diebstahl zu schützen, sind klassische Mobilfunktechniken mit hoher Netzabdeckung die erste Wahl.

SIM-Karten nach Netz-Bedarf

Zuverlässige Konnektivität für IoT-Geräte bietet etwa „Business Smart Connect“ der Telekom. Das Angebot umfasst vorkonfigurierte SIM-Karten, die sich einfach und platzsparend in die zu vernetzenden Geräte einbauen lassen. Mittels der Karten sind die Geräte sofort einsatzbereit und lassen sich mit einer Cloud-Plattform wie beispielsweise der Cloud der Dinge verbinden. Die Installation lokaler Netzwerke oder Gateways ist nicht nötig, denn die SIM-Karten stellen die Verbindung zum gebuchten Mobilfunknetz des Bonner Telekommunikationsanbieters her, egal ob 2G, LTE oder NB-IoT. Anbieter von IoT-Devices stellen sich im Webshop das individuell passende Angebot zusammen, angefangen bei der Anzahl der benötigten SIM-Karten über den passenden Tarif bis hin zum richtigen Netz. Die Laufzeit der Verträge reicht von 36 bis zu 60 Monaten. Die gelieferten Karten sind vorkonfiguriert und sofort einsatzbereit. Eine gute Option für Unternehmen, um sich einfach, kostengünstig und schnell mit der passenden Konnektivitätslösung für ihr IoT-Projekt zu versorgen.

www.telekom.de

Text: Melanie EngelenMelanie Engelen ist eine IT-Autorin aus Köln. Bild: ((fehlt))

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