Mobilitätslösung entlastet Mitarbeiter 18.08.2021, 10:00 Uhr

Räumliche Agilität für die Automobilproduktion

Steigende Variantenvielfalt, kleinere Serienfertigungen, Elektromobilität, autonomes Fahren, vernetzte Automobile, voranschreitende Digitalisierung, neue Produktionsanlagen – die Automobilindustrie steht vor der wohl größten Veränderung seit Beginn ihrer Geschichte.

Um konzentrierte Denkarbeiten inmitten einer laufenden Automobilproduktion ohne Störung durchführen zu können, eignen sich mobile Schallschutzkabinen, die ruckzuck ohne Bohren und Schrauben einen „Raum im Raum“ erschaffen. Foto: Officebricks

Um konzentrierte Denkarbeiten inmitten einer laufenden Automobilproduktion ohne Störung durchführen zu können, eignen sich mobile Schallschutzkabinen, die ruckzuck ohne Bohren und Schrauben einen „Raum im Raum“ erschaffen.

Foto: Officebricks

Um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig Produktivität und Qualität in der Fahrzeugherstellung sicherzustellen, sind Flexibilität und Mobilität in den Produktionsbetrieben vonnöten. Das bloße „Fahr-Zeug“ war gestern – das gilt in der Produktion genauso wie auf der Straße. Durch die digitale Vernetzung des Kraftfahrzeugs wird das Auto zu einem „device on wheels“. Auch die Frage nach dem Antrieb der Zukunft ist noch ungeklärt und wird vor allem durch die voranschreitende Elektrifizierung der Fahrzeuge diskutiert. Hinzu kommen neue Geschäftsmodelle, die das Verhältnis des Verbrauchers zum Autobesitz auflösen.

Innovationsdruck in der Automobilindustrie steigt weiter

Mit allen diesen Veränderungen drängen auch neue Anbieter, die nicht den klassischen Vertretern der Automobilbranche zuzuordnen sind, auf den Markt – siehe Tesla oder Google. Diese bringen aus ihrem speziellen Fachbereich große Expertise mit, die die bewährten Unternehmen erst mühsam aufbauen müssen.

Ein weiterer „Game-Changer“ ist die Digitalisierung. Sie wird möglich durch den Einzug des IIOT (Industrial Internet of Things) in die Werkhalle. Der Begriff bezeichnet IoT-Technologien, die in der industriellen Umgebung verwendet werden, insbesondere in Fertigungseinrichtungen. Maschinen, Betriebsmittel, Lagersysteme und Logistik können über Sensoren und Netzwerke in Echtzeit miteinander kommunizieren. Systeme lernen mittels Mustererkennung – so werden Fertigungsprozesse kontinuierlich optimiert und an die aktuellen Gegebenheiten und Aufträge angepasst.

Die Produktion kleinerer Serien sowie die gesteigerte Variantenvielfalt erhöhen die Komplexität in der Fertigung – und das, während diese zugleich in immer kürzeren Abständen auf den Markt kommen. Diese Kleinserien und Variationen in der Ausstattung müssen rentabel fertigbar sein. Das Resultat sind immer öfter umgestaltete Prozessabläufe. Oder kurz gesagt: Die Produktion wird agil.

Den Mitarbeiter nicht aus dem Auge verlieren

Auch die Rolle und die Aufgaben der Mitarbeiter verändern sich in diesem Umfeld. Mit der voranschreitenden Digitalisierung und Automatisierung werden Aufgaben verstärkt flexibel, adaptiv und selbst organisierend ausgeführt. Gleichzeitig entstehen aber auch massenhaft Daten, die ausgewertet und analysiert werden müssen.

Um mit diesem Wandel mitzuhalten, ist ein Paradigmenwechsel erforderlich: Stichpunkt „Agilität und Mobilität“. Das alte Meisterbüro hat ausgedient. „Die Automobilbranche steht vor noch nie da gewesen Herausforderungen. Um diese erfolgreich zu meistern, sind auch räumlich agile Konzepte notwendig. Es braucht einen vollständig ausgestatteten, digitalen Arbeitsplatz, der immer dort ist, wo er gerade gebraucht wird“, sagt Dr. Peter Smeets, Geschäftsführer bei Officebricks sowie Mitgründer der „Shopfloor Box“. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein europaweit erfolgreicher Anbieter für Raum-in-Raum-Systeme nach dem bewährten „Brick“ System.

Anwendungsbeispiele aus dem Arbeitsalltag für diese Lösung in der Produktionsumgebung gibt es viele: Sei es die Auswertung von Daten, das Maschinen-Controlling, Predictive Maintenance-Maßnahmen, das Designen neuer Produkte, durchzuführende ungestörte Videokonferenzen oder E-Learning – Mitarbeiter benötigen immer wieder ruhige, mobile Rückzugsräume.

Rückzugsräume machen konzentriertes Arbeiten weiterhin möglich

Um die beschriebenen Arbeiten ohne Störung durchführen zu können, eignen sich mobile Schallschutzkabinen – ein mögliches System ist die Shopfloor Box. „Ruckzuck“, ohne Bohren und Schrauben nach dem „Plug & Play“ Prinzip aufgebaut, schaffen sie einen „Raum im Raum“. Durch eine große Glastür und Fenster wird für die Mitarbeiter ein abgeschirmter und dennoch einsehbarer Raum mit integrierter Lüftung geschaffen. Vor Lärm geschützt, können Fachkräfte ungestört und in Ruhe ihren Aufgaben nachgehen. Sogar bei bis zu 95 Dezibel Lärmbelastung in der Werkhalle haben sie dabei die Produktion immer im Blick.

Ausgestattet mit Schnittstellen wie Schuko-Steckdose, LAN-Verbindung, USB-Anschluss oder auch Monitoring- und Touchscreens bieten die Kabinen einen vollumfänglichen Arbeitsplatz „Made in Germany“. Gerade für die immer wichtiger werdenden Shopfloor-Meetings bietet die Box im Shopfloor so den perfekten Raum. Dank der auf Wunsch integrierten Rollen oder auch mithilfe eines Gabelstaplers können die Boxen schnell umgestellt werden. Somit sind sind sie auch bei oft wechselnden Produktionsabläufen immer dort, wo sie gerade gebraucht werden. „Damit zieht sich die Flexibilität nicht nur durch Abläufe und Produktionsprozesse, sondern auch durch den physischen Raum selbst. Nur mit agilen Konzepten in der Produktionshalle, für ein modernes Shopfloor Management, kann produktiv auf den Innovationsdruck reagiert werden“, betont Sabine Schiller, Geschäftsführerin bei Officebricks und Initiatorin des mobilen Systems.

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