Personalien, Veranstaltungen, Neuheiten 20.04.2021, 13:12 Uhr

News aus der Automatisierungstechnik

Was tut sich im Bereich der Automatisierungstechnik? Welche Stellen sind neu besetzt worden? Was gibt es Neues hinsichtlich der Fachmessen und -Veranstaltungen der Branche?

Produktion von Automobilen: " leanPositioning"-Systeme erlauben hier zum Beispiel die flexible Fertigung unterschiedlichster Karosserie-Varianten auf nur einer Linie. Foto: Maroš Markovič/AdobeStock

Produktion von Automobilen: " leanPositioning"-Systeme erlauben hier zum Beispiel die flexible Fertigung unterschiedlichster Karosserie-Varianten auf nur einer Linie.

Foto: Maroš Markovič/AdobeStock

Wie entwickeln sich die Unternehmen weiter und welche Produkt- und sonstigen Neuheiten gibt es? Die VDI-Z hat aktuelle Meldungen aus Unternehmen der Branche für Sie zusammengestellt.

Stabile Finanzen trotz Corona

Auch der Industrieroboterspezialist Kuka, Augsburg (www.kuka.com), spürte – wie der gesamte Markt – in 2020 die massiven Auswirkungen der Pandemie. Zwar gab es im dritten Quartal leichte Erholungstendenzen, diese konnten allerdings die Einbrüche des ersten Halbjahrs sowie des vierten Quartals nicht ausgleichen. So sank der Auftragseingang des Konzerns 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent auf 2792,2 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 19,4 Prozent auf 2573,5 Millionen Euro zurück. „Durch die schnelle Umsetzung umfassender Sicherheitsmaßnahmen sowie einer ausgeklügelten Logistik-Planung konnten wir unsere Kunden rund um den Erdball ohne größere Unterbrechungen bedienen. Dennoch: Corona hat uns global in allen Bereichen beeinflusst, von der Fertigung über den Kundenservice und Lieferketten bis hin zum Arbeitsalltag. Durch strikte Maßnahmen gehen wir dennoch netto schuldenfrei und mit einer stabilen Finanzlage aus diesem Geschäftsjahr“, sagte Peter Mohnen, Kuka-CEO. In den indirekten Bereichen wurde zwar gespart, dagegen investierte der Konzern aber in Forschung und Entwicklung und damit in die Zukunftsfähigkeit. Die Aufwendungen für F&E stiegen 2020 auf 178 (2019: 160,5) Millionen Euro.

Die Manz AG, Reutlingen (www.manz.com), ein weltweit agierender Hightech-Maschinenbauer mit großem Technologieportfolio, hat im Segment „Energy Storage“ von einem US-amerikanischen Hersteller von Elektrofahrzeugen einen Auftrag über eine Montagelinie für Batteriemodule im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten. Im Geschäftsjahr 2020 hat sich Manz profitabel entwickelt:. Der Umsatz betrug 236,8 (Vorjahr: 264,4) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf 19,4 (Vorjahr: 9,2) Millionen Euro. Mit der Expertise im Bereich der Produktionsanlagen zur Lithium-Ionen-Batterieherstellung und bezüglich Montagelösungen rund um weitere Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs sieht sich das Unternehmen bestens aufgestellt, um auch 2021 vom großen Wachstumstrend Elektromobilität profitieren zu können.

Partner schließen sich für die Roboterintegration zusammen

Rockwell Automation Inc., Milwaukee/USA, weltweit tätiger Spezialist für industrielle Automation, und Comau, Turin/I, ein international führender Anbieter von Industrieautomatisierung und -robotern, arbeiten künftig auf dem Gebiet einheitlicher Robotersteuerungslösungen zusammen. Ziel ist, die Programmierung und das Lifecycle-Management zu vereinfachen und so die Wertschöpfung für den Kunden zu beschleunigen. Ingenieure können jetzt ihre komplette Maschine in nur einer Umgebung programmieren, wobei Comau-Roboterarme direkt durch die Logix-basierten Controller von Rockwell Automation gesteuert werden. Die Entwicklungssoftware von Rockwell für Automatisierungssysteme erspart den zeitaufwendigen und häufig schwierigen Versuch, herkömmliche separate Maschinensteuerungs- und Robotersysteme für die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Software-Tools zu koordinieren. Dank der Engineering-Tools lassen sich digitale Modelle von Fertigungslinien erstellen und automatisch Maschinensteuerungscodes generieren, die den integrierten Einsatz von Comau-Robotern unterstützen. Dies erleichtert zum Beispiel Maschinenbauern und Systemintegratoren ihre Arbeit.

Systemlösungen werden unter neuem Namen gebündelt

Komplettsysteme von Leantechnik, Oberhausen (www.leantechnik.com),werden in Zukunft unter der Bezeichnung „leanSystems“ vertrieben. Die Umbenennung hängt unter anderem mit der stetig wachsenden Bandbreite an Anwendungsgebieten zusammen, in denen die Systeme zum Einsatz kommen. Zum Produktprogramm gehören mittlerweile unterschiedlichste Anlagen, welche eine große Bandbreite der industriellen Automation abdecken. Die Ingenieure aus Oberhausen können Lösungen für nahezu jede Positionieraufgabe konstruieren: Neben kundenspezifischen Hubsystemen (leanLlift) und Pick-and-Place-Anlagen (leanP&P) fertigt das Unternehmen auch Positioniersysteme (leanPositioning), Portalanlagen (leanGantry) und Shuttle-Systeme (leanShuttle). Unter der Bezeichnung leanUnique bieten die Automatisierungsprofis darüber hinaus Sondergetriebe an, die bereits ab moderaten Stückzahlen für die Kundenansprüche modifiziert werden – mit besonderen Beschichtungen und Abmessungen, für spezielle Belastungen und Umwelteinflüsse oder nach individuellen Materialvorgaben. Die Positioniersysteme werden als teil- oder funktionsfertige Anlagen geliefert und lassen sich mit geringem Aufwand in bestehende Produktions- oder Logistikprozesse integrieren. Sie erlauben u.a. das optimale Handling von Flaschen in der Getränkeindustrie und die kosteneffiziente Montage unterschiedlichster Karosserie-Varianten auf einer einzigen Fertigungslinie.

Personalien

Mitsubishi Electric, Ratingen (www.mitsubishi-cnc.de), hat eine Neubesetzung im Management im Bereich Mechatronics CNC bekannt gegeben: Roman Gaida übernimmt die Leitung des Geschäftsbereiches und tritt damit die Nachfolge von Yoshiharu Nagamatsu an. Seit dem 1. April 2021 ist er somit verantwortlich für alle divisionsrelevanten Geschäftsbelange im Bereich EMEA. Seine Laufbahn bei Mitsubishi Electric Europe begann er im Jahr 2017 als Leiter Vertrieb, Engineering und Marketing des europäischen CNC Headquarters in Ratingen. 2018 startete er dann in der Funktion des „Deputy Division Manager“ und gestaltete den digitalen und kulturellen Wandel des europäischen Geschäftsbereichs. Zuvor arbeitete er als Segment-Leiter bei einem weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen. Gaida ist gelernter Zerspanungsmechaniker, Wirtschaftsingenieur und hat einen MBA der RWTH Aachen und der HSG St.Gallen.

Roman Gaida im Aaustellungsbereich des Technologieunternehmens in Ratingen: Seit dem 1. April 2021 ist er Bereichsleiter des Geschäftsbereiches Mechatronics CNC Europe. Foto; Mitsubishi Electric Europe B.V.

Rockwell Automation, Inc. hat die Ernennung von Greg Nicoloso zum neuen General Manager von ASEM, S.r.l., bekannt gegeben. Nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2020 stärkt Rockwell Automation (www.rockwellautomation.com) damit sein Automatisierungsportfolio und setzt das Wachstum auf internationaler Ebene fort. Nicoloso hat mehr als 19 Jahre Erfahrung im Management führender Technologieunternehmen. ASEM ist seit mehr als 30 Jahren auf dem italienischen Markt präsent und verfügt neben dem Hauptstandort in Mailand über zahlreiche Niederlassungen in Italien. Das global tätige Unternehmen agiert auf dem Markt für digitale Komponenten, Systeme und Technologien zur Maschinen- und Prozessautomatisierung und bietet Hardware-Plattformen mit offenem Standard, in die anwendungsfreundliche Software-Lösungen integriert sind.

Technologiepräsentationen finden virtuell statt

Als digitale Alternative in Zeiten der Pandemie hat die Zimmer Group, Rheinau, einen virtuellen Messestand präsentiert (https://expo.zimmer-group.com/). Die Gruppe ist gewöhnlich weltweit an durchschnittlich über 50 Messen im Jahr als Aussteller präsent. Da Kunden weiterhin nach innovativen Lösungen und neuen Produkten suchen, soll der Kontakt zum Messepublikum auch in Zeiten von Corona, Messeabsagen und -verschiebungen nicht abreißen. Interessierte können jetzt jederzeit bequem aus dem Büro oder Homeoffice heraus das virtuelle Angebot online besuchen. Auch die Ansprechpartner der Zimmer Group können digital getroffen werden. Animierte Kameras fliegen durch die sechs Technologiebereiche sowie den Unternehmensbereich. Die Exponate existieren als 3D-Modell und lassen sich so von jeder Seite aus betrachten. Ein zusätzlicher Klick führt tiefer ins Detail mit weiteren Bildern und Datenblättern. Sollten darüber hinaus noch Informationen gewünscht sein, hilft eine Video-Präsentation weiter.

Alle Informationen und Inhalte zum virtuellen Messestand sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Slowakisch, Spanisch, Chinesisch und Koreanisch abrufbar.

Foto: Zimmer Group

SmartFactory-KL, Kaiserslautern (www.smartfactory.de), hat unter dem Motto „Production Level 4“ mit einem umfangreichen Programm an der „Hannover Messe“ teilgenommen. 22 Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten in der Forschungskooperation am Demonstrator mit. Die Datenplattform „Gaia-X“ gilt als Voraussetzung für eine Shared Production. „Wir formulieren Visionen und erproben sie technisch“, sagt dazu Prof. Martin Ruskowski, der Vorstandsvorsitzende. „Das ist beim Projekt Gaia-X ebenso wie bei der Vorstellung auf der digitalen Hannover Messe.“ Dort war unter anderem zu sehen ist, welche Rolle Multiagentensysteme künftig spielen werden. Einen kompletten Tag wurde live aus dem „Living Lab“ gesendet.

Messen laufen digital oder werden verschoben

Die Deutsche Messe AG hat nach dem Ende der digitalen „Hannover-Messe“ eine positive Bilanz gezogen: 90.000 registrierte Teilnehmer informierten sich dort nach Angaben des Veranstalters über die 10.500 Produkte und Innovationen der 1.800 Aussteller. An den fünf Messetagen generierten die Teilnehmer den Angaben zufolge mehr als 3,5 Millionen Seitenaufrufe und 700.000 Suchanfragen in der Aussteller- und Produktsuche. Im Konferenzprogramm diskutierten 1.500 Expertinnen und Experten über Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung der industriellen Prozesse, Leichtbau oder Elektromobilität.

Die für den 9. und 10. Juni 2021 geplante „all about automation“ am Standort Essen wird aufgrund der weiterhin unsicheren Pandemiesituation auf den 27. + 28. Oktober 2021 verschoben. Im September 2020 hatte bereits – mit einem von Ausstellern und Besuchern als hervorragend bewerteten Hygienekonzept – eine derartige Messe in Essen als Präsenzveranstaltung unter Pandemiebedingungen stattgefunden. Für 2021 sind aktuell Messen dieser Art in Friedrichshafen, Wetzlar, Chemnitz und Essen geplant (www.all­aboutautomation.de).

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Von Birgit Etmanski

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