Humanoide bekommen einen siebten Sinn
Ein französisches Start-up will erreichen, das (humanoide) Roboter vorausschauend denken. Ermöglichen sollen das „World Models“. Namhafte Investoren spendierten über 1 Mrd. US-$ Anschubfinanzierung.
In die Zukunft blicken, zumindest für ein paar Sekunden. Das sollen Humanoide und andere Roboter bald können. Das französische Unternehmen AMI Labs arbeitet daran.
Foto: smarterpix / sdecoret
Wenn Yann LeCun ein Unternehmen startet, dann ist ihm die Aufmerksamkeit der Technologiewelt sicher. Hintergrund: Er zählt zu den Vätern der KI und ist Gewinner des Turing-Awards 2018, einer Auszeichnung, die auch als „Nobelpreis für Informatiker“ bezeichnet wird.
Das „Who’s Who“ der Investoren stand Schlange
Vor nur rund 100 Tagen, also im Dezember 2025, hat der Franzose das Unternehmen AMI Labs (Advanced Machine Intelligence) in Paris ins Leben gerufen. Und sofort standen etliche namhafte Investoren Schlange: Amazon-Chef Jeff Bezos, Ex-Google-CEO Eric Schmidt, World Wide Web-Entwickler Tim Berners-Lee, Toyota, Nvidia, Samsung,…
In einer „Seed-Runde“, also der ersten Kapitalspritze für eine Gründungsidee, machten die Kapitalgeber insgesamt über 1 Mrd. US-$ locker. Das ist eine der größten Anschubfinanzierungen, die jemals von einem europäischen Start-up eingesammelt wurde. Vor jenem gigantischen Geldregen wurde das Unternehmensküken mit unfassbaren 3 Mrd. US-$ bewertet (Pre-Money Value) – drei Monate nach Gründung!
Lesetipp: 1 Mrd. € für die Humanoiden von Neura Robotics
Was lässt die Investoren derart (aus)schwärmen? Es sind die sogenannten „World Models“. AMI Labs setzt auf sie – statt auf klassische Large Language Models. Das bedeutet: Maschinen sollen über Sensor- und Videodaten ein Verständnis der realen Welt entwickeln. Sie sollen prognostizieren, was als nächstes um sie herum passiert – und ihre Handlungen darauf abstimmen. Skeptiker sehen hier den nächsten großen Schritt Richtung „Terminator“.
Erster Geschäftsführer wird Mehrfachgründer Alexandre LeBrun
Erster Geschäftsführer von AMI Labs wird Alexandre LeBrun. Auch er ist kein Unbekannter. Er gründete unter anderem Nabla, ein französisches Technologieunternehmen, das einen KI-gestützten Assistenten für das Gesundheitswesen entwickelt.




