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+++Anzeige+++ 01.05.2024, 10:00 Uhr

Dezentral, digital, flexibel: Energiesystem im Umbruch

Der Wandel hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung ist in vollem Gange. Durch die zunehmende Wirtschaftlichkeit verdrängen erneuerbare Energien weiter fossile Brennstoffe und Atomkraft. So zeigt die Prognose der Internationalen Energie Agentur (IEA), dass schon Anfang 2025 erneuerbare Energien die Kohle überholen und zur größten Stromerzeugungskapazität weltweit werden. Die Botschaft ist also klar: Erneuerbare Energien sind auf der Überholspur.

Solar Promotion GmbH

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Insbesondere der Zubau der Photovoltaik (PV) geht dynamisch voran. Erstmals wurde 2023 weltweit mehr als ein Gigawatt PV-Leistung pro Tag installiert – das entspricht in etwa der Leistung eines großen Kohlekraftwerks oder eines Atomkraftwerks. Vor 20 Jahren brauchte es dafür noch ein ganzes Jahr, 2010 noch einen Monat. Die Entwicklung wird von Treibern wie China beeinflusst, die 2023 mehr PV-Kapazität zugebaut haben als die gesamte Welt im Jahr zuvor.

Aber nicht nur in China, sondern auch in Europa schreitet der Ausbau erneuerbarer Energie mit hoher Geschwindigkeit voran. So verzeichnete beispielsweise Deutschland 2023 einen Rekord-Solarzubau von 14 GW – und erreichte damit Platz eins der europäischen Solarrangliste – gefolgt von Spanien, Italien, Polen und den Niederlanden.

Die Notwendigkeit eines Systemwandels

Mit dem Durchbruch der erneuerbaren Energien wird jedoch eines deutlich: Ein grundlegender Wandel im Energiesystem ist nötig. Um eine erneuerbare Energieversorgung rund um die Uhr gewährleisten zu können, ist die Transformation hin zu einer dezentralen, digitalisierten und intelligenten Strom- und Wärmeversorgung unumgänglich.

Derzeit stellt jedoch das Stromverteilnetz in den wichtigsten Märkten für erneuerbare Energien den Flaschenhals für einen ungehinderten Ausbau dar. In Ländern wie Spanien, Deutschland und den Niederlanden werden vermehrt Abregelungen aufgrund drohender Netzüberlastungen oder Preisverfalls durch ein Überangebot an erneuerbar erzeugtem Strom beobachtet. Allein in Spanien gingen im vergangenen Jahr 1,2 Terawattstunden an erneuerbar erzeugtem Strom durch Abregelungen verloren.

Foto: Solar Promotion GmbH

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100 Prozent Erneuerbare: Branche stellt Lösungen bereit

Die Branche reagiert auf diese Herausforderung, indem sie schon heute die Lösungen bereitstellt, um eine zukunftsfähige Energiewelt mit 100 Prozent Erneuerbaren zu ermöglichen. Hierbei spielen die Digitalisierung der Netze und die Nutzung von Flexibilität eine zentrale Rolle, um eine intelligente Nutzung der Netzkapazitäten und des Stromangebots sicherzustellen. Darüber hinaus ist die Elektrifizierung des Energiesystems entscheidend, um den Verkehr und die Wärmeerzeugung auf kostengünstigen Strom aus erneuerbaren Quellen umzustellen. Der Ausbau von Energiespeichersystemen ist ebenfalls von großer Bedeutung, um die Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom zu jeder Zeit sicherzustellen. Zusätzlich sind dezentrale Erzeugungs- und Verbrauchsmodelle, die auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten sind, entscheidend für den Erfolg der Energiewende.

The smarter E Europe 2024: Treffpunkt für Akteure, die Veränderung vorantreiben

Zusammen mit dem Energiesystem verändern sich auch die Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle in rasantem Tempo. Um mit diesen Entwicklungen schrittzuhalten, braucht die Branche Austausch, Dialog sowie Zusammenarbeit und Wissenstransfer. The smarter E Europe bildet dabei einen festen Termin im Kalender eines jeden Energie-Experten: Auf insgesamt 19 Messehallen und einem Freigelände verteilt erwarten über 2.800 Aussteller mehr als 115.000 Fachbesucher aus aller Welt. Als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vereint The smarter E Europe die vier Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe.

Auf 206.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren Unternehmen die neuesten Innovationen und Anwendungen für PV, Energiespeicher, E-Mobilität und Ladeinfrastruktur sowie Energiemanagement und vernetzte Energielösungen. Außerdem bieten sieben Messeforen ein maßgeschneidertes Vortragsprogramm zu zukunftsträchtigen Fachthemen. Hochaktuelles Expertenwissen und gewinnbringende Kontakte gibt es darüber hinaus auf den Konferenzen von The smarter E Europe, die parallel vom 18. bis 19. Juni im ICM (International Congress Center München) der Messe München stattfinden. Mit nur einem Ticket können Teilnehmer gleich vier Konferenzen besuchen.

 

www.thesmartere.de