Abwasserentsorgung 10.05.2022, 08:00 Uhr

Viskose Medien smart pumpen

Die Pumpenwelt wird digitaler: Mit einer weltweit neuen Technologie lassen sich Exzenterschneckenpumpen besser überwachen und warten.

Die Exzenterschneckenpumpe „SCT AutoAdjust“ steht auf einem Prüfstand. Mithilfe der angeschlossenen Sensorik werden der aktueller Betriebsstatus und Prozessdaten wie Durchflussrate, Temperatur und Druck in Echtzeit auf dem Pump Monitor angezeigt. Foto: Seepex

Die Exzenterschneckenpumpe „SCT AutoAdjust“ steht auf einem Prüfstand. Mithilfe der angeschlossenen Sensorik werden der aktueller Betriebsstatus und Prozessdaten wie Durchflussrate, Temperatur und Druck in Echtzeit auf dem Pump Monitor angezeigt.

Foto: Seepex

Wer Schlämme, Gülle, Fette oder Erdöl pumpt, greift oft auf Exzenterschneckenpumpen zurück. Klärwerke und Industriebetriebe fördern mit ihnen neben wässrigen Flüssigkeiten auch jene, die dickflüssig, viskos oder abrasiv sind.

Diese Pumpen bestehen aus zwei Hauptteilen: einem feststehenden Stator, in dem sich das zweite Teil, der Rotor, drehend bewegt. Diese Pumpen sind richtige Arbeitsmaschinen, die aber auch moderner werden. Die neue Exzenterschneckenpumpen-Technologie made in Nordrhein-Westfalen, genauer aus Bottrop von der Firma Seepex, heißt „SCT AutoAdjust‟. Die Neuerungen erleichtern das Überwachen und Warten der Pumpe. Das britische Wasserversorgungsunternehmen Thames Water, einer der größten Wasserversorger in Europa, setzt diese Technologie seit Ende 2021 diese Technologie in der Wasseraufbereitungsanlage Maple Lodge nordwestlich von London in einem Referenzprojekt ein. Sie soll neue Standards für die Wasserindustrie setzen.

In großen Abwasseraufbereitungsanlagen wie dieser können Exzenterschneckenpumpen eingesetzt werden, um zum Beispiel hoch entwässerte Schlämme zu fördern.

Foto: Adobe Stock

Smart fördern

Nur eine perfekt eingestellte Exzenterschneckenpumpe liefert beste Ergebnisse. Seepex verbessert schon seit 2008 seine „Smart Conveying Technology“ (SCT). Dessen Konstruktionsprinzip hat sich bewährt: Der so genannte „Smart Stator“ besteht aus zwei Hälften, so dass die Wartung einfach durchgeführt werden kann, da Saug- oder Druckleitungen nicht mehr entfernt werden müssen.

Mit einer integrierten Nachspannvorrichtung kann die Klemmung zwischen Rotor und Stator für eine optimale Förderung eingestellt werden, wenn sich die Durchflussmenge beispielsweise aufgrund von Verschleiß verringert. Dies verlängert die Lebensdauer von Rotor und Stator erheblich, verringert den Bedarf an Ersatzteilen und senkt die Lebenszykluskosten von Seepex-Pumpen.

AutoAdjust ist die Zukunft

Die SCT AutoAdjust-Technologie geht einen Schritt weiter. Es ist die erste Exzenterschneckenpumpe, deren Statorklemmung, also die Klemmung zwischen Rotor und Stator, automatisiert justiert werden kann. Der optimale Betriebspunkt lässt sich mit einer hydraulischen Verstelleinheit auch während des Betriebs präzise einstellen. Die Klemmung zwischen den wichtigsten Förderelementen, dem Rotor und dem Stator, lässt sich also mühelos auf die Gegebenheiten im Prozess oder dem Verschleißgrad anpassen.

Schraubenschlüssel und Co. sind damit passé, ein Klick aus der Leitwarte, lokal vor Ort über den Seepex Pump Monitor oder per Bluetooth via App – und schon ist die Statorklemmung so justiert, dass die Pumpe stets in Bestform fördert.

Diese Technologie wurde 2020 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, ist inzwischen patentiert und wird dieses Jahr auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, in München präsentiert.

Die Exzenterschneckenpumpe „SCT AutoAdjust“ mit automatisierter Statorklemmung ist hochpräzise hydraulisch verstellbar. 

Foto: Seepex

Fernwartung per Cloud

Mit der neuen SCT AutoAdjust-Technologie entfallen auch weitere Arbeitswege. Seepex‘ Pump-Monitor stellt stetig die relevanten Betriebsdaten zur Verfügung und hilft so, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Prozessausfälle zu vermeiden, bevor sie auftreten. Diese Technologie in Verbindung mit digitalen Lösungen wie Monitoring- und Cloud-Diensten ermöglicht auch die Fernwartung zur Maximierung der Pumpeneffizienz und Prozessoptimierung, sowie mit Hilfe von „Advanced Analytics“ eine vorausschauende Wartung. Hinter Advanced Analytics versteckt sich eine erweiterte Zustands- und Leistungsüberwachung mithilfe moderner Algorithmen. Dies bietet umfangreiche Funktionen für die Datenauswertung. Damit ist die Pumpenleistung nicht nur messbar, sondern auch optimierbar. Der Verschleißgrad ist ersichtlich und eine anstehende Wartung kann vorausschauend geplant werden

Die SCT AutoAdjust-Technologie erhöht damit die Effizienz und Lebensdauer der Pumpe und macht eine schnelle Reaktion auf veränderte Prozessbedingungen durch automatisierte Anpassung der Statorklemmung möglich. Daraus resultieren eine längere Lebensdauer von Rotor und Stator, ein geringerer Energie- und Ressourcenverbrauch, eine erhöhte Betriebssicherheit und Prozesseffizienz sowie eine signifikante Kosteneinsparung im Bereich Personal, Workflow und Wartung.

Intelligentes Netzwerk

Damit hat Seepex eine innovative Pumpentechnologie in Kombination mit digitalen Lösungen im Angebot. „SCT AutoAdjust ist ein weiterer und konsequenter Schritt von der analogen Produktwelt in die digitale Pumpenwelt und technisch weltweit einzigartig konzipiert“, sagt Dr. Fabian Pöhl, Produktmanager bei Seepex.

Mit den digitalen Lösungen von Seepex wird jede einzelne Exzenterschneckenpumpe Teil eines Netzwerks intelligenter Produkte, Dienstleistungen und Prozesse, deren Zustand und Leistung immer und überall in Echtzeit überwacht werden kann. Seepex stimmt seine digitalen Lösungen und Dienstleistungen zudem so individuell auf die Anforderungen der Kunden ab, dass sie auf Grundlage der gewonnenen Daten den Pumpenbetrieb und Förderprozess verbessern, unvorhersehbare Stillstandzeiten und Prozessausfälle minimieren, Logistikprozesse vereinfachen und notwendige Wartungsarbeiten effizienter planen und durchführen können.

www.seepex.com

Von Ferdinande Epping

Ferdinande Epping
Marketing Manager Seepex GmbH
fepping@seepex.com
Foto: Seepex

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