Schutzmasken 13.07.2020, 10:00 Uhr

Wie verwende ich meine Mund-Nase-Bedeckung richtig?

Masken oder Mund-Nasen-Schutz sieht man im Corona-Alltag in alle Formen und Farben: Ob bei Einkauf oder Bahnfahrt. Bei manch einem passend zu T-Shirt oder in Schwarz, mit lustigem Aufdruck oder der Klassiker: In Weiß. Selbstgenäht, geklebt, gekauft. Aber werden die Schutzmasken auch richtig angewendet?

Ob beim Einkaufen oder in der Bahn: die Schutzmaske muss sitzen. Foto: PantherMedia/Zdenek Fiamoli

Ob beim Einkaufen oder in der Bahn: die Schutzmaske muss sitzen.

Foto: PantherMedia/Zdenek Fiamoli

Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) oder „Community-Masken“ gehören in der Corona-Krise zum Alltag. Im beruflichen Bereich sollten Mund-Nase-Bedeckungen gemäß des SARS-CoV-2– Arbeitsschutzstandards immer dann getragen werden, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet und Atemschutz als Persönliche Schutzausrüstung nicht vorgeschrieben ist. Betriebe sollen ihren Beschäftigten MNB in diesen Fällen zur Verfügung stellen. Beim Einkauf ist unter anderem darauf zu achten, dass Hinweise zur sicheren Verwendung, Reinigung und Entsorgung vorliegen, die Mund-Nase-Bedeckungen aus hautverträglichen Textilien bestehen sowie möglichst mehrlagig mit hoher Fadendichte gefertigt sind.

Wie trage ich die Schutzmaske bei Vorerkrankung?

Können auch Beschäftigte, die eine Erkrankung der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems haben, eine Mund-Nase-Bedeckung bei der Arbeit tragen? „Das Gewebe eines Mund-Nase-Schutzes oder einer OP-Maske beeinträchtigt nicht die Sauerstoffaufnahme in den Körper“, sagt Dr. Vera van Kampen, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenz-Zentrum Medizin des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA): „Wie stark dadurch die Atmung erschwert wird, hängt von der Art und Dichte des Gewebes ab. Bei körperlicher Belastung erhöht sich die Atemarbeit zusätzlich. Personen die zu einer Risikogruppe gehören und gesundheitlich vorbelastet sind, können das Für und Wider des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung mit ihrem Arzt oder dem Betriebsarzt besprechen. Generell sollten sie unnötige Kontakte meiden und vor allem auf den Schutzabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen achten. Bei der Beschaffung der Mund-Nase-Bedeckung sollte darauf geachtet werden, dass Produkte mit möglichst geringem Atemwiderstand beschafft werden.“

Atemschutz-, OP-Maske oder MNB: Die Einordnung der verschiedenen Maskenarten und deren Unterschiede werden in der folgenden Übersichtsgrafik auf einen Blick deutlich. Grafik: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)

Was sollte der Betrieb im Hinblick auf die Maskenpflicht tun, wenn Beschäftigte an Atemwegserkrankungen leiden?

Wie bereits erwähnt, gehören Personen mit Atemwegserkrankungen zur Risikogruppe und können deshalb mit dem Vorgesetzten/Betriebsarzt über mögliche Alternativen (Homeoffice, Einzelbüro, Trennwände, kein Kundenkontakt etc.) sprechen, wenn sie das Gefühl haben, dass die Atmung mit Maske erschwert ist. Generell gilt, dass eine Mund-Nase-Bedeckung am Arbeitsplatz nur bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen oder wenn der Schutzabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann und somit nicht dauerhaft während einer ganzen Schicht getragen werden darf.

Wo können sich Beschäftigte und Unternehmen beraten lassen?

Allgemeine Informationen und Hinweise zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckung findet man beispielsweise auf den Seiten der Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sehr gute Informationen zum Schutz gegen Corona-Infektionen am Arbeitsplatz gibt es auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) beziehungsweise auch speziell für einzelne Branchen bei den zuständigen Unfallversicherungsträgern. Ein wichtiger Ansprechpartner in den Betrieben ist zudem der betriebsärztliche Dienst.

Das vollständige Interview mit Dr. Vera van Kampen vom IPA zu der Frage, was Betriebe und Beschäftigte bei der Verwendung von Mund-Nase-Bedeckungen beachten sollten, lesen Sie auf der Website von kommmitmensch, der Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der DGUV.

 

von Annika Hilse

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