Indien wird zum wichtigen Handelspartner für den Hamburger Hafen 30.01.2020, 16:11 Uhr

Der rasante Aufstieg des Subkontinents

Indien ist jetzt aufgestiegen in die Rangliste der Top 10 Handelspartner des Hamburger Hafens. Der Containerverkehr zwischen Hamburg und dem Subkontinent ist in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres um 17 % gewachsen.

Der Containertransport zwischen dem Hafen Hamburg und Indien ist im ersten Halbjahr 2019 um 17 % gestiegen. Bild: Rolf Müller-Wondorf

Der Containertransport zwischen dem Hafen Hamburg und Indien ist im ersten Halbjahr 2019 um 17 % gestiegen. Bild: Rolf Müller-Wondorf

Im Direktverkehr mit indischen Ports wurden im ersten Halbjahr des vergangenen Halbjahrs im deutschen Nordseehafen 106.000 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen. Dies entspricht einem Zuwachs von 17,0 %. Aufgrund dieses Wachstums ist Indien in der Rangliste der Hamburger Handelspartner im Containerverkehr auf den 10 Platz geklettert. Doch scheint damit das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht zu sein. Weiteres Wachstum ist vorprogrammiert durch den neuen Liniendienst IEX (South-East India–Europe Express). Hapag-Lloyd bietet mit diesem Dienst gemeinsam mit den Reederpartnern ONE, YML und COSCO seit November vergangenen Jahres eine weitere Abfahrt pro Woche ab Hamburg an.

Insgesamt zehn Liniendienste verkehren zwischen den Standorten

Aktuell verbinden zehn Liniendienste die Elbmetropole mit dem Subkontinent – drei Ro-Ro-Dienste für den Fahrzeugtransport, vier Container-Liniendienste sowie drei Dienste für den Transport von Stückgut.  Diese nehmen auch Schwergut oder sehr sperrige Anlagen- und Projektladungen auf. Und auch die momentan zwischen Hamburg und Indien verkehrenden Reedereien lesen sich wie das „who-is-who“ der Transportbranche: Cosco Shipping, Hapag-Lloyd, ANL, NYK RoRo , APL, Chipolbrok, CMA CGM, Höegh, Autoliners und die Maersk Line gehören ebenso dazu, wie Hamburg Süd, MOL RoRo, MSC, , ONE, Rickmers-Line, SAL und Van Uden. Gemeinsam mit MSC ist auch die indische Reederei Shipping Corporation of India (S.C.India) mit einem Container-Liniendienst präsent.

Transitzeiten

Rund zwei Wochen sind die Frachten von Hamburg aus bis zur indischen Westküste unterwegs. Bis zur Ostküste des Subkontinents dauert die Fahrt etwa drei Wochen. Derzeit bestehen Verbindungen zwischen der Elbmetropole und den indischen Ports in Krishnapatnam, Nhava Sheva, Mundra, Kolkata, Mumbai, Kandla, Chennai, Ennore, Cochin, Tuticorin, Visakhapatnam, , Haldia  und Hazira. Die Stellplatzkapazität der auf diesen Strecken verkehrenden Containerschiffen liegt zwischen 6.000 und 13.000 TEU.  Zudem werden Mehrzweckfrachter mit einer Tragfähigkeiten zwischen 12.000 bis 30.000 Tonnen eingesetzt.

Der Hamburger Hafen wird in Mumbai durch die Hamburg Repräsentanz vertreten. Dort engagieren sich Peter Deubet und Lea Miram neben ihrer Arbeit für Projekte der Stadt Hamburg auch für die Hafenwirtschaft und sind Organisationspartner für die 8. India Week in Hamburg.

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