Kurzanalyse zur „Grünen Logistik“ 17.08.2020, 12:14 Uhr

So wird der Ressourceneinsatz in der Logistik effizienter

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) erstellte im Auftrag des Bundesumweltministeriums eine Kurzanalyse, die Impulse zur ressourceneffizienten Gestaltung von logistischen Geschäftsprozessen liefert. Sie führt zu einer „grünen Logistik“.

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) erstellte im Auftrag des Bundesumweltministeriums eine Kurzanalyse, die Impulse zur ressourceneffizienten Gestaltung von logistischen Geschäftsprozessen liefert. Foto: panthermedia.net/perig76

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) erstellte im Auftrag des Bundesumweltministeriums eine Kurzanalyse, die Impulse zur ressourceneffizienten Gestaltung von logistischen Geschäftsprozessen liefert.

Foto: panthermedia.net/perig76

Die Beförderung von Gütern und Waren verschlingt deutlich mehr Rohstoffe, als nur zum Antrieb der Transportfahrzeuge benötigt wird. Denn neben dem eigentlichen Transportfahrzeug – dem LKW auf den Straßen, dem Schiff oder der Bahn – werden Lager- und Fördertechnik, Logistikimmobilien und verschiedene Ladehilfsmittel und Verpackungen benötigt. Hinzu kommt, dass die Logistikbranche und der Handel zu den umsatzstärksten deutschen Wirtschaftszweigen zählen. Entsprechend groß ist die Ressourcenmenge – insbesondere Energie und Rohstoffe -, die von den beiden Branchen benötigt werden.

Potenziale für die „grüne Logistik“

Wie viel Potenzial an Ressourceneffizienz in der Optimierung von Anlagen- und Prozessen steckt, hat das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) im Auftrag des Bundesumweltministeriums untersucht. Dazu wurde eine typische Versorgungskette betrachtet. Diese enthält sowohl Logistikprozesse produzierender Unternehmen als auch Prozesse des Groß- und Einzelhandels. Darüber hinaus betrachteten die Macher der Studie die erforderlichen Transportprozesse sowie die zum Handel und zur Logistikbranche zugehörigen Immobilien auf Potenziale für Ressourceneffizienz.

Vielfältiges Einsparpotenzial

Die Untersuchungsergebnisse zeigen sehr vielfältige Einsparpotenziale für Material und Energie. Erfolge lassen sich beispielsweise erzielen durch die Optimierung der Fahrzeuge, der Verpackungen, im Bereich des Lagerwesens und der Intralogistik sowie in der Tourenplanung. Weiteres Potenzial für Ressourceneffizienz liefern die Logistikimmobilien. In ihrer Kurzanalyse haben die Experten vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz ein Beispiel aufgeführt, bei dem ein Logistikzentrum als Plusenergiegebäude deutlich mehr Energie erzeugt, als für das Gebäude selber benötigt wird.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

Um die aufgeführten Potenziale deutlich stärker nutzen zu können, sehen die Studienmacher die Digitalisierung als übergreifende Strategie. Mit ihrer Unterstützung lassen sich Prozesse besser analysieren und anschließend optimieren. Ferner können Fehlerquellen detaillierter aufgezeigt werden. Und auch Intralogistik, Transportprozesse und selbst Verpackungsaspekte lassen sich durch die Digitalisierungseffekte effizienter gestalten. Durch die Prozessautomation verringern sich unter anderem Fehlerquoten und damit der Materialverbrauch durch verringerte Ausschussraten.

Die Analyse des VDI ZRE zum Thema „Ressourceneffizienz in Handel und Logistik“ ist erhältlich unter: www.ressource-deutschland.de/publikationen/kurzanalysen/.

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz

Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen zu material- und energieeffizienten Prozessen und zu Umwelttechnologien allgemeinverständlich aufzubereiten. Deren Ziel ist es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Optimierung ihrer Ressourceneffizienz zu unterstützen. Die Instrumente des VDI ZRE zur Darstellung und Bewertung von Ressourceneffizienzpotenzialen werden im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt. Sie sind auf der Website www.ressource-deutschland.de kostenlos zugänglich.

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Von Rolf Müller-Wondorf

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