„Supply Chains matter!” 29.06.2022, 12:32 Uhr

Programm zum Deutschen Logistik Kongress veröffentlicht

Der Deutsche Logistik Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wird in diesem Jahr vom 19.-21. Oktober (voraussichtlich) als Präsentveranstaltung in Berlin stattfinden. Das Programm der Traditionsveranstaltung wurde jetzt veröffentlicht.

Der Deutsche Logistik-Kongress soll vom 19.-21. Oktober in Berlin als Präsenzveranstaltung wieder ausreichend Gelegenheiten für die Netzwerkpflege bieten. Foto: BVL

Der Deutsche Logistik-Kongress soll vom 19.-21. Oktober in Berlin als Präsenzveranstaltung wieder ausreichend Gelegenheiten für die Netzwerkpflege bieten.

Foto: BVL

LogiMAT: Erwartungen deutlich übertroffen

„Persönlicher Austausch bereitet Freude und tut uns gut – er ist nicht durch virtuelle Treffen ersetzbar“, sagt Prof. Thomas Wimmer, Vorsitzender des Vorstands der BVL. Vor diesem Hintergrund rückt die BVL beim diesjährigen Deutschen Logistik-Kongress die Netzwerkpflege und den Austausch in Präsenz in den Mittelpunkt. Doch auch inhaltlich hat die Konzeptgruppe ein spannendes Programm für den Kongress ausgearbeitet. Es schlägt einen großen Bogen von übergeordneten geostrategischen Fragestellungen über den Weg zur Klimaneutralität bis zu konkreten Digitalisierungsansätzen und resilienten Lieferketten. Das Programm steht ab sofort als PDF zum Download bereit – und auch Anmeldungen sind über die Kongress-Homepage unter www.bvl.de/dlk möglich.

Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg werden auf Deutschem Logistik Kongress Thema sein

Heute steht im Wirtschaftsbereich Logistik fest: So, wie sich die Lieferketten vor den derzeitigen Störungen präsentierten, werden sie in Zukunft nie wieder werden. Die Folgen der Corona-Pandemie mögen zwar irgendwann bewältigt sein – und hoffentlich endet auch der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine recht bald. Doch werden dann andere Krisen entstehen und neue Herausforderungen mit sich bringen. Die Lösung sind resilientere Lieferketten, die jedoch in vielen Prozessen radikales Umdenken erfordern – nicht zuletzt von der bisherigen Priorität „Kosten“ hin zu den neuen Prioritäten „verlässlich“ und „nachhaltig“. Dies kann aber gelingen, wie maßgebliche Rednerinnen und Redner aus Wirtschaft, Politik und Forschung während des Deutschen Logistik Kongresses in Berlin zeigen werden. Sie geben den Kongressbesuchern Einblicke in sehr verschiedene Bereiche – darunter Maschinenbau, IT, Personalmanagement, Groß- und Einzelhandel, Verteidigung, Medien, Recht und natürlich Logistikdienstleistung. Darüber hinaus werden auch Vertreter der meist sehr innovativ agierenden Start-up-Szene zu Wort kommen.

So lassen sich Fehler in der Supply Chain vermeiden

Prominente Rednerinnen und Redner beim Deutschen Logistik Kongress

Zu den prominenten Rednerinnen und Rednern gehören unter anderem Barbara Frenke, Vorstand Beschaffung bei der Porsche AG, Jürgen Knappe, Generalleutnant a. D. und ehemaliger Kommandeur des Joint Support and Enabling Command der NATO, Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, Klaus Buchwald, Vice President Operations bei der Infineon Technologies AG, Thomas Böck, CEO bei CLAAS, Dr. Thomas Hueck, Chef-Volkswirt bei der Robert Bosch GmbH sowie Dr. Kerstin Westphal, Executive Director der H2Global Stiftung. Prof. Thomas Wimmer dazu: „Das diesjährige Motto „Supply Chains matter!“ ist bewusst eher nach außen gerichtet. Dass Logistik systemrelevant ist und unsere Versorgung sichert, wollen wir den Menschen außerhalb des Wirtschaftsbereichs noch stärker bewusst machen. Die Logistik muss selbstbewusster auftreten.“

Deutscher Logistik Kongress: Podiumsdiskussion „Supply Chains matter!“

Fest steht: Wer für internationale Lieferketten verantwortlich ist, der muss heute sehr unterschiedliche Herausforderungen managen. Denn Prozesse und Geschäftsmodelle werden und müssen sich ändern. Megatrends wie Digitalisierung oder Automatisierung, der Nachhaltigkeitsdiskurs, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die geopolitische Lage lassen zunehmend Stimmen aufkommen, welche die Praxis globalisierter Supply Chains kritisch hinterfragen. In diesem Zusammenhang werden auch De-Globalisierung und Regionalisierung als Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz angesehen. Mit diesem Thema beschäftigen sich auch die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion zum Thema „Supply Chains matter!“ am Mittwoch. Mit dabei sind Klaus Buchwald (Infineon Technologies AG), Marie Langer (EOS GmbH Electro Optical Systems), Armin Köller (Metra Logistics Germany GmbH) und Hans Thalbauer (Google Cloud).

Weitere Podiumsdiskussionen erwarten die Teilnehmenden am Donnerstag. Dann geht es um „Geopolitik als Gamechanger für Supply Chain-Management“ sowie um „Shipping Companies and Ports: New Strategies in the Light of Changing Global Supply Chains.”

So gelingt Prozessoptimierung durch Data Farming

Deutscher Logistik Kongress vermittelt Wissen für die tägliche Arbeit

In den Fachsequenzen und Masterclasses geht es in die Tiefen der täglichen Arbeit. Dort werden Themen behandelt, welche die Menschen in Logistik und Supply Chain-Management zurzeit am meisten beschäftigen. Dazu zählen vor allem die Resilienz von Lieferketten und neue SourcingStrategien. Diese Themen werfen Fragen auf wie beispielsweise: Wie lässt sich eine Supply Chain tatsächlich von Anfang bis Ende managen? Inwiefern ist die Lieferkettensorgfaltspflichten-Gesetzgebung hilfreich für gute Supply Chains? Wie steht es wirklich um den Einsatz und die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz? Sind Logistik und Supply Chain-Management mit ihren Berufsbildern und ihrem HR-Management gut aufgestellt? Wie sehen zukunftsfähige Logistikkonzepte im und für den Handel aus, und wie können Logistik und Supply Chain-Management wirklich nachhaltiger und gleichzeitig resilienter werden?

TeilnehmerInnen der Fachsequenzen werden vom Wissen der ausgewählten Expertinnen und Experten aus Praxis, Forschung und Recht profitieren, Impulse für die tägliche Arbeit erhalten und eigene Fragen mit Menschen diskutieren, die wissen, worum es geht. Die Masterclasses sind ein neues Kongressformat, das Partnern des Kongresses Raum für eigenverantwortlich gestaltete 45-minütige Content-Sessions im Kongressprogramm gibt. Expertinnen und Experten teilen ihre Kompetenz, geben Impulse und tauschen mit den Teilnehmenden Erfahrungen aus.

Cloud-Plattform für den Digitalen Lieferschein geht an den Start

Outdoor-Sequenz beim Deutschen Logistik Kongress zum Thema „Radlogistik“

Lastenräder sind als emissionsfreie und ökonomische Transportmittel auf der letzten und ersten Meile kaum noch aus den Nachhaltigkeitsstrategien der urbanen Logistik wegzudenken. Die Outdoorsequenz „Radlogistik“ des Radlogistikverbands Deutschland (RLVD) bietet während des Deutschen Logistik-Kongresses die Gelegenheit, verschiedene Arten von Lastenrädern und E-Cargo-Bikes selber auszuprobieren, eine Akkuwechsel-Infrastruktur für E-Lastenräder zu testen und Fachleuten Fragen zur Radlogistik zu stellen.

Deutscher Logistik-Preis und Wissenschaftspreis Logistik

Ein weiteres Highlight des Deutschen Logistik Kongresses ist die Verleihung des Deutschen Logistik-Preises. Diese wird auch in diesem Jahr im Kongresshotel Intercontinental stattfinden. Die Jury um die Vorsitzende Dr. Ursula Weidenfeld würdigt dabei vorbildliche Konzepte, die trotz aller Widrigkeiten der zurückliegenden Monate entwickelt und implementiert worden sind. Besonders innovative und nachhaltige Lösungen werden mit dem Deutschen Logistik Preis ausgezeichnet, um sie zu fördern und zur Nachahmung anzuregen. Die Finalisten des Wissenschaftspreises Logistik 2022 präsentieren am Mittwochnachmittag ihre Arbeiten, bevor die Jury direkt vor Ort den Preisträger ermittelt. Die Verleihung folgt am Donnerstag in der Sequenz „Innovationen to go“. Bewerbungen sind noch bis zum 30. Juni möglich.

Effiziente Prozessoptimierung stärkt die Lieferketten

Persönlicher Austausch steht beim Deutschen Logistik Kongress im Vordergrund

Beim diesjährigen Kongress hat Präsenz wieder Vorfahrt. Daher werden nur ausgewählte Inhalte online übertragen. Wer sich zu den Themen austauschen möchte, der sollte – so die Empfehlung des Veranstalters – die Networking-Möglichkeiten in Berlin nutzen. Dazu zählen natürlich die begleitende Ausstellung, die Lounges und die Kaffeebars, wo Unternehmen ihre Produkte und Lösungen für Logistik und Supply Chain-Management vorstellen und ihre Geschäftspartner treffen. Ein Highlight wird sicher der Networking-Abend im Anschluss an die Verleihung des Deutschen Logistik-Preises. Auch das After-Work-Hangout am Donnerstag bei guter Musik und Berliner Currywurst bietet die richtige Atmosphäre, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte wiederaufleben zu lassen.

Von RMW

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