Mit dem neuen Arvato-TMS in die Zukunft des Handels 01.06.2017, 00:00 Uhr

Modernes Transport-Management

Omnichannel - Big Data - Globale Verfügbarkeit. Diese Megatrends bestimmen nicht nur die Zukunft des globalen Handels, sondern auch die der Unternehmen der Logistikbranche. Wer ein verlässlicher Partner für seine Kunden sein will, wird sich den Herausforderungen einer digitale Zukunft stellen müssen.

Die Eingangsmaske des Arvato-TMS. Bild: Arvato

Die Eingangsmaske des Arvato-TMS. Bild: Arvato

Denn die Kunden fordern globale Lösungen, um die immer größer werdenden Waren- und Daten­ströme mit höchster Transparenz aus einer Hand zu managen, weiß Berthold Reinke, Vice President Transportation Management bei Arvato SCM Solutions, zu berichten.

Berthold Reinke

Berthold Reinke, Vice President Transportation Management bei Arvato SCM Solutions. Bild: Arvato

Um diesen Anforderungen und Megatrends gerecht zu werden, implementiert Arvato derzeit ein neues Transport Management System (TMS), mit der die Mission „from anywhere to anywhere“ umgesetzt werden soll.

Die mobile Version des neuen TMS. Bild: Arvato

Die mobile Version des neuen TMS. Bild: Arvato

Das Ziel ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, um Transportströme von jedem Ort an jeden Ort zu managen. Berthold Reinke: „Die Kunden fordern immer mehr Funktionen, die weit über die heutigen Möglichkeiten hinausgehen.“

Die Notwendigkeit dieses ambitionierten Projekts zeigt sich deutlich bei genauerer Betrachtung der aktuellen Megatrends. In den meisten Industrie- und Handelsunternehmen arbeiten die Supply Chain Manager aktuell mit fragmentierten Lösungen, obwohl die Warenströme immer komplizierter werden. „Die Umsetzung eines „echten“ Omnichannel-Konzeptes, also die Verknüpfung aller Bestände in allen Produktionsstätten, Distributionszentren und schließlich an Verkaufspunkten in einem globalen Netzwerk ist so schlicht nicht möglich“, weiß Reinke. Gleiches gilt für den Trend der globalen Verfügbarkeit und Transparenz, der eng mit dem Stichwort „Big Data“ verknüpft ist. Wollen Unternehmen neben den klassischen Versandoptionen immer häufiger geforderte Optionen wie „Click & Collect“- oder „Shop-to-Shop“-Lösungen anbieten, brauchen sie eine „State-of-the-Art“-Infrastruktur, die alle Prozesse IT-seitig unterstützt und in Echtzeit Reporting- und Analysetools bietet. Berthold Reinke gibt ein Beispiel: „Im Schnitt müssen wir für unsere Auftraggeber gleichzeitig fünf Transportleister mit zehn verschiedenen Services an mehreren Standorten in Europa und weltweit managen – das ist mit den gängigen Lösungen kaum noch zu stemmen.“ Dies bestätigt auch eine Studie der WHU – Otto Beisheim School of Management, Arvato und Salesforce Commerce Cloud1, in der die befragten Einzelhändler veraltete IT als größtes Hindernis zum Omnichannel-Unternehmen erkannt haben.

Globale Einsetzbarkeit als Wettbewerbsvorteil

Arvato hat diese Problemstellung frühzeitig erkannt und sich den Anspruch gesetzt, die zunehmende operative und administrative Komplexität optimal zu managen. Um dieses Ziel zu erreichen, steuert das Unternehmen mit dem neuen TMS in eine digitalisierte Zukunft. Die Software ist für den globalen Einsatz in einer funktionsorientierten Architektur aufgebaut. Dies bedeutet, dass das als zentraler Kern konzipierte Arvato-TMS auf der neuesten Version des Transport Management Systems von SAP basiert, ergänzt durch zahlreiche Module. Diese Module sind eigenständige Lösungen, die beispielsweise EDI-Anbindung, eine Tracking & Tracing-Lösung oder ein Reporting-Tool bieten. Das bedeutet, dass internationale Kunden mithilfe des TMS die Möglichkeit haben, ihre Geschäfte in jedem Land der Erde mit Unterstützung desselben Systems abzuwickeln. Der Effekt sind deutliche Effizienzsteigerungen und Vereinfachungen in Datenaustausch und -analyse gegenüber dem aktuellen TMS.

„Unsere heutigen Systeme sind historisch mit unseren und den Anforderungen unserer Kunden gewachsen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Schritt in die Zukunft zu machen und die alten Systeme durch ein zukunftsorientiertes System zu ersetzen“, erklärt Berthold Reinke.

Besondere Bedeutung wird dem effizienten Reporting-Tool beigemessen. Die Arvato-Lösung nutzt eine In-Memory-Datenbank, um die Zugriffszeiten deutlich zu reduzieren. Kunden haben damit die Möglichkeit, in nahezu Echtzeit auf alle verfügbaren Reports zuzugreifen – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. „Zudem haben wir die Möglichkeit, zusammen mit unserem Kooperationspartner, der Westernacher Consulting AG, das von SAP gelieferte Softwaregerüst nach unseren Wünschen weiterzuentwickeln – damit sind wir für kommende Herausforderungen bestens aufgestellt“, führt Berthold Reinke weitere Vorteile der funktionsorientierten Systemarchitektur an.

Volle Transparenz entlang der gesamten Supply Chain

Da neben Analysemöglichkeiten die Flexibilität einer der entscheidenden Faktoren in der Logistik ist, wie eine Studie von Horváth & Partners2 bestätigt, bietet Arvato seinen Kunden auch hier deutlichen Mehrwert. Mit dem Arvato-TMS können Kunden über 150 Carrier weltweit nutzen, ohne das Programm wechseln zu müssen – darunter alle führenden KEP- und Speditionsanbieter. Aber nicht nur das: Arvato bindet alle Versandstellen per Plug & Play in das virtuelle Transportnetzwerk ein und bietet sowohl Auftragstracking als auch proaktives Event Management in einem „Look & Feel“. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Carrier gerade die Verantwortung für die Lieferung trägt. Innovativ ist zudem, die vorliegenden Artikeldaten mit den Transportdaten zu verknüpfen. Durch diese Verknüpfung wird sichergestellt, dass vollste Transparenz bis hin zur kleinsten Einheit, dem Artikel, hergestellt wird. „Ganz plastisch gesprochen können wir verfolgen, welcher Anteil an Artikeln gemäß dem bestehenden Service Level Agreements On-Time zugestellt wurde“, erklärt Berthold Reinke. „Bisher war dies nur auf Sendungs- bzw. Pack­stückebene möglich.“

Der sich ergebende Mehrwert für die Arvato-Kunden liegt auf der Hand. Neben steigender Transparenz und Kontrolle über Warenströme können Servicevereinbarungen einfacher überprüft und dem Empfänger wesentlich genauere Daten über seine Bestellung zur Verfügung gestellt werden. Zudem lässt sich das TMS um weitere Funktionen erweitern und ist international skalierbar.

Optimale Verknüpfung von der Herstellung bis in den Handel

„Mit der Einführung des neuen TMS machen wir einen zukunftsweisenden Schritt und liefern den perfekten Support für den Megatrend Omnichannel in all seinen Facetten“, so Reinke weiter. Er sieht dabei nicht nur die Auslieferung fertiger Waren zum Endkonsumenten als Kompetenz, sondern auch die Herstellung lückenloser Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion bis in den Handel und zum Konsumenten. Arvato schafft mit seinem TMS somit eine Lösung, die das Potenzial hat, die vorherrschenden Insellösungen nicht nur zu ersetzen, sondern in neue Dimensionen zu erweitern. Kunden aus Industrie und Handel erhalten so neue, ganzheitliche Möglichkeiten, ihre Transportströme zu managen und mithilfe der Arvato-Systemarchitektur effizienter zu gestalten. Das generiert einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern – oder wie Berthold Reinke es formuliert: „Unser ganzheitliches, globales und zukunftsorientiertes System wird uns und unseren Kunden den Erfolg in der Zukunft ermöglichen.“  

1 „Omnichannel-Statusbericht 2016 – Händler im Gespräch zur aktuellen Situation“ vom 19.10.2016 (Omnichannel-Studie von Arvato, der WHU – Otto Beisheim School of Management & Salesforce Commerce Cloud).

2 „Supply Chain Performance Management“ vom 21.08.2015 (Studie der Management-Beratung Horváth & Partners).

Von Redaktion

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