Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021 15.12.2020, 16:50 Uhr

Mit smarten Lieferketten der Krise trotzen

Der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ zeigt, dass sich die Logistik- und Transportbranche zunehmend krisensicher aufstellt. Daher kommt ein Drittel der Transport- und Logistikunternehmen bislang gut durch die Krise. Rund 20 % der Branchenvertreter wollen aber ihre Investitionen in die Digitalisierung weiter erhöhen.

Der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ zeigt, dass sich die Logistik- und Transportbranche zunehmend krisensicher aufstellt. 20 % der Branchenvertreter wollen ihre Investitionen in die Digitalisierung weiter erhöhen. Foto: panthermedia.net/ nils.ackermann.gmail.com

Der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ zeigt, dass sich die Logistik- und Transportbranche zunehmend krisensicher aufstellt. 20 % der Branchenvertreter wollen ihre Investitionen in die Digitalisierung weiter erhöhen.

Foto: panthermedia.net/ nils.ackermann.gmail.com

Die mittelständischen Logistik- und Transportunternehmen trieben ihre digitale Transformation im vergangenen Jahr deutlich voran. Und dank ihres vergleichsweise hohen Digitalisierungsgrads sind sie bisher gut durch die Pandemie gekommen. Zu dieser Einschätzung kommt die aktuelle Telekom Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“, die nunmehr zum fünften Mal erstellt wurde. Bereits im vergangenen Jahr zählte die Branche zu den digitalen Vorreitern. Im aktuellen Jahr hat das Logistik- und Transportwesen seinen Digitalisierungsgrad nochmals um fünf auf 66 Indexpunkte erhöht. „Viele Unternehmen erhöhen auch jetzt ihre Investitionen in Digitalisierungsprojekte“, sagt Christina Langfus, Leiterin Vertrieb Großkunden bei der Telekom Deutschland. Dadurch würden sie Störungen innerhalb der Lieferkette schneller beheben und den Kundenservice verbessern.

Prozesse weiter digitalisieren

Doch will sich die Branche weiterhin krisensicher aufstellen, weshalb ein Drittel der Unternehmen seine Prozesse noch stärker digitalisieren will. Pandemiebedingt liegt der Schwerpunkt für zukünftige Investitionen in der Ausstattung der Mitarbeiter mit digitalen Lösungen. Dies erlaubt flexibles Arbeiten. Technologien wie Data Analytics, Künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality (AR/VR) oder Blockchain bleiben nach den Umfrageergebnissen allerdings wichtige Zukunftsthemen.

Digitale Lösungen schaffen transparente Lieferketten

Für Transparenz entlang der Lieferkette und für beschleunigte Abläufe in der Lagerlogistik sorgen Track & Trace-Anwendungen. Rund 25 % der Unternehmen nutzt schon solche Technologien. 81 % der Befragten optimieren ihre Lagerlogistik und 82 % optimieren ihre Geschäftsprozesse. Bereits im kommenden Jahr will jedes zweite Unternehmen eine digitale Warenverfolgung anbieten.

Digitale Frachtbriefe und Signaturen

Die Mitarbeiter*innen der Logistik- und Transportunternehmen arbeiten permanent unter Zeitdruck. Die Administration wird insbesondere durch digitale Signaturen und digitale Frachtbriefe entlastet. Beides reduziert die analogen Prozesse mit Papier und Stift, die meist zeitaufwendig und oft fehleranfällig sind- Mehr als 25 % der befragten Unternehmensvertreter setzt zur Kostenreduktion schon heute auf digitale Signaturen und digitale Frachtbriefe.

Vorausschauende Datenanalysen

Echtzeit-Datenanalysen unterstützen ebenfalls dabei, Prozesse transparenter zu machen und die Lieferkette effektiv zu managen. 72 % der Unternehmen reduzieren so Kosten, 65 % steigern Kundenzufriedenheit und Produktivität. 25 % der Unternehmen setzt dabei bereits auf vorausschauende Datenanalysen. Ebenso viele Unternehmen betrachten die Künstliche Intelligenz als die bedeutendste Zukunftstechnologie, sind aber noch zurückhaltend bei der Umsetzung. Gerade einmal 8 % der Transport- und Logistikunternehmen nutzen KI-Anwendungen schon heute.

Digital Leader erweisen sich als krisenfest

83 % der digitalen Vorreiter bewältigten die Corona-Krise nach den Ergebnissen der Studie bislang gut. Zu den digitalen Vorreitern zählen die 10 % der Unternehmen, die am weitesten mit ihrer Digitalisierung fortgeschritten sind. Diese Unternehmen erweisen sich als besonders krisenfest, da sie ihre Prozesse und Geschäftsmodelle bereits vor der Corona-Pandemie umfassend digitalisiert hatten. 58 % dieser Digital Leader konnten dank der digitalen Lösungen flexibel auf die Herausforderungen der Corona-Krise reagieren. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller befragten Unternehmen aus der Branche bestätigen das nur 29 %. Darüber hinaus gewinnen Digital Leader mehr Neukunden, punkten mit besserer Service- und Produktqualität und erzielen höhere Umsätze.

Investitionsbereitschaft in Digitalisierungsprojekte weiterhin hoch

Auch während der Corona-Krise plant die Mehrheit der befragten Mittelständler weiterhin am bereits eingeschlagenen Digitalisierungskurs festzuhalten. 20 % wollen sogar noch mehr in Digitalisierungsprojekte investieren.

Kostenloser Selbsttest

Die Analysten von techconsult befragten für den „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ mehr als 2.000 kleine und mittelständische Unternehmen. Die Gesamtstudie und die einzelnen Berichte zu Branchen sind kostenlos erhältlich unter: www.digitalisierungsindex.de. Zudem können Unternehmen ihren digitalen Status quo selbst überprüfen. Dieser Check ist ebenfalls kostenlos, dauert nur wenige Minuten und geht online unter: http://benchmark.digitalisierungsindex.de/.

Von RMW

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