Intralogistik 06.03.2020, 14:40 Uhr

Der Wachstumsmotor stottert

Der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik prognostiziert der deutschen Intralogistikbranche einen Wachstumsrückgang.

Konjunktur: Die deutschen Intralogistikanbieter müssen nach Schätzungen des VDMA Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang rechnen.

Konjunktur: Die deutschen Intralogistikanbieter müssen nach Schätzungen des VDMA Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang rechnen.

Foto: panthermedia.net/ kamonrat

Die satten Wachstumsjahre scheinen für die deutschen Intralogistikanbieter vorerst vorbei zu sein. Während die Branche im vergangenen Jahr nach Schätzungen des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik noch ein Produktionsvolumen von 24,7 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von 7 % gegenüber 2018 erwirtschaften konnte, schraubt der Interessenverband in diesem Jahr die Wachstumsschraube deutlich nach unten. „Der Auftragseingang hat in den vergangenen Monaten in Teilbereichen unserer Branche an Dynamik verloren. Deshalb gehen wir für die Gesamtbranche nach den sehr starken Vorjahren für das laufende Jahr von einem leichten Produktionsrückgang von minus 1 % aus. Wichtig ist jedoch: Die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber unserer Branche sind und bleiben intakt“, sagt Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik und Vorstandschef der Kion Group AG. Wichtige Wachstumstreiber für die Branche sind nach Ansicht des Verbandssprechers insbesondere der E-Commerce und die Globalisierung von Lieferketten.

Starkes Exportgeschäft

Punkten können die nationalen Anbieter von Intralogistik und Fördertechnik vor allem im Ausland. Laut VDMA steigerten die deutschen Hersteller ihre Ausfuhren in 2019 um 5 % auf 16,7 Milliarden Euro. Die Vereinigten Staaten bleiben mit einem Exportvolumen von annähernd 1,7 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Frankreich (1,5 Milliarden Euro) und die Niederlande (819 Millionen Euro). Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass sich die wichtigsten Abnehmer deutscher Fördertechnik- und Intralogistiklösungen im europäischen Binnenmarkt befinden. Ins europäische Ausland hat die Branche im vergangenen Jahr Maschinen- und Anlagen im Wert von 10,5 Milliarden Euro geliefert und damit 4 % mehr als in 2018.

Ausblick

Nach Angaben des VDMA-Fachverbands wird sich die deutsche Fördertechnik- und Intralogistikbranche zunehmend auf die Umsetzung aktueller Trends, beispielsweise aus dem Bereich Industrie 4.0, konzentrieren und damit ihren Kunden Wettbewerbsvorteile liefern. Ein Fokus bildet dabei die Vernetzung intralogistischer Systeme untereinander, aber auch die Vernetzung mit anderen Systemen. Dazu beitragen soll der offene Kommunikationsstandard OPC UA, für den der Branchenverband gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Grammatik – also „Companion Specifications“ – entwickelt. An dieser Entwicklung beteiligen sich natürlich auch der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie dessen Mitglieder. Ziel ist eine Technologieführerschaft, die den deutschen Herstellern auch in wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Zeiten die Wettbewerbsfähigkeit sichern soll.

Von ingenieur.de

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