Geldspielgerätehersteller adp Gauselmann modernisiert seine Produktion mit Fördertechnik von Torwegge 01.07.2019, 00:00 Uhr

Damit Montage nicht zum Glücksspiel wird

Fast jeder kennt die Geldspielgeräte mit der lachenden gelben Sonne, die in Deutschlands Spielhallen und Gaststätten beheimatet sind. Marktführer in diesem Bereich ist die adp Gauselmann GmbH – das zur Unternehmensgruppe Gauselmann gehörige Herzstück für Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geldspielgeräten. In Sachen Fördertechnik vertraut das Unternehmen auf die Torwegge GmbH & Co. KG. Der Anbieter von Materialflusssystemen hat für adp Gauselmann ein schnelles und platzsparendes Montage-Management-System entwickelt. Seitdem der deutschlandweit führende Hersteller und Entwickler von Geldspielgeräten seinen Entwicklungsstandort im ostwestfälischen Lübbecke modernisiert hat, ist die maßgeschneiderte Lösung im Einsatz.

Die Torwegge GmbH hat für den Geldspielgerätehersteller adp Gauselmann ein schnelles und platzsparendes Montage-Management-System entwickelt. Bild: Torwegge

Die Torwegge GmbH hat für den Geldspielgerätehersteller adp Gauselmann ein schnelles und platzsparendes Montage-Management-System entwickelt. Bild: Torwegge

Die adp Gauselmann GmbH entwickelt und produziert die Geldspielgeräte am Standort in Lübbecke. In acht Hallen sind dort die Bereiche Forschung, Entwicklung, Produktion und Logistik angesiedelt. Bei der Werkserweiterung 2014 haben die Ostwestfalen auch ihren Konfigurationsbereich vergrößert und eine zusätzliche Montagehalle errichtet. Dort konfigurieren Mechaniker moderne videobasierte Multigamer mit HD-Monitoren. Bis zu 400 Geräte gehen täglich in der Produktion vom Band und werden anschließend zur Lagerung oder Versandvorbereitung in die anderen Hallen befördert.

Bis zu 400 Geräte gehen täglich in der Produktion vom Band und werden anschließend zur Lagerung oder Versandvorbereitung in die anderen Hallen befördert. Bild: Torwegge

Im Konfigurationsbereich vereinfacht ein ganzheitliches Montage-Management-System von Torwegge die Montagearbeiten und den Transport der fertigen Geräte. „Für uns war wichtig, ein vollautomatisches Transportsystem zu installieren, das den reibungslosen Anschluss an die Förderanlagen unseres Logistikdienstleisters garantiert“, sagt Klaus Lange, Bereichsleiter Fertigung Endgeräte bei der adp Gauselmann GmbH.

Torwegge entwickelt maßgeschneiderte Materialflusssysteme, deren Kernstücke Rollen und Räder sind, und stattet den Geldspielgerätehersteller seit fünf Jahren mit modernsten Fördersystemen aus. 2012 beispielsweise lieferte der Lösungsanbieter Rollenbänder und Drehkränze zur manuellen Beförderung von Geldspielgeräten. Das System, das adp Gauselmann zwei Jahre später in der neuen Montagehalle in Betrieb nahm, konzipierte Torwegge nicht nur entsprechend der spezifischen Anforderungen seines Kunden, sondern koordinierte auch dessen einfache und einwandfreie Anbindung an den externen Logistiker.

Schnellere Abfertigung der Geräte

In der neuen Montagehalle von adp Gauselmann geht in getakteter Montage im Schnitt alle 15 Minuten ein Gerät vom Band. Dadurch lassen sich bis zu 400 Geräte am Tag im neuen Konfigurationsbereich abfertigen. Die maßgeschneiderte Lösung für den Anwendungsbereich bei adp Gauselmann besteht aus verschiedenen Komponenten, die gemäß des Torwegge-Baukasten-Prinzips ineinandergreifen und hohe Qualitätsstandards erfüllen. Der Konfigurationsbereich der Montagehalle ist mit 15 Arbeitsstegen für die Installation der Geldspielgeräte ausgestattet. Zu Beginn der Gerätekonfiguration befördern Mechaniker das zu bearbeitende Gerät mittels Hubwagen auf einen der Stege. Dort bauen sie die Technologie der Spielepakete und zur Geldverarbeitung ein und montieren die Gehäuse in ergonomischer Arbeitshöhe fertig. Die Geräte werden auf Paletten bearbeitet, deren Größen variieren. Daher besteht die Gefahr, dass sie während der Fertigung von den Montagestangen abrutschen. Torwegge begegnete dieser Herausforderung mit dem Einsatz von Spannvorrichtungen. Diese spannen die Geräte an den Arbeitsplätzen jeweils fest ein und verhindern so das Abrutschen. Dadurch wird die Prozesssicherheit der Endmontage sichergestellt.

Um die Arbeitsstege herum verläuft U-förmig das automatische Materialflusssystem. Dabei handelt es sich um einen Hubstaukettenförderer, der die fertig monierten Geräte automatisch anschiebt und in Richtung Logistikzentrum transportiert. Dank der neuen Anlage müssen die Automaten nun nicht mehr von den Mechanikern manuell manövriert werden. Durch die gesteigerte Transportgeschwindigkeit wird der gesamte Arbeitsablauf effizienter. „Das Montage-Management-System bietet eine deutliche Leistungssteigerung zu unseren bisher genutzten Transportvorrichtungen. Im Vergleich zur manuellen Beförderung in den anderen Hallen ist der automatische Transport zudem deutlich praktischer“, resümiert Lange.

Damit die Geräte von der Montagehalle Richtung Logistikzentrum befördert werden können, stattete Torwegge die Kreuzungen zwischen dem Hubstaukettenförderer und den Montagestegen mit Drehtellern aus. Diese setzen die aus der Montage kommenden Geldspielgeräte um, sodass sie ihre Richtung mit Kurs auf das Logistikzentrum ändern. Zur Koordination der Vorfahrt, wenn ein Automat vom Montagesteg läuft und sich ein anderes Gerät gleichzeitig auf dem Staukettenförderer befindet, wird eine spezielle Software eingesetzt, die die Vorfahrtsregelung umsetzt.

Reibungsloser Übergang zum Logistikbereich

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung der Anlage bestand für Torwegge in der reibungslosen Verknüpfung der Förderanlage in der Produktion mit dem Materialflusssystem eines anderen Herstellers im Logistikzentrum. An der Schnittstelle regelt ein Signal die Übergabe der Geräte von einem an das andere System. Das Programm zur Signalregelung wurde in enger Abstimmung mit dem Logistikdienstleister der adp Gauselmann GmbH entwickelt. Für den Geldspielgerätehersteller war das Zusammenspiel der beiden Anlagen eine der wichtigsten Voraussetzungen bei der Vergabe des Auftrags. „Wir wollten diesbezüglich keine Veränderungen vornehmen und nur einen einzigen Ansprechpartner haben. Jetzt können wir uns jederzeit an Torwegge wenden“, sagt Lange.

Redaktion

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