29. Deutscher Materialfluss-Kongress 2021 (MFK) 24.03.2021, 10:14 Uhr

Auch digital ein voller Erfolg

Wie viele andere Veranstaltungen auch fand der Deutsche Materialfluss-Kongress Mitte März Conona-bedingt ebenso nur virtuell statt. Dennoch sind die Veranstalter mit dem Ergebnis durchweg zufrieden. Sie verzeichneten mit 650 Anmeldungen einen erstaunlich hohen Zuspruch. Für das kommende Jahr ist allerdings wieder eine Präsenzveranstaltung geplant.

Johannes Fottner (links) und Christian Jacobi haben den diesjährigen Materialfluss-Kongress von Garching aus begleitet. Foto TUM/Susanne Höcht

Johannes Fottner (links) und Christian Jacobi haben den diesjährigen Materialfluss-Kongress von Garching aus begleitet. Foto TUM/Susanne Höcht

Spannende Vorträge – kontrovers geführte Diskussionsrunden: Inhaltlich bot auch der 29. Deutsche Materialfluss-Kongress das gewohnt hohe Niveau, das die Traditionsveranstaltung ausmacht. Was schmerzlich fehlte, war das „Live-feeling“ und natürlich das bei den Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmern so beliebte „Networking“, das sich durch keine Digitaltechnik dieser Welt ersetzen lässt. „Dennoch haben wir sehr großes und durchweg positives Feedback erhalten. Insbesondere die hybrid durchgeführte Plenarsequenz war aus meiner Sicht ein toller Erfolg. Sie bot fesselnde Inhalte und eine sehr angeregte Diskussionsrunde, an der sich auch unsere Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer rege beteiligten. Zudem hat mir das fachlich sehr hohe Niveau der Vorträge überaus gut gefallen“, freut sich Johannes Fottner vom veranstaltenden VDI Bezirksverein München, Ober- und Niederbayern und Inhaber des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik an der TU München (TUM).

„Die Automatisierung auf dem Vormarsch! Der Mensch auf dem Rückzug?“

Vorgetragen hat unter anderem Dr. Christian Jacobi. In seinem Eröffnungsvortrag zum Thema „Die Automatisierung auf dem Vormarsch! Der Mensch auf dem Rückzug?“ betrachtete der geschäftsführende Gesellschafter der agiplan GmbH die Rolle des Menschen in Zeiten rasant wachsender Prozessautomatisierung und Digitalisierung. Jacobi: „Die ganzen Prozesse und Technologien, die sich momentan in einem rasanten Tempo ändern, haben sowohl Einfluss auf die Organisation als auch auf den Menschen. Dies müssen wir entsprechend darstellen.“ Einen ähnlichen Ansatz verfolgte Max Meister in seinem Vortrag „Menschliche Energie freisetzen durch Automatisierung“. Der geschäftsführende Gesellschafter der Ludwig Meister GmbH stellte ein Automatisierungsprojekt vor, das in seinem Unternehmen durchgeführt wird und als Ergebnis unter anderem einen deutlich erhöhten Kundennutzen liefert.

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Unter dem Motto „Logistik bewältigt Krisen“ moderierte Gregor Blauermel, Vorsitzender des Fachbereichs 3 der VDI Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) und Inhaber der Unternehmensberatung B416 Beiträge mit den Themen „Textillogistik in Corona-Zeiten“ und „E-Commerce&Corona: Steigende Anforderungen an Flexibilität und Skalierbarkeit in der Lagerlogistik“. Weitere Sequenzen beschäftigten sich mit den Inhalten „Mit IOT den nächsten Schritt in der Logistik gehen“ oder mit dem Thema „Veränderte Arbeitswelten“.

Fazit und Ausblick

„In diesem Jahr konnte ich durch das geänderte digitale Format alle Vorträge mit sehr großem Interesse persönlich verfolgen und bin von dem hohen Niveau sehr positiv überrascht. Dies sehen wohl auch die Teilnehmerinnen und -teilnehmer so, von denen sich sehr viele persönlich bei mir gemeldet haben. Ich habe meine Eindrücke vom Kongress immer wieder bei LinkedIn gepostet und erhielt daraufhin sehr schnell 4 200 Klicks. Das spricht nach meiner Ansicht für sich“, resümiert Johannes Fottner. Doch bei all seiner Begeisterung über den Verlauf der diesjährigen Veranstaltung – im kommenden Jahr soll der Materialfluss-Kongress nach Möglichkeit doch wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Fottner: „Der MFK ist und bleibt ein persönlicher Branchentreffpunkt, den es in Zukunft einfach wieder in Präsenz geben muss. Für 2022 hoffe ich daher sehr stark auf eine Veranstaltung mit real anwesenden Teilnehmerinnen und -teilnehmern – mal sehen, was die Zukunft bringt.“

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