Geschenkbandhersteller C.E. Pattberg optimiert sein Lager mit AutoStore von Dematic 01.07.2019, 00:00 Uhr

Lagersystem für die perfekte Verpackung

Ob zum Geburtstag, zu Weihnachten, zur Taufe oder zum Jahrestag: Anlässe, etwas zu verschenken, gibt es viele. Neben einer guten Idee braucht es dann auch die richtige Verpackung. Für diese sorgt die C.E. Pattberg GmbH & Co. KG. Das Unternehmen produziert rund 4 500 verschiedene Geschenk- und Dekorationsbänder, mit denen es Einzelhandelsketten und gewerbliche Endkunden versorgt. Um Lagerung und Kommissionierung insbesondere zu Spitzenzeiten zu optimieren, installierte C.E. Pattberg am Firmensitz in Hattingen im Sommer 2018 eine AutoStore-Anlage der Dematic GmbH. Mit dem kompakten Stückgut-Kommissionierungssystem reduziert das Unternehmen die Fehleranfälligkeit bei der Auftragszusammenstellung und spart gleichzeitig Betriebs- und Personalkosten.

Das neue AutoStore-System des Geschenkbandherstellers C.E. Pattberg nimmt lediglich 170 m² in Anspruch. Auf 16 Ebenen sind insgesamt 7 800 Kisten gestapelt. Hier finden jetzt die bis zu 4 500 verschiedenen Geschenk- und Dekorationsbänder Platz, die in unterschiedlichen Mengen gelagert werden. Bild: Dematic

Das neue AutoStore-System des Geschenkbandherstellers C.E. Pattberg nimmt lediglich 170 m² in Anspruch. Auf 16 Ebenen sind insgesamt 7 800 Kisten gestapelt. Hier finden jetzt die bis zu 4 500 verschiedenen Geschenk- und Dekorationsbänder Platz, die in unterschiedlichen Mengen gelagert werden. Bild: Dematic

Vollbepackte Regale, enge Gassen und eine Vielzahl an beschäftigten Kommissionierern gehörten bisher zum Alltag am Produktions- und Lagerstandort von C.E. Pattberg in Hattingen. Denn um die Aufträge zu bearbeiten, waren aufwendige Arbeitsschritte und lange Laufwege notwendig. Gelagert wurden die Geschenk- und Dekorationsbänder in Hochregallagern auf insgesamt 6 000 m² Fläche, die die Mitarbeiter mehrmals täglich ablaufen mussten, um die Bestellungen manuell zu kommissionieren und zu verpacken. Ein hoher Personal- und Zeitaufwand sowie eine hohe Fehleranfälligkeit bei der Kommissionierung waren die Folge.

Vom AKL zu AutoStore

Abhilfe schaffen sollte eine automatische Lösung für die Lagerung und Kommissionierung der Geschenk- und Dekorationsbänder. „Wir hatten uns schnell auf ein automatisches Kleinteilelager (AKL) mit Regalsystem und Gassen festgelegt und ab September 2017 verschiedene Angebote eingeholt“, erzählt Daniel Pattberg, der gemeinsam mit seinem Bruder Sascha Pattberg das Unternehmen leitet. Noch im Sommer sollte das neue System installiert werden, um optimal auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet zu sein.

Als Frank Bredemeier, Senior Sales Manager bei Dematic, das Anforderungsprofil des Geschenkbandherstellers analysierte, kam er zu dem Schluss, dass ein AKL bei C.E. Pattberg schnell an seine Grenzen stoßen würde. „Bis zu 1 100 Picks pro Tag sollte das System abdecken. Ein AKL hätte das zwar leisten können, wäre aber nicht ohne weiteres erweiterbar gewesen“, sagt Bredemeier. Auch in der optimalen Flächennutzung und der kompakten Lagerung sah er in diesem Fall Vorteile bei der AutoStore-Anlage. Daniel Pattberg ist heute froh darüber, dass ihn der Dematic-Mitarbeiter von diesem System überzeugte. „Letztlich haben die Leistung, die platzsparende Bauweise und die Möglichkeit, das System ohne großen Aufwand an zukünftige Geschäftsentwicklungen anpassen zu können, den Ausschlag gegeben“, sagt er. Dank passgenauer Planung konnte C.E. Pattberg die Anlage schon sechs Monate nach der Entscheidung für das AutoStore-System in Betrieb nehmen.

Kompakt und zuverlässig

Lediglich 170 m² nimmt das AutoStore-System im Lager in Anspruch. Aufgebaut ist es wie ein Behälterturm: Auf 16 Ebenen sind insgesamt 7 800 Kisten gestapelt. Hier finden jetzt die bis zu 4 500 verschiedenen Geschenk- und Dekorationsbänder Platz, die in unterschiedlichen Mengen gelagert werden. Auf der Oberfläche fahren acht Roboter, die bei Auftragseingang automatisch auf die benötigten Artikelbehälter zugreifen. Vervollständigt wird die AutoStore-Anlage durch zwei Kommissionierstationen, zu denen die Roboter die Waren automatisch befördern. Dort werden sie dann manuell gepickt und für den Versand verpackt. Aktuell nutzt C.E. Pattberg eine der Kommissionierstationen für die Ein- und die andere für die Auslagerung der Waren.

Vervollständigt wird die Anlage durch zwei Kommissionierstationen, zu denen die Roboter die Waren automatisch befördern. Bild: Dematic

„Rund 70 % unserer Aufträge decken wir allein mit den Produkten ab, die im AutoStore-System gelagert sind“, erzählt Pattberg. Je nach Größe der Artikel lagert das Unternehmen zwischen 13 und 300 Einheiten pro Behälter. Nach kurzer Zeit entschied sich C.E. Pattberg dazu, auch Geschenkbänder in das System aufzunehmen, die zuvor nicht dafür vorgesehen waren. Die wenigen Artikel, die aufgrund ihrer Größe keinen Platz in der Anlage finden, sind übersichtlich in den Hochregallagern angeordnet.

Fehleranfälligkeit reduziert und Effizienz gesteigert

Erste Erfolge durch die Umstellung auf das neue System stellten sich schnell ein. „Wir haben unsere Durchsatz-Geschwindigkeit deutlich erhöht“, sagt Pattberg. „Dadurch sparen wir sowohl Betriebs- als auch Personalkosten.“ Da wesentlich weniger Wege abgelaufen werden müssen, arbeitet das Personal außerdem deutlich effizienter. Auch lange Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiter gehören der Vergangenheit an. Denn Produktkenntnisse, die bei der manuellen Kommissionierung unerlässlich waren, sind nicht mehr notwendig: Gepickt wird das, was AutoStore automatisch anliefert. Dadurch ist zusätzlich die Fehleranfälligkeit bei der Auftragszusammenstellung gesunken. Zuvor lagerten aus Platzgründen bis zu vier unterschiedliche Artikel auf einer Palette, heute gibt es pro Behälter nur einen.

Die Software hinter dem Lagersystem übermittelt außerdem Daten wie beispielsweise die Anzahl der Packstücke automatisch an den Versand. Auch Etiketten werden gedruckt, ohne dass weitere Eingaben nötig sind. „Handschriftliche Notizen entfallen dadurch komplett“, freut sich Pattberg darüber, mit dem System auch die Digitalisierung in seinem Unternehmen vorangetrieben zu haben. Die Integration der für die AutoStore-Anlage notwendigen IT stellte dabei keine Probleme dar. Über eine Schnittstellenprogrammierung werden die Daten automatisch an das ERP-System des Geschenk- und Dekorationsbandherstellers übermittelt.

Auch darüber hinaus beschreibt Pattberg die Zusammenarbeit mit Dematic als reibungslos und zuverlässig: „Sollte ein Roboter ausfallen, arbeitet das System zunächst weiter. Der Service von Dematic ist zudem auch jederzeit erreichbar und bei Bedarf schnell vor Ort.“

Für die Zukunft gerüstet

Dank der AutoStore-Anlage zeichnet sich im Lager in Hattingen nun ein ganz anderes Bild ab: Die vollen Regale und engen Gassen gehören der Vergangenheit an. Die dadurch entstandenen Freiflächen nutzt der Geschenk- und Dekorationsbandhersteller unter anderem für den Versand, um beispielsweise Großaufträge bereitzustellen. Der Vorteil dabei ist, dass die Paletten schneller verladen werden können.

Und auch für das weitere Unternehmenswachstum ist die neue Anlage gewappnet. Schon bei der Installation hat Dematic die Vorkehrungen für eine dritte Kommissionierstation getroffen. Zusätzlich kann die Anzahl der Roboter auf bis zu 19 erhöht werden. „Mit der AutoStore-Anlage sind wir für die Zukunft gerüstet“, ist sich Pattberg sicher.

Redaktion

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